Neues Gewerbegebiet an der B6 in Melchiorshausen 36600 Quadratmeter sind noch frei

Weyhe. Der Geist von Margarete Steiff soll in Melchiorshausen beschworen werden. Deshalb trägt die Straße, die in das neue Gewerbegebiet an der Bundesstraße 6 führt, den Namen der Unternehmerin, die trotz schwerer Krankheit die nach ihr benannten Stofftiere zu Weltruhm führte. 'Diesen Unternehmergeist wünschen wir uns auch für die Betriebe, die sich hier ansiedeln', hofft Steffen Nadrowski, Leiter des Fachbereichs Bau, Planung und Umwelt.
04.05.2010, 07:24
Lesedauer: 2 Min
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Von Nils Hartung

Weyhe. Der Geist von Margarete Steiff soll in Melchiorshausen beschworen werden. Deshalb trägt die Straße, die in das neue Gewerbegebiet an der Bundesstraße 6 führt, den Namen der Unternehmerin, die trotz schwerer Krankheit die nach ihr benannten Stofftiere zu Weltruhm führte. 'Diesen Unternehmergeist wünschen wir uns auch für die Betriebe, die sich hier ansiedeln', hofft Steffen Nadrowski, Leiter des Fachbereichs Bau, Planung und Umwelt.

Die Margarete-Steiff-Straße für die erste Baustufe des Gebietes ist nun fertig, insgesamt 50000 Quadratmeter neue Gewerbefläche stehen in Weyhe zur Verfügung. Die Gesamtkosten für die Baustraße mit ihrer zurzeit noch provisorischen Entwässerung liegen nach Angaben der Gemeinde bei etwa 165000 Euro. Fehlen eigentlich nur noch die neuen Firmen vor Ort. 'Die Flächen eignen sich besonders gut für kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerker und Dienstleister', so die Überzeugung bei der Gemeinde.

Zuständig für die Vermarktung des Gebietes ist Weyhes Wirtschaftsförderer Dieter Helms. 'Wir haben ohne viel Werbung bereits drei Gebiete an den Mann gebracht. Das Rathaus und insbesondere die Wirtschaftsförderung stehen jetzt für weitere Interessentengespräche bereit', so Helms. Zwei 'örtliche Unternehmen' (Helms) haben sich ihre Flächen von 1900 und 1500 Quadratmetern direkt an der B 6 bereits gesichert. Und ein richtig großes Stück vom Melchiorshauser Kuchen geht an die landwirtschaftliche Genossenschaft GS Agri (wir berichteten). '10000 Quadratmeter übernimmt die GS Agri. Im Frühjahr 2011 wollen die hier schon ihre Ernte einfahren', erklärt Nadrowski.

Etliche Anfragen bereits im vergangenen Jahr

In Windeseile habe die Gemeinde das Bebauungsplan-Verfahren 'zur Planreife geführt', wie es in der Mitteilung der Gemeinde heißt. Denn bereits im vergangenen Jahr hätte es Anfragen von Unternehmen gegeben. Als dann auch noch GS Agri den Hut in den Ring warf, wurde das Gewerbegebiet kurzerhand nach Westen erweitert. Allerdings nicht, ohne Ausgleichsflächen festzulegen, die sogar überwiegend im Gebiet selbst liegen, am Gänsebach nämlich.

Apropos Gänsebach: Dem kleinen Fluss kommt bei der Entwässerung der Straße eine wichtige Rolle zu. Denn diese Entwässerung war eine 'besondere technische Herausforderung' (Nadrowski) - und zwar wegen des hohen Grundwassers an Ort und Stelle. Das gesamte sogenannte Oberflächenwasser soll, so der Plan, über einen Regenwasserkanal in ein Klärbecken geleitet werden. Und von dort aus wird das (geklärte) Niederschlagswasser dann in den Gänsebach geleitet.

Und noch eine Neuerung bringt das ganz frische Gewerbegebiet mit sich: Die Einmündung der Birkhuhnstraße in die B 6 ist nicht mehr geöffnet, eine Zufahrt ist in Zukunft nur noch über die Margarete-Steiff-Straße möglich. Hintergrund: Die Verantwortlichen versprechen sich eine höhere Verkehrssicherheit mit nur noch einer Einmündung - anstelle von zweien kurz hintereinander.

Alle Interessenten für einen Teil der verbliebenen 36600 Quadratmeter sollten sich an Dieter Helms unter Telefon 04203/71-218 wenden. Per E-Mail ist der Wirtschaftsförderer der Gemeinde Weyhe unter helms@weyhe.de zu erreichen.

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