Broschüre zum Thema Naturgärten Bunte Alternativen zu grauen Schottergärten

Mit einer neuen Broschüre gibt der Landkreis Rotenburg Anregungen zur Gestaltung von lebendigen, naturnahen Vorgärten. Die Behörde will Alternativen zu vermeintlich pflegeleichten Schotterflächen aufzeigen.
10.01.2022, 21:00
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Von Johannes Heeg

Landkreis Rotenburg. Mit einer neuen Broschüre gibt der Landkreis Rotenburg Anregungen zur Gestaltung von lebendigen, naturnahen Vorgärten. Darin enthalten sind konkrete Tipps für die Gartengestaltung und Pflanzenlisten von Arten, die auf normalen Gartenböden problemlos wachsen und die in gut sortierten Gärtnereien vorrätig oder bestellbar sein sollten. Die Broschüre „Vorgärten im Landkreis Rotenburg (Wümme)“ ist gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz und dem NABU Barsinghausen entstanden, sie ist online unter www.lk-row.de/naturgaerten abrufbar.

Der Landkreis will damit Alternativen zu vermeintlich pflegeleichten Schotterflächen aufzeigen, von Naturschützern auch schon mal als "Gärten des Grauens" bezeichnet. Ein mit standortgerechten Pflanzen gut angelegter Garten mache auf lange Sicht weniger Arbeit als eine Schotterfläche. Auf blankem Kies oder Steinen wirke jedes Blatt im Herbst unordentlich, während bodendeckende Vegetation einen Großteil des Falllaubs einfach verschlucke und seiner natürlichen Zweckbestimmung zuführe: der Humusbildung.

Ein lebendiger Garten mit viel Grün und bunten Blumen sei die beste Visitenkarte des Hauses, er wirke freundlich und einladend. Die Vielfalt der Pflanzen sei ein schöner Blickfang im Kontrast zum Grau der Straße und zum vorherrschenden Weiß oder Ziegelrot der Hauswände, heißt es vom Landkreis. Dazu kämen Gäste wie Bienen, Schmetterlinge und Vögel in den Garten: Naturerlebnisse und Konzerte gebe es somit gratis. Auch sei das Kleinklima durch den Bewuchs mit Stauden und Gehölzen vorteilhafter, weil die Temperaturen ausgeglichener seien, die Luft sei feuchter und staubärmer, Lärm werde vermindert. Lebendige Gärten förderten das Wohlbefinden, man fühle sich aktiver und glücklicher. Nachweislich, betont die Pressestelle des Landkreises, "genesen Kranke mit Aussicht ins Grüne schneller als beim Anblick von Mauern und Steinen".

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