Viele unterschiedliche Fische bei der Zierfischbörse der Aquarienfreunde Weyhe zu bewundern Blick in die Unterwasserwelt

Weyhe-Sudweyhe. Südamerikaner, Ostafrikaner, Ostasiaten, Nordamerikaner: Viele Einwohner weit entfernter Kontinente waren jetzt in der Sudweyher Grundschule zu bestaunen. Allerdings handelte es sich dabei nicht um Menschen - sondern um Fische. Der Verein Aquarienfreunde Weyhe veranstaltete wieder einmal seine Zierfischbörse.
22.11.2010, 05:00
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Von TIMO ROBBEN

Weyhe-Sudweyhe. Südamerikaner, Ostafrikaner, Ostasiaten, Nordamerikaner: Viele Einwohner weit entfernter Kontinente waren jetzt in der Sudweyher Grundschule zu bestaunen. Allerdings handelte es sich dabei nicht um Menschen - sondern um Fische. Der Verein Aquarienfreunde Weyhe veranstaltete wieder einmal seine Zierfischbörse.

Tiefschwarze Mollys, quietsch-bunte Guppys, silberglänzende Segelflosser, verschiedenste Garnelen und emsig arbeitende Schnecken gab es auf der Zierfischbörse zu bestaunen. Die Aquarianer hatten ihre helle Freude an der Palette der acht Hobby-Aussteller, deren Tiere auf etwa 40 Aquarien verteilt war. Der Fisch-Freund konnte auch das Wasser seines Aquariums analysieren lassen, um sicher zu gehen, dass die daheimgebliebenen Haustiere es auch gemütlich und gesund haben. Außerdem gab es noch allerlei Pflanzen und weiteres Zubehör zu kaufen.

Renate Husmann, Mitglied im Verein Aquarienfreunde Weyhe, hat selbst 1000 Liter Wasser hinter Glas in ihrem Haus, voll mit allen möglichen Fischen. "Als Kind durfte ich nie ein Aquarium haben", erzählte die 48-Jährige, "als wir dann ein eigenes Haus gebaut hatten, sagte mein Mann zu mir, jetzt sei es Zeit für ein Aquarium. Wenn der gewusst hätte", erzählte sie. Aus dem Hobby ist längst eine Leidenschaft geworden. So gerät Renate Husmann richtiggehend ins Schwärmen, wenn sie über Fische spricht: "Ein Aquarium ist eine ganz eigene kleine Welt." Stundenlang kann die 48-Jährige vor ihrem Aquarium sitzen und den Fischen zuschauen. "Das ist wie ein Fernseher, nur besser."

Beratung vor dem Einstieg

"Fische verhalten sich ganz unterschiedlich", erklärte die Aquarianerin, während sie auf ein Becken mit besonders bunten Fischen deutete. Die seien besonders aggressiv, weiß die Expertin. "Diese Fische aus Südamerika erkämpfen sich eine Rangfolge, es gibt sozialen Zusammenhalt, jeder hat sich sein Terrain erkämpft." Dem hat der typische Goldfisch wenig entgegenzusetzen. "Deswegen ist eine Beratung bei der Neuanschaffung eines Aquariums unbedingt zu empfehlen", betonte Husmann.

Jens Fahrenholz aus Sudweyhe war mit seinen drei Söhnen bei der Börse. Die drei wuselten dabei genauso wild umher wie die Fische in den Becken. "Einer meiner Söhne hat ein Aquarium, und jetzt halten wir Ausschau nach neuen Fischen", so der Familienvater. Thomas Göldner war das erste Mal bei der Sudweyher Börse. "Ich bin nur hier, um zu gucken", so Göldner, "hin und wieder finde ich dann noch einen Fisch, der mir gefällt", fügte er lächelnd hinzu. Schon als Kind habe er sein erstes Aquarium gehabt. "Gerade in diesen Zeiten braucht man hin und wieder etwas, wo man einfach rein gucken kann, ohne groß nachdenken zu müssen. Und das muss nicht immer die Glotze sein", so der Weyher.

Trotzdem übernimmt der Aquarianer auch Verantwortung, wenn er sich neue Fische besorgt. "Man muss darauf achten, dass die Fische auch artgerecht gehalten werden", so Renate Husmann, "das fängt mit dem Wasser an, die Pflanzen spielen eine große Rolle, und viele Fische sollten pärchenweise gehalten werden." Offenbar sind Fische auch nicht gern allein. "Ich hatte sogar mal einen Fisch, der auf mich gehört hat", so Husmann, "wenn ich ihn gerufen hab, dann ist er gekommen", erzählte Husmann.

Wer jetzt noch behauptet, Fische seien langweilig, der sollte die nächste Zierfischbörse in Sudweyhe besuchen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.aquarienfreunde-weyhe.de.

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