Achim Grunemann malt Wand- und Deckengemälde für den Stall von Bethlehem Besinnlicher Ort auf dem Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt auf dem Kirchweyher Marktplatz zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus. Zum einen ist er im gesamten Landkreis der einzige, der über mehrere Wochen läuft, und zum anderen ist seit drei Jahren der Stall von Bethlehem fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Budenzaubers. Aber dieser Stall ist nicht nur einfach ein Stall, sondern er entwickelt sich zur Künstlerstätte. Dafür sorgen der Kunsthandwerker Stefan Voigt und der Maler Achim Grunemann.
08.12.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Femke Liebich

Der Weihnachtsmarkt auf dem Kirchweyher Marktplatz zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus. Zum einen ist er im gesamten Landkreis der einzige, der über mehrere Wochen läuft, und zum anderen ist seit drei Jahren der Stall von Bethlehem fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Budenzaubers. Aber dieser Stall ist nicht nur einfach ein Stall, sondern er entwickelt sich zur Künstlerstätte. Dafür sorgen der Kunsthandwerker Stefan Voigt und der Maler Achim Grunemann.

Während sich Stefan Voigt um die entsprechenden Krippenfiguren aus Lindenholz wie Maria und Josef, das Jesuskind sowie die Schafe und den Esel kümmert, widmet sich Achim Grunemann den Wand- und Deckenbildern in dem Stall. Selbstverständlich steht über beiden künstlerischen Arbeiten der Titel „Stall von Bethlehem“ und mit ihm die Weihnachtsgeschichte. „Das hier ist wirklich ein Langzeitprojekt“, stellt der Weyher Künstler und ehemalige Pädagoge beim Blick durch den hölzernen Stall fest. Selbiger bietet insgesamt Platz für knapp 50 Gemälde. Die Hälfte davon ist bereits mit entsprechenden Bildern bestückt. Aber eben nur die Hälfte. „Ich habe in diesem Jahr bereits im Sommer angefangen und bis jetzt weitere sieben Bilder fertiggemalt, damit wir ein wenig vorankommen“, erklärt Achim Grunemann. Mit „wir“ meint er neben seiner Person auch seine künstlerischen Mitstreiterinnen Kirsi Routavaara, Anneliese Rohloff, Sonja Eden und Dagmar Camphausen. „Ich habe rund 20 Jahre Kunstkurse an der Volkshochschule gegeben. Diese vier Frauen sind aus den Kursen sozusagen übrig geblieben und haben mir bereits vor drei Jahren ihre tatkräftige Unterstützung zugesagt“, führt er weiterhin aus.

Die Idee für den „Stall von Bethlehem“ stammt im Übrigen von Heinz-Hermann Kuhlmann. Der Vorsitzende des Vereins Marktplatz Weyhe und Organisator des Weihnachtsmarktes wollte mit dem Stall ein Ort der Besinnung schaffen. „Zwischen all dem Budenzauber soll dieser Ort die Besucher an den Ursprung von Weihnachten erinnern“, erklärt Achim Grunemann, der von Kuhlmann bereits frühzeitig ins Boot geholt wurde, um den Stall entsprechend künstlerisch zu gestalten. „Zwischen Glühwein und Bratwurst ist es eben nicht verwerflich, sich auch mal die Frage zu stellen: Warum sind wir eigentlich auf einem Weihnachtsmarkt?“, fügt der Künstler hinzu.

In den vergangenen Jahren hat sich Achim Grunemann künstlerisch sehr intensiv mit der Weihnachtsgeschichte befasst, um diese anschließend mit Acrylfarbe auf die vorgefertigten Holzplatten zu bringen. Die Ankündigung, die Herbergssuche sowie die Darstellung der Heiligen Familie und der Heiligen Drei Könige bilden dabei die vorrangigen Motive. An der Decke sind darüber hinaus reine Engelsbilder zu sehen. „Man kann es drehen und wenden wie man will, die Motive sind immer die Gleichen. Von daher ist es jetzt eine große Herausforderung, auch noch die übrigen Holzplatten künstlerisch zu gestalten“, erklärt Achim Grunemann.

Aber auch wenn sich Maria, Josef und das Jesuskind in den Bildern wiederholen, so ist doch jedes Bild für sich etwas Besonders. Und das freut den künstlerischen Schaffer. „Ich spreche auch gerne von einer Bildergalerie. Denn wir fünf haben alle unsere eigene Handschrift, und jeder hat eben andere Vorstellungen von der Weihnachtsgeschichte“, sagt er.

Aktuell arbeitet er an einem Bild, in dem Maria alleine im Vordergrund steht. „Ich habe die Familie jetzt einmal aufgesplittet. In dem Bild nebenan sind Josef und das Jesuskind zu sehen“, erklärt Achim Grunemann. Wie schon in den Jahren zuvor lässt er sich auch in diesem Jahr gelegentlich bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Gestern hatte er dafür seinen Arbeitsplatz mit Staffelei, Farbtuben und Pinseln im Weihnachtsmarktzelt aufgebaut. Unterstützung bekam er dabei von Kirsi Routavaara, die ebenfalls mit einem weiteren Wandbild beschäftigt ist.

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