Pfarrer Volker Kupka

Bremer Geistlicher unerwartet verstorben

Vor Kurzem ist der katholische Pfarrer Volker Kupka plötzlich und unerwartet gestorben. Ein Totengedenken ist am Mittwoch, die Trauerfeier für Donnerstag in Bremen geplant.
28.11.2017, 17:43
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Von Lieselotte Scheewe
Bremer Geistlicher unerwartet verstorben

Pfarrer Volker Kupka ist plötzlich und unerwartet verstorben.

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Der katholische Pfarrer Volker Kupka ist plötzlich und unerwartet gestorben. Er war erst 48 Jahre alt und seit knapp über einem Jahr Pfarrer der neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft St. Paulus, Syke/Heilig Geist, Stuhr-Brinkum/Heilige Familie, Weyhe-Kirchweyhe/St. Michael, Hoya und Maria Königin des Friedens, Bruchhausen-Vilsen.

„Sein Tod kam für uns alle sehr plötzlich“, sagt Andreas Gautier, der als pastoraler Mitarbeiter in der Pfarreiengemeinschaft mit Pfarrer Volker Kupka zusammengearbeitet hat. „Vermutlich ist Volker Kupka an einer verschleppten Erkältung gestorben. Er hatte starken Husten und wollte am Montag zum Arzt gehen“, berichtet Gautier, „und muss dann im Laufe des Wochenendes gestorben sein“. Die Ärzte stellten am Dienstag, 21. November, den Tod von Volker Kupka fest. Fremdverschulden können sie ausschließen. „Volker hat immer die Menschen, um die er sich gekümmert hat, in den Vordergrund gestellt und sich selbst zurückgenommen“, sagt Gautier. Seine eigene gesundheitliche Situation habe er vermutlich nicht so dramatisch eingeschätzt, wie sie war.

Pastor im Bremer Süden

Volker Kupka war knapp sieben Jahre als Pastor in der Pfarrei St. Franziskus im Bremer Süden tätig. Mit Wirkung zum 1. September 2016 wurde er dann zum Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft ernannt. Zu seinem beruflichen Werdegang schreibt der katholische Gemeindeverband: Volker Kupka ist in der Hansestadt Bremen aufgewachsen. Nach Abitur und Zivildienst in der Krankenpflege nahm er das Studium der katholischen Theologie, Philosophie, christlichen Architektur und byzantinischen Kunstgeschichte in Frankfurt, München und Münster auf. Nach dem Abschluss 1999 folgte eine Tätigkeit in einer Wärmestube für Obdachlose. 2001 war seine Priesterweihe. 2009 wurde er Pastor der Pfarrei St. Franziskus in Bremen, Landesseelsorger der Malteser sowie Visurgis-Verbindungs-Seelsorger. Besonders engagiert war Volker Kupka in der Messdienerarbeit. „Er war sehr traditionsbewusst, hat aber auch nie den Blick für die Moderne und für die Zukunft der Kirche verloren“, sagt Gautier.

Seine frohe Art und sein direkter Zugang zu den Menschen seien vielen in guter Erinnerung. „Er hinterlässt eine Lücke, die kaum zu schließen sein wird“, sagt Elke Krebs von der Brinkumer Heilig-Geist-Gemeinde. Mit vielen Gemeindemitgliedern in Bremen stand er, auch nach seinem Weggang aus der Gemeinde, noch in gutem Kontakt. „Wir sind dankbar für die segensreichen Jahre von Volker Kupka als Pastor in Bremen und empfehlen ihn der Liebe Gottes“, sagt Propst Martin Schomaker. Auch sein Kollege Pater Mathew Thayil ist getroffen: „Er hat hier mit großem Elan und immer frohen Mutes diese große Aufgabe angenommen“, sagte er bei einem Gottesdienst am Sonntag.

Am Mittwoch, 29. November, findet ab 19.30 Uhr in allen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft ein Totengedenken statt. Zum Requiem in St. Thomas Bremen und der anschließenden Beerdigung in Oberneuland fährt an diesem Donnerstag, 30. November, um 9 Uhr ein Bus ab Kirchweyhe. Die Trauerfeier findet an diesem Tag dann um 11 Uhr in der Kirche St. Thomas in Bremen, im Grenzwehr 61, statt, die Beisetzung beginnt um 13 Uhr auf dem Friedhof Oberneuland. Für die Busfahrt zu der Trauerfeier bittet das Pfarrbüro um vorherige Anmeldungen.

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