Andreas Iloff nimmt Stellung

AfD-Vorsitzender wehrt sich gegen "Reichsbürger"-Vorwurf

In einer schriftlichen Stellungnahme hat sich der AfD-Kreisverbandsvorsitzende Andreas Iloff zu Vorwürfen geäußert, sogenannten "Reichsbürgern" zumindest nahe zu stehen. Er geht dabei auch in die Offensive.
12.09.2017, 17:46
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AfD-Vorsitzender wehrt sich gegen
Von Sebastian Kelm
AfD-Vorsitzender wehrt sich gegen "Reichsbürger"-Vorwurf

Bezieht Stellung: Andreas Iloff, hier bei der AfD-Veranstaltung kürzlich in Brinkum.

Janina Rahn

Eine Woche nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen seine Person hat Andreas Iloff, Kreisverbandsvorsitzender der AfD im Landkreis Diepholz und Mitglied des Kreistags, dazu Stellung bezogen. Wie berichtet, hat die bekannte Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke herausgefunden, dass der Kirchdorfer führender Kopf des Geheimordens „Deutschen Bund“ ist oder zumindest war. Diesen verortet Andrea Röpke in der Nähe der sogenannten Reichsbürger-Bewegung, die die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik Deutschland anzweifelt. Iloff lud 2014 – da schon bei der AfD – im Namen der als rechtsextrem eingestuften Vereinigung zu Versammlungen ein. Das belegen auch Unterlagen, die unserer Zeitung vorliegen.

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In einer schriftlichen Stellungnahme lässt Andreas Iloff nun über AfD-Sprecher Harald Wiese verlautbaren, als „altgedienter Einsatzsoldat“ einen Eid auf das Grundgesetz der Bundesrepublik geleistet zu haben und sich diesem bis heute verbunden zu fühlen: „Die Verfassung dieses Landes zu wahren, war auch bei meiner Entscheidung zum Eintritt in die AfD ein Hauptgrund.“ Außerdem stellt er klar: „Ich war und bin in keiner Sekte, keinem Orden oder in irgendeiner anderen genannten eingetragenen Organisation.“ Er habe sich als „Freigeist“ zudem nie instrumentalisieren lassen und wehre sich jetzt dagegen, „von Linksradikalen und Linksextremen katalogisiert“ zu werden. Es gebe auch keine Belege dafür, dass er vom Verfassungsschutz überwacht wird. Das habe eine von ihm selbst gestellte Anfrage ergeben.

Der Vorstand der AfD Kreisverband Diepholz erklärt zudem grundsätzlich, sich als „Liberale und Konservative“ zu verstehen. Weiter heißt es: „Unsere Bezugspunkte sind die Bundesrepublik Deutschland und das Grundgesetz. Wir haben keine gemeinsamen Ziele mit Reichsbürgern oder dem sich selbst ,nationaler Widerstand‘ nennenden Bodensatz völkischer Nationalisten mit inhaltlichen Traditionslinien zur finstersten Epoche unserer Geschichte.“ Man lehne es „aus tiefster Überzeugung“ ab, politisch mit diesen „Personenkreisen“ zusammen zu arbeiten.

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