Aussteller zufrieden 2500 Besucher bei Weyher Sozial- und Gesundheitsmesse

Weyhe-Kirchweyhe. Alles war so gut vorbereitet: 67 Aussteller standen in den Startlöchern, das Rahmenprogramm versprach viel Abwechslung und die Organisatorinnen sahen der zweiten Weyher Sozial- und Gesundheitsmesse am Wochenende durchaus optimistisch entgegen. Eines lässt sich aber leider nicht planen: das Wetter.
21.06.2010, 00:46
Lesedauer: 3 Min
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Von Femke Schierenbeck

Weyhe-Kirchweyhe. Alles war so gut vorbereitet: 67 Aussteller standen in den Startlöchern, das Rahmenprogramm versprach viel Abwechslung und die Organisatorinnen Rita Wegg vom Sozialverband Kirchweyhe und Katrin Kurtz vom Behindertenbeirat sahen der zweiten Weyher Sozial- und Gesundheitsmesse am Wochenende durchaus optimistisch entgegen. Eines lässt sich aber leider nicht planen: das Wetter.

'Durch das miese Wetter haben wir bestimmt einige hundert Besucher verloren", musste Rita Wegg zum Ende des Messetages resigniert feststellen. 'Das ist wirklich ärgerlich. Da plant man seit Oktober, und dann wird diese Arbeit nicht mal mit ein wenig Sonnenschein belohnt', fügte sie etwas enttäuscht hinzu. Enttäuscht braucht sie aber eigentlich gar nicht zu sein, denn vor allem die Aussteller in dem 45 mal 15 Meter großen Zelt waren sich einig: 'Diese Messe war wieder ein großer Erfolg.'

Über den Tag verteilt flanierten etwa 2500 Besucher über den Marktplatz und durch das Messezelt, in dem die Aussteller ihre Stände aufgebaut hatten. Von ambulanten Pflegediensten, Apotheken, Ernährungsberatung, Gesundheitssport, Hörakustik, Krankenkassen und Naturheilmethoden bis hin zu Optikern, Sanitätshäusern, Gästeführung und Zahntechniker bekamen die Besucher ein umfangreiches Angebot zum Thema Wohlbefinden, Vorsorge und sozialem Miteinander geboten. Neben den gewerblichen Ausstellern nutzten auch soziale Verbände und Vereine wie das Deutsche Rote Kreuz, das Kinderhospiz Löwenherz, der TuS Sudweyhe oder die SV Kirchweyhe den Anlass um sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

'Ich freue mich besonders, dass auch viele junge Familien heute hier waren und sich informiert haben', bemerkte Rita Wegg. Die Beobachtung machte auch Kerstin Wecky von der Weyher Gästeführung. 'Wir haben viele gute Gespräche geführt. Dabei haben sich auch viele jüngere Leute über unser Programm informiert, die zuvor noch gar nichts von uns gehört hatten." Mit ihrer ersten Teilnahme auf der Messe waren die Weyherinnen daher sehr zufrieden und kündigten schon jetzt an: 'Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei.'

Auch Martin Steinke, Geschäftsführer des Sanitätshauses Brandtscheidt, zeigte sich zum Ende des Messetages äußerst angetan. 'Wir präsentieren hier heute unseren Rollator und ganz neu unsere Aktiv-Schuhe', erklärte er. Und genau diese Schuhkollektion stieß auf großes Interesse - auch bei der jüngeren Generation. 'Viele Besucher haben uns direkt angesprochen und sich mit Prospekten eingedeckt."

Großer Andrang war vor allem an den Ständen zu verzeichnen, an denen die Besucher selbst gefordert waren - sei es beim Seh- oder Hörakustiktest oder auch beim Genießen einer Thai-Wellness-Massage. Dass es - trotz des Wetters - keinen Grund zum Klagen gab, fand auch Bremens früherer Bürgermeister Henning Scherf, der sich im Laufe des Tages auf der Messe umsah. 'Er war ganz angetan von unserem Angebot und würde dieses auch gerne in Bremen präsentieren', berichtete Rita Wegg. Und die Erfolgsmeldungen gehen noch weiter. 'Unser gesamter Teig - bestehend aus 120 Eiern - ist alle, und hiermit spenden wir alle unsere Einnahmen zugunsten der Knochenmarktypisierungsaktion', verkündete Silke Wittrock am späten Nachmittag stolz. Die Pädagogin der KGS Leeste hatte zusammen mit den Schülern ihrer Lese-AG Waffeln gebacken und verkauft. Unterstützt wurden sie dabei von Jürgen Knief vom Sozialverband, der die riesigen Teigmengen vorbereitet hatte. 'Das hat allen großen Spaß gemacht - nur können wir jetzt alle keine Waffeln mehr sehen und riechen', fügte die Lehrerin schmunzelnd hinzu.

Apropos Typisierungsaktion: Der Weyher Arzt Thomas Wichmann leitete die Aktion für Knochenmarkspenden während der Messe in einem weiteren Zelt. Und das mit großem Zulauf, wie Rita Wegg mitteilte: 'Innerhalb von zwei Stunden waren alle 50 vorgesehenen Sets aufgebraucht.' Und die Nachfrage ('Etwa 200 Vormerkungen') war so enorm, dass sich Wichmann sogleich bereit erklärte, am Sonnabend, 21. August, eine zweite Typisierungsaktion auf dem Weyher Wochenmarkt anzubieten. Die KGS-Schüler waren am Ende nicht die einzigen, die ihre Einnahmen des Tages für die Aktion spendeten. Auch der Lionsclub Syke-Hunte-Weser und der Kirchweyher Chor überreichten Rita Wegg eine Spendensumme.

Neben Ausstellern und Genüssen sorgte auch das Rahmenprogramm für Begeisterung. Sowohl musikalische, als auch tänzerische und schauspielerische Darbietungen waren auf der Bühne zu sehen. 'Ein großes Lob gilt den Veranstaltern - wir sind mit der ganzen Familie hier, und für jeden war etwas dabei. Diese Mischung hat uns allen sehr gut gefallen", zog eine Besucherin aus Bremen ein positives Resümee. Da bleibt Rita Wegg nur eines zu sagen: 'In zwei Jahren wird es die nächste Weyher Sozial- und Gesundheitsmesse geben.'

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