Am Tag des offenen Denkmals öffneten mehrere Gebäude ihre Türen für Besucher Blick in die Vergangenheit

Stuhr-Heiligenrode. Eine über 800 Jahre alte Kirche und eine Wassermühle aus dem Jahr 1843 – das waren nur zwei der historischen Gebäude, die am Tag des offenen Denkmals ihre Türen öffneten. Bei bestem Wetter konnten Interessierte einiges über die Geschichte dieser Gebäude erfahren.
12.09.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Maurice Reding

Stuhr-Heiligenrode. Eine über 800 Jahre alte Kirche und eine Wassermühle aus dem Jahr 1843 – das waren nur zwei der historischen Gebäude, die am Tag des offenen Denkmals ihre Türen öffneten. Bei bestem Wetter konnten Interessierte einiges über die Geschichte dieser Gebäude erfahren.

In der alten Wassermühle wurde den Besuchern gezeigt, wie so eine Mühle überhaupt funktioniert. „Dadurch, dass sie schon so alt ist, ist es ein historischer Standort hier“, findet Rudolf Franke von der Mühlen-Gemeinschaft Heiligenrode. Auf mehreren Aushängen in der Mühle konnten sich Interessierte genauer anschauen, mit welcher Technik eine Wassermühle betrieben wird. Einer von ihnen war Jonas Tamsen: „Ich war erst wählen und bin dann vorbei gekommen, weil ich vom Tag des offenen Denkmals gehört hatte.“ Für den Stuhrer war die Wassermühle am interessantesten. „So konnte man mal von innen sehen, wie so etwas abläuft.“

Die benachbarte Mühlenscheune lockte ebenfalls Besucher an. Dort gab es eine Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte für den Getreideanbau und die Getreideernte. „Hier können wir den Besuchern anhand der Geräte erklären, wie Getreide angebaut und weiterverarbeitet wird“, so Rudolf Franke.

Direkt gegenüber von der Wassermühle gab es in dem alten Backhaus mit selbstgebackenem Brot und Butterkuchen Verstärkung für den knurrenden Magen. „Wir haben insgesamt ungefähr 50 Brote und neun Blecke Butterkuchen gebacken“, erzählte Holger Sparenberg, der gemeinsam mit seinen Kollegen bereits seit 8 Uhr morgens für Nachschub sorgte.

Neben dem Mühlenensemble war auch die Klosterkirche St. Marien für Besucher geöffnet. Morgens fand dort noch ein Gottesdienst mit Feier der Konfirmationsjubiläen statt. Danach öffnete die Kirche aber für Besucher ihre Türen. „Das erste, was wir den Leuten immer zeigen, ist das Bild in der Kirche ganz hinten. Dort kann man, wenn man genauer hinschaut, den gekreuzigten Jesus sehen“, erklärte Pfarrsekretärin Iris Rose. Auch eine Marienfigur, passend zum Namen der Kirche, konnte am Tag des offenen Denkmals bestaunt werden. Das besondere an der Kirche ist zudem, dass die älteste der Glocken aus dem frühen 14. Jahrhundert stammt und damit schon eine gewisse Anzahl an Jahren vorzuweisen hat.

Auch das benachbarte Gemeindehaus hatte am Tag des offenen Denkmals geöffnet. Das Haus wird als „Alte Schule“ bezeichnet und das aus einem einfachen Grund. „Das Gemeindehaus war früher mal eine Schule“, so Iris Rose. Demnächst sollen in dem Haus mehrere Wohnungen im hinteren Gebäudebereich entstehen. Die Wohnungen sollen etwa 50 bis 60 Quadratmeter groß sein.

Auf dem Klostergelände konnten Handwerkerinteressierte bei der alten Schusterwerkstatt einen Einblick in die Handwerkskunst vergangener Zeiten werfen. Zu sehen waren unter anderem altes Werkzeug, original handgemachte Schuhe und Geschäftsbücher aus dem Jahr 1890.

Die anderen Gebäude, die am Tag des offenen Denkmals besucht werden konnten, waren unter anderem die Kirche zum Heiligen Kreuz in Brinkum. Hier konnten Interessierte das alte Uhrwerk besichtigen. Auf der Anlage Gut Varrel gab es einen Hobbykunstmarkt. Im Rauchhaus Varrel war ein Imker mit seinem Bienenstock vor Ort. In der St. Pankratius-Kirche in Stuhr konnten Besucher den aus Eichenholz geschnitzten spätgotischen Flügelalter bestaunen. Auch in Kirchweyhe konnte man sich etwas Historisches angucken. Dort wurden für Interessierte Führungen durch die alte Dampflokomotive angeboten.

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