Gemeinde Stuhr übergibt Ehrenamtskarten

Anerkennung auf Antrag

Weitere fünf Ehrenamtskarten sind in der Gemeinde Stuhr vergeben worden. Das es nicht mehr geworden sind, dürfte am Prozedere liegen.
15.05.2018, 18:22
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Anerkennung auf Antrag
Von Sebastian Kelm
Anerkennung auf Antrag

Sie sind der Gemeinde Gold wert (von links): Reinhard Drabner, Christian Meinen, Nico Wahlers, Tim Wiechmann, Klaus Krusch mit Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen.

Jonas Kako

Stuhr. Mindestens fünf Stunden unentgeltliches Engagement pro Woche oder 250 Stunden jährlich über mindestens drei Jahre – über diese Voraussetzung für den Erwerb der Niedersächsischen Ehrenamtskarte können Christian Meinen, Nico Wahlers und Tim Wiechmann nur müde lächeln. Allein schon als Funktionsträger der Ortsfeuerwehr Brinkum erfüllen sie diese locker. Und dann kommt noch das derzeit so hohe Einsatzaufkommen mit den vielen Unfällen auf der A 1 und den häufigen Bränden hinzu. Da verwundert es eigentlich, dass nicht mehr Mitglieder den Antrag auf diese Anerkennung gestellt haben. Wie Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen am Dienstag überhaupt nur fünf neue goldene Nachweise der freiwilligen Tätigkeit überreichen konnte, womit sich die Zahl der Inhaber in der Gemeinde auf 21 erhöht. Im Oktober bei der vorigen Vergaberunde waren es immerhin elf.

"So ganz hat sich das wohl noch nicht rumgesprochen", erklärt sich Meinen, Pressesprecher der Brinkumer Wehr, die zögerliche Inanspruchnahme. Dabei kenne er viele andere Mitglieder, die diese Karte und die damit verbundenen Vergünstigungen ebenfalls verdienen würden. Er und seine Mitstreiter hätten da mit gutem Beispiel vorangehen wollen. Sie würden sich wünschen, dass weitere Brinkumer Brandbekämpfer die Ehrenamtskarte beantragen.

Genau in diesem Verfahren liegt aber das Problem, meinen Reinhard Drabner und Klaus Krusch vom Vorstand der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, die das Quintett komplettieren. "Schade, dass man sich selbst darum kümmern muss, die Karte zu bekommen", sagt der Vereinsvorsitzende Drabner. Kassenwart Krusch ergänzt: "Es wäre schön, wenn dieser Schritt von jemand anderem käme." Dass dies nicht die Gemeinde Stuhr sein kann, ist beiden auch klar. Sie finden, es wäre am Land, auf die Ehrenamtlichen zuzugehen – damit sich die nicht als Bittsteller fühlen müssen.

Dann, da sind die TSG-Vertreter sich sicher, würden auch mehr Mitglieder eine solche Karte haben wollen. Etwa 300 hat der Verein laut Drabner, 30 bis 40 davon dürften für eine Verleihung qualifiziert sein.

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