Puppenspieler verwandelt KGS-Forum in den Wilden Westen BVom Hausschwein zum Helden

Weyhe-Leeste. Während am Sonntag die deutsche Einheit von Ost und West gefeiert wurde, ging es in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste nur um den Westen, genauer gesagt: um den Wilden Westen. Christoph Bendikowski führte vor leuchtenden Kinderaugen das Figurentheaterstück 'Die Geschichte von Billy the Pig' auf.
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Von Timo Robben

Weyhe-Leeste. Während am Sonntag die deutsche Einheit von Ost und West gefeiert wurde, ging es in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste nur um den Westen, genauer gesagt: um den Wilden Westen. Christoph Bendikowski führte vor leuchtenden Kinderaugen das Figurentheaterstück 'Die Geschichte von Billy the Pig' auf.

'Ich bin das wildeste Schwein des ganzen Wilden Westens', tönt Willy gleich zu Anfang. Noch wohnt das Schwein allerdings auf einer friesischen Insel und heißt 'Willy das Schwein'. Den Wilden Westen kennt er nur aus Büchern. Doch das soll sich schnell ändern, als eine Flaschenpost die Insel erreicht. Es sind schlechte Nachrichten: Willys Oma aus Amerika geht es schlecht. Sie braucht dringend ihre Herztropfen, die sie damals hinter dem Deich vergraben hat.

Willy fackelt nicht lange, besorgt die Tropfen und schwingt sich in ein Boot, um den Atlantik in Richtung Amerika zu überqueren. Und so wird aus 'Willy dem Schwein' 'Billy the Pig'. Die spannende Reise wird stets begleitet von Christoph Bendikowski, der nicht nur den Stoffpuppen Leben einhaucht, sondern die haarsträubenden Abenteuer mit Musik und Kommentaren untermalt.

Auf dem Weg zu seiner Oma muss Billy viele Gefahren überwinden. So bahnt er sich den Weg über den Atlantik auf dem Rücken eines Seeungeheuers und kämpft in der Wüste Amerikas mit Banditen, die seine Herztropfen stehlen möchten.

Der schlimmste Schurke ist jedoch Wyatt Örps, der seinen Namen dem ständigen Rülpsen schuldet. Er nimmt Billy die Herztropfen ab und wirft das arme Schwein den Geiern zum Fraß vor. Doch Billy hat Glück: Er begegnet Gottlieb, dem vegetarischen Geier. Zusammen mit ihm gelingt es Billy, die Herztropfen von dem gemeinen Sheriff zurückzuerobern. 'So beginnt die Freundschaft zwischen einem amerikanischen Geier und einem friesischen Schwein', heißt es in dem Theaterstück. Schlussendlich finden die Freunde Billys Oma und geben ihr rechtzeitig die lang ersehnten Herztropfen - Ende gut, alles gut.

Nach dem Theaterstück konnten die begeisterten Kinder die Figuren bestaunen und alle möglichen Fragen an Christoph Bendikowski richten. Der 49-jährige Autor, Schau- und Puppenspieler kommt aus Langwedel und führt seine Theaterstücke bundesweit auf. 'Dabei ist jede Vorstellung ein bisschen anders, einfach einmalig', und das sei das Tolle an seinem Beruf.

Auch der siebenjährige Brendon war begeistert, er saß während der Vorstellung in der ersten Reihe: 'Der rülpsende Sheriff war am besten', freute er sich. Sein Freund Sebastian fand das Seeungeheuer klasse. 'Aber das war ja eigentlich nur eine Decke und kein Ungeheuer', so der Achtjährige. Beide haben die Tricks des Bühnenkünstlers also schon durchschaut.

Trotzdem war es ein gelungenes Theaterstück, das - wenigstens in der Aula der KGS Leeste - der deutschen Einheit die Schau gestohlen hat.

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