Stuhr-Heiligenrode Abrissbagger macht die Klosterschänke platt

Stuhr-Heiligenrode. Jetzt schafft der Abrissbagger im Heiligenrodes guter Stube neue Tatsachen: Nach dem Klosterhof wird zurzeit auch die Klosterschänke in unmittelbarer Nachbarschaft dem Erdboden gleichgemacht. Die Arbeiten sind mittlerweile weit fortgeschritten.
21.05.2010, 20:15
Lesedauer: 1 Min
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Von Hauke Gruhn

Stuhr-Heiligenrode. Jetzt schafft der Abrissbagger im Heiligenrodes guter Stube neue Tatsachen: Nach dem Klosterhof wird zurzeit auch die Klosterschänke in unmittelbarer Nachbarschaft dem Erdboden gleichgemacht. Die Arbeiten sind mittlerweile weit fortgeschritten, in etwa anderthalb Wochen wird der Abriss der Traditionsgaststätte abgeschlossen sein. An Stelle der Klosterschänke sollen Einfamilienhäuser entstehen. Die neue Bebauung soll sich an das Ortsbild im Zentrum mit dem Klosterensemble anpassen.

Überall liegen Steine herum, Bretter, Dachziegeln, Fliesen. Der Abrissbagger macht ein Höllenkrach, es rumpelt und quietscht. Doch viele Spaziergänger wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen, die Fotoapparate und Kameras werden gezückt, um die Erinnerung in Bildern festzuhalten. Dabei sind die Gefühle durchaus gemischt. 'Schon traurig', sagt ein Passant aus Bremen, der früher in Heiligenrode aufwuchs. 'Erst brennt der Klosterhof ab - und jetzt das.' Früher gehörten beide Lokalitäten zum täglichen Anblick für ihn - schließlich besuchte er einst die Schule in dem Gebäude, das heute als Gemeindehaus dient.

'Gaststätten haben es heute eben schwer', findet eine Heiligenroderin, die früher direkt neben der Klosterschänke gewohnt hat. 'Die jungen Leute gehen nicht mehr in Gaststätten, auch weil sie es sich nicht leisten können. Dann leben die nur noch von den Rentnern - das geht auf Dauer natürlich nicht', zeigt sie Verständnis für die Aufgabe der Klosterschänke.

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