Weyher Band tritt bei "Local Heroes" auf "Better Run" proben auf dem Dachboden

Weyhe-Kirchweyhe. Garagenbands? Klar, gibt es viele. Aber Dachbodenbands? Better Run aus Weyhe, das ist eine lupenreine Dachbodenband. Am 21. August treten die vier Jungs aus Weyhe beim Local Heroes-Wettbewerb im Syker Jugendhaus auf.
07.08.2010, 04:23
Lesedauer: 2 Min
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Von Nils Hartung

Weyhe-Kirchweyhe. Garagenbands? Klar, gibt es viele. Aber Dachbodenbands? Better Run aus Weyhe, das ist eine lupenreine Dachbodenband. Zumindest bis vor etwa einem Monat. Doch davon später mehr. Am 21. August treten die vier Jungs aus Weyhe beim Local Heroes-Wettbewerb im Syker Jugendhaus auf. Und Stefan, Thorben, Lutz und Patrick rechnen sich gute Chancen aus - dabei gibt es die Band erst seit zwei, drei Monaten.

Ungefähr seit einem Monat üben Better Run mittlerweile in einem Proberaum in der Kirchweyher Straße Im Bruch. Davor hauten sie bei Thorben und Stefans Eltern in die Saiten. Und zwar auf dem Dachboden. 'Am Anfang war das schon ein bisschen anstrengend. Aber mittlerweile machen sie ja Musik mit mehr Melodie', verrät Papa Poggensee. Trotzdem haben Stefan (Gitarre und Gesang), Thorben (Schlagzeug), Lutz (Bass) und Patrick (Gitarre und Gesang) mittlerweile das Weite gesucht und sind in das neue Refugium umgezogen.

Immer an ihrer Seite: Tobias Eßers. Und der Mann ist Gold wert. Eßers ist ausgelernter Veranstaltungstechniker und kümmert sich jetzt um die Technik von Better Run. Ehrenamtlich. 'Das sind ja Freunde von mir. Außerdem ist es auch besser, wenn ich gleich da bin, falls mal was kaputt geht. Dann kann ich das gleich reparieren und die Probe kann weitergehen', erzählt Eßers.

Eine Band, noch ohne Album, aber schon mit eigenem Techniker. Ungewöhnlich. Fünf, sechs eigene Songs haben Better Run mittlerweile geschrieben, dazu beherrschen sie noch zwölf bis 15 Coverversionen. Vor allem von einer Band: Blink 182. Die US-Amerikaner sind Namensgeber und musikalische Vorbilder für Better Run. 'Unser Name stammt aus dem Refrain von ,Easy Target?, einem Song von Blink 182', sagt Patrick. Am 24. August, nur drei Tage nach ihrem eigenen Auftritt, sehen die Weyher ihre Idole zum ersten Mal live mit eigenen Augen. 'Bisher haben wir die nur auf DVD oder bei You Tube angeschaut', sagt Lutz.

Bei ihrem eigenen Gig haben sie etwa 30 Minuten Zeit, um das Publikum zu überzeugen. Das Publikum besteht dabei aus einer Jury sowie den etwa 120 Leuten im Syker Jugendhaus. Eine kleine Schar Auswärtsfans wollen Better Run natürlich aktivieren. 'Unser Vater wollte zuerst schon einen Bus mieten', erklärt Thorben. Jetzt nehmen sie etwa 20 bis 30 Fans mit, die in Syke für sie jubeln sollen. Jubel-Weyher sozusagen.

Dabei sind Better Run gar nicht die einzigen Musiker aus der Gemeinde, die beim Local Heroes-Wettbewerb antreten. Trotzdem sind die vier 18- bis 21-Jährigen selbstbewusst. 'Wir kennen die anderen Bands zwar nicht. Aber wir haben uns natürlich informiert. Und: Angst macht uns keiner', ist Patrick überzeugt. Die drei Kollegen nicken beipflichtend.

Den Feinschliff holen sie sich zurzeit im Proberaum. Freitags ist Pflichttermin, dazu noch ein-, zweimal wenn alle können. Gar nicht so einfach: Alle vier haben einen richtigen Job. Kein Studentenlotterleben sondern Arbeit bei Versicherung, Krankenkasse oder als Elektriker. 'Klar ist das dann nicht immer einfach, Termine zu finden. Doch für mich ist es auch eine echte Abwechslung. Ansonsten wäre es ja nur Arbeit, Essen, Schlafen', sagt Stefan. Deshalb treffen sie sich lieber auf ein, zwei Bier und ein, zwei Lieder im Proberaum. Patrick schreibt die Texte, Stefan die Melodien. Das passt. Schreit eigentlich nach einem Album, oder? 'Auf jeden Fall. Aber dazu brauchen wir noch ein paar Stücke mehr', sind die Jungs überzeugt. An Song Nummer fünf arbeiten sie gerade, mindestens zehn sollen es werden. Und ein Sieg beim Vorentscheid von Local Heroes wäre sicher kein Nachteil bei der Suche nach einer Plattenfirma.

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