Beim Frühjahrsempfang der Stadt Twistringen wird bürgerschaftliches Engagement belohnt Diamanten funkeln am Ehrenamtshimmel

Strahlend blauer Himmel und Sonne satt – der Lenz präsentierte sich gestern beim Frühjahrsempfang der Stadt Twistringen von seiner Schokoladenseite. Für Twistringens Bürgermeister Karl Meyer war es der letzte Frühjahrsempfang, für die Bürgermeisterkandidaten eine gute Gelegenheit, um mit den Twistringern ins Gespräch zu kommen. Meyer zeichnete noch einmal Ehrenamtliche für ihre Verdienste aus. Mit den funkelnden Twistringer Diamanten zauberte er ihnen ein Glitzern in die Augen.
10.03.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Jörn Dirk Zweibrock

Strahlend blauer Himmel und Sonne satt – der Lenz präsentierte sich gestern beim Frühjahrsempfang der Stadt Twistringen von seiner Schokoladenseite. Für Twistringens Bürgermeister Karl Meyer war es der letzte Frühjahrsempfang, für die Bürgermeisterkandidaten eine gute Gelegenheit, um mit den Twistringern ins Gespräch zu kommen. Meyer zeichnete noch einmal Ehrenamtliche für ihre Verdienste aus. Mit den funkelnden Twistringer Diamanten zauberte er ihnen ein Glitzern in die Augen.

2014 ist das Jahr des Pferdes. Zumindest für die Chinesen. „Unser Wappentier ist ja auch das Pferd“, erzählte Twistringens Bürgermeister Karl Meyer beim Frühjahrsempfang. Die Chinesen würden sagen, dass mit dem Pferd der Erfolg komme. „Auf dieses Pferd wollen wir gerne setzen“, blickte Twistringens Bürgermeister optimistisch in die Zukunft. Passend zum 150. Geburtstag von Max und Moritz unterhielten Pago Balke und sein Pianist Nicolai Thein die Twistringer im Forum des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums mit ihrem amüsanten Wilhelm-Busch-Programm. Diese „gnadenlose Heiterkeit“ gefiel natürlich auch dem Diepholzer Landrat Cord Bockhop, der ein Grußwort sprach. Seine Heiterkeit verliert Karl Meyer auch nicht, wenn er ins Stadtsäckel blickt: „Unsere finanzielle Situation ist nicht gerade als rosig anzusehen. Sie ist aber auch nicht so dramatisch, dass wir die notwendigen Dinge, die getan werden müssen, um unsere Stadt zukunftsfähig zu machen und lebens- und liebenswürdig zu erhalten, nicht tun können.“ Dank sparsamer Wirtschaftsführung und der guten Einnahmesituation werde die Stadt das Jahr 2013 sogar noch mit einem positiven Ergebnis abschließen, freute sich Meyer über wachsende Rücklagen.

Helfen sei auf jeden Fall ein Weg zu einem erfüllten Leben, sagte der Bürgermeister bei der Ehrung freiwilliger Helfer. Das Ehrenamt sei nicht etwa ein „Lückenbüßer für eine verfehlte Politik“, oder weil das Geld für die so genannten freiwilligen Leistungen fehle. Ehrenamt decke zusätzliche Bereiche ab, die die Gesellschaft zu dem machen würden, was man als lebens- und liebenswert bezeichne. Als „unbezahlbaren Werbeträger für Twistringen“, bezeichnete Kerl Meyer die Freunde der Alten Ziegelei. Stellvertretend für alle Vereinsmitglieder nahmen René Beckmann, Josef Grohe und Maike Borchers den begehrten Twistringer Diamanten entgegen. Die Stadt Twistringen werde die Freunde der Alten Ziegelei auch weiterhin unterstützen, versprach der Verwaltungschef. Nicht nur der Twistringer Diamant, sondern auch die Augen von Nicole Eylers funkelten, als sie die Auszeichnung entgegennahm. Und zwar für ihre Verdienste um die Behindertenarbeit unter den Dach der katholischen Kirche. Die Altenmarhorsterin engagiert sich nämlich schon seit 20 Jahren im Freundeskreis Behindertengruppe Twistringen.

„Wer wissen will, wo er hin will, muss wissen, wo er herkommt“ – diese Worte richtete der Bürgermeister an die Adresse von Ewald Schoof. Er habe eine „beeindruckende juristische Karriere“ am Oberverwaltungsgericht hingelegt, später in den neuen Bundesländern beim Aufbau des Gerichtswesens mitgeholfen. „Ewald Schoof ist der einzige, der jemals einen Kommentar zum Flurbereinigungsgesetz verfasst hat“, berichtete Meyer schmunzelnd. Nachdem er wieder zurück zu seinen Wurzeln, nach Natenstedt, gekehrt ist, beschäftigt sich Schoof mit Vorliebe für Heimatgeschichte, ist im Kreisheimatbund aktiv und verfasst eine Chronik nach der anderen. Ewald Schoof sei für ihn zu einem „wichtigen Ratgeber und guten Freund“ geworden, sagte Karl Meyer und drückte ihm den funkelnden Diamanten in die Hand.

Für seinen unermüdlichen Einsatz im Deutschen Roten Kreuz (DRK) bekam Ernst Kammann die Auszeichnung überreicht. Der Fernmeldebeauftragte des Diepholzer Kreisverbandes sei zu Hause im Ortsverein Twistringen das „Mädchen für alles“, so Karl Meyer. Vor über zehn Jahren habe er zudem den Förderverein der evangelischen Kirche aus der Taufe gehoben. Der Bürgermeister schätzt nach eigenen Worten vor allem die „menschliche, höfliche und verständnisvolle Art“ des Geehrten.

Twistringer Unternehmen des Jahres 2014 ist die Praxisgemeinschaft von Gerhard Kanne und Jochen Passe-Tietjen. Die Zahnärzte und ihr Team würden die ärztliche Versorgung auf dem Land sicherstellen und auch immer wieder Kultur in ihren Räumen anbieten. Auch dafür gab es vom Bürgermeister einen glitzernden Edelstein.

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