Die Marina Wieltsee ist kaum wiederzuerkennen / Arbeiten liegen im Zeitplan Basis für Gastronomie schwimmt schon

Anfang April sollen die ersten Boote am Yachthafen am Wieltsee anlegen. Bis dahin wird auch die neue Marina fertig sein, ist sich Betreiber Ralf Hartwig sicher. Die geplante Gastronomie aber wird dann allerdings noch nicht den Betrieb aufgenommen haben. Immerhin: Pontons dafür sind jetzt im Wasser. Was sich sonst den Winter über getan hat, wollten sich nun Vertreter der Gemeinde Weyhe ansehen.
04.02.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Basis für Gastronomie schwimmt schon
Von Sebastian Kelm

Anfang April sollen die ersten Boote am Yachthafen am Wieltsee anlegen. Bis dahin wird auch die neue Marina fertig sein, ist sich Betreiber Ralf Hartwig sicher. Die geplante Gastronomie aber wird dann allerdings noch nicht den Betrieb aufgenommen haben. Immerhin: Pontons dafür sind jetzt im Wasser. Was sich sonst den Winter über getan hat, wollten sich nun Vertreter der Gemeinde Weyhe ansehen.

Noch dümpelt einer der alten Stege einsam und nicht länger benötigt im Wasser. Er ist eines der letzten Überbleibsel der Zeit vor der großen Umgestaltung an der Marina Wieltsee. Doch auch er wird bald verschwunden sein. „Den stiften wir dem Verein Pro Yougend“, erzählte Ralf Hartwig, neuer Pächter und treibende Kraft hinter dem Projekt, das nicht zuletzt von Seiten der Gemeinde Weyhe nach Jahren des Verfalls am Yachthafen freudig begrüßt wurde.

Um sich einen Eindruck vom Stand der Arbeiten zu machen, die im Juli des vergangenen Jahres anliefen und mit dem Abriss des maroden Hafenmeisterei-Gebäudes im Oktober so richtig starteten, waren nun Bürgermeister Frank Lemmermann, Erster Gemeinderat Andreas Bovenschulte und Gemeindejustiziar Matthias Lindhorst zum Wieltsee gekommen. Und das Trio staunte nicht schlecht darüber, was sich dort über die Wintermonate alles verändert hat – zum Positiven. „Das ist mal was ganz anderes, der Steg hier“, stellte Bovenschulte zufrieden fest.

Gemeint war natürlich nicht der schiefe Steg mit den von der Witterung gezeichneten Holzbalken, sondern der 68 Meter lange, neue Quersteg aus solidem Beton. Der verläuft vor etwas, das Anblick und Angebot der Marina maßgeblich prägen wird: die vor kurzem ins Wasser gelassenen Pontons. Sie sollen demnächst eine schwimmende Gastronomie tragen, die eine Grundfläche von 13 mal 16 Metern haben wird. Den Großteil wird das geplante Restaurant einnehmen, außerdem soll Platz für eine dazugehörige Terrasse direkt am See sein.

Die etwa neun Meter breite Hütte, in der es künftig Getränke und einfache Speisen für die Marina-Gäste geben soll, ist laut Hartwig bereits in Auftrag gegeben worden. Errichtet werde ein Blockhaus im schwedischen Stil mit Ziegeldach und drei großen Fensterfronten, die bei gutem Wetter auch geöffnet werden können, wie der Pächter erklärte. „Betreiber gibt es für das Lokal auch schon“, verriet er. Dabei soll es sich um ein Paar handeln, das über mehr als acht Jahre Erfahrung mit einer Vereinsgaststätte im Wassersportbereich verfüge.

In der Gastronomie sieht Lemmermann den potenziellen Publikumsmagneten für die Marina. „Genau das hat immer gefehlt“, so der Verwaltungschef. Bovenschulte wiederum könne sich vorstellen, dass das kleine Lokal zum beliebten Anlaufpunkt auch für Radwanderer auf der Durchreise und Weyher auf der Suche nach Naherholung werden dürfte – nicht nur für Mieter eines Liegeplatzes.

Von denen, davon ist Hartwig überzeugt, werde es bald wieder einige mehr geben. „Zuletzt waren gerade einmal 70 Plätze fest belegt“, berichtete er. Dabei stünden etwa 200 zur Verfügung. Auch Boote mit einer Länge von bis zu 23 Metern könnten problemlos am Yachthafen vor Anker gehen.

Was ihn optimistisch stimmt, ist die bisherige Resonanz auf die Fortschritte am Wieltsee. Interesse sei reichlich bekundet worden. „Viele Leute werden neu bei uns anmieten. Die Abwanderungsphase ist gestoppt“, ist Hartwig sicher. Aufgrund der einmaligen Lage, dem vorhandenen Platz und der „Badewasserqualität“ habe der Wieltsee beste Voraussetzungen, um sich zum schönsten Anlegeplatz der Gegend zu entwickeln.

Dafür sind nach Angaben Hartwigs bislang etwa 150000 Euro in die Anlage gesteckt worden – zusätzlich zu unzähligen Arbeitsstunden. Die gut dreimonatige Aufräumzeit sei jetzt jedenfalls so gut wie abgeschlossen. Was ist dabei alles zum Einsatz gekommen? „Eine große Flex und ein Müllcontainer nach dem anderen“, gab Hartwig lachend zu Protokoll.

Apropos Container: In einem solchen ist die neue

Hafenmeisterei untergebracht. Wirklich schmuck sieht die aktuell nicht aus. Der Marina-Macher kündigte aber noch einiges an Umgestaltung an. Und gleich nebenan soll ein Grillplatz zum Verweilen einladen, wenn im April die ersten Boote am Wieltsee ankommen. „Wir konnten im Winter komplett durcharbeiten, liegen also voll im Plan“, so Hartwig.

Wer sich über die Entwicklung an der Marina Wieltsee informieren möchte, kann das auch im Internet unter www.marina-wieltsee.com.

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