Ortsumgehung Brinkum Bauarbeiten sollen bis Freitag beendet werden

Stuhr-Brinkum. Noch zeugen rot-weiße Balken am Fahrbahnrand Richtung Bremen von den Bauarbeiten an der Brinkumer Ortsumgehung. Doch auch die sollen bis Freitag verschwunden sein.
02.06.2010, 15:53
Lesedauer: 3 Min
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Bauarbeiten sollen bis Freitag beendet werden
Von Markus Tönnishoff

Stuhr-Brinkum. Noch zeugen rot-weiße Balken, die am Fahrbahnrand in Richtung Bremen stehen, von den Bauarbeiten an der Brinkumer Ortsumgehung. Doch auch die sollen bis Freitag verschwunden sein. 'Am Freitag ist die Straße dann endgültig fertig', versprach gestern Uve Schmidt von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Noch gilt Tempo 30 auf der Ortsumgehung. Doch auch die Tempo-30-Schilder sollen bis Freitag fort sein - dann werden dort wieder die Tempo-70-Schilder am Fahrbahnrand stehen. Hatte die Ortsumgehung früher eine Fahrspur je Richtung, sind es zukünftig streckenweise zwei Spuren je Richtung - und das, ohne dass die Straße verbreitert worden ist. Das hört sich wie Zauberei an, ist aber eigentlich ganz einfach: Die Planer haben die vorhandene Straßenbreite (15 Meter) nur anders aufgeteilt. Jetzt können die Autofahrer, die aus Richtung Bassum kommen, kurz nach dem Bahnübergang auf zwei Spuren in Richtung Bremen und der Autobahn 1 fahren.

Aus Richtung Bremen geht es bis zum Bahnübergang (wie früher auch) einspurig in Richtung Bassum. Kurz nach dem Übergang jedoch gibt es auch in Richtung Bassum zwei Spuren - bis zur Diepholzer Straße. 'Direkt am Bahnübergang gibt es jedoch nur eine Spur je Richtung, denn wenn der Übergang von zwei Spuren gekreuzt wird, wäre das aus Gründen der Sicherheit teuer geworden,' erklärte Dietmar Thomsik, der ebenfalls von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Nienburg nach Stuhr gekommen war, um das Projekt zu erläutern.

Künftig keine Standstreifen

Apropos Bahnübergang: Der soll später im Zuge der Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 verschwinden und durch eine Brücke ersetzt werden. Spätestens dann werde auch in diesem Bereich die Straße neu aufgeteilt, sodass zwei Spuren entstehen.

Da die vorhandene Straßenfläche neu aufgeteilt wurde, fallen jedoch zukünftig die früher rechts und links gelegenen Standstreifen weg, lediglich zwei 25 Zentimeter breite Randstreifen säumen jetzt die Fahrbahnen, die 3,50 Meter beziehungsweise 3,75 Meter breit sind. In der Mitte verläuft ein 50 Zentimeter breiter Trennstreifen. Und weil die Bauarbeiter der Firma Matthäi aus Verden schon gerade dabei waren, haben sie auch gleich noch die Fahrbahndecke auf der gesamten Strecke erneuert. Die Bahnen hatten teilweise Spurrillen, waren rissig und schon öfter geflickt worden. Insgesamt hat das Projekt 730000 Euro gekostet, die jedoch aus den Kassen des Bundes geflossen sind.

Täglich rund 25000 Autos

Ursprünglich sollte die Erweiterung zeitgleich mit der Sanierung der Leester Straße über die Bühne gehen. Doch die Planer befürchteten, dass es dann noch mehr Verkehrsbehinderungen gegeben hätte, sind doch beide Straßen wichtige Verbindungen in Richtung Bremen.

Im Jahr 2007 setzten sich Mitarbeiter der Gemeinde mit Vertretern der Polizeiinspektion Diepholz und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit Sitz in Nienburg zusammen, um über eine veränderte Verkehrsführung auf der Ortsumgehung nachzudenken. Nach Angaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr rollen täglich etwa 25000 Autos über die Straße, 13 Prozent davon seien Lastkraftwagen. 'Durch diese sehr hohe Verkehrsbelastung, die auch durch die Zufahrten aus Erichshof und Leeste entsteht, ist es bisher in Zeiten des Berufsverkehrs immer wieder zu Verkehrsstaus gekommen, hauptsächlich in den Morgenstunden in Fahrtrichtung Bremen', erläutert Hartmut Martens, Fachdienstleiter für Verkehr, Ordnung und Soziales im Stuhrer Rathaus.

'Auf der Ortsumgehung Brinkum treffen die Verkehrsströme der Bundesstraße 6 aus Richtung Süden und die der Bundesstraße 51 aus Richtung Westen aufeinander und fließen in Richtung Bremen und zur Autobahn 1. Die Ortsumgehung ist eine wichtige überregionale Straßenverbindung mit sehr hohem Verkehrsaufkommen', erklärt Thomsik. Die Neugestaltung der Strecke sei auch sinnvoll im Hinblick auf einen eventuellen Bau der sogenannten Bundesstraße 6-neu. Darüber hinaus habe die Ortsumgehung eine wichtige Funktion als Umleitungs- und Ausweichstrecke für die Autobahn 1. Der Auftrag für die Neugestaltung des knapp drei Kilometer langen Streckenabschnitts wurde am 30. März des vergangenen Jahres vergeben. Fast genau ein Jahr später, am 22. März dieses Jahres, rückten die Arbeiter auf der Straße an, um sich um die Neugestaltung der Straße zu kümmern.

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