Tierheim "Arche Noah" in Stuhr Die Arche soll eine Zwischenstation bleiben

Stuhr-Brinkum. Lenny ist noch total verschüchtert. Der Kater ist von seinen ehemaligen Besitzern gerade im Tierheim Arche Noah abgegeben worden. Entsprechend schwer fällt es ihm, sich in der ungewohnten Umgebung zurechtzufinden.
28.01.2010, 12:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Claudia Gilbers

Stuhr-Brinkum. Lenny ist noch total verschüchtert. Der Kater ist von seinen ehemaligen Besitzern gerade im Tierheim Arche Noah abgegeben worden. Entsprechend schwer fällt es ihm, sich in der ungewohnten Umgebung zurechtzufinden. Tierpflegerin Annika Steppath hofft deshalb, dass sich schnell ein neues Zuhause für Lenny findet.

Ein Umzug und eine Allergie gegen Katzenhaare eines neuen Lebensgefährten haben dazu geführt, dass Lenny im Tierheim gelandet ist. Der achtjährige Kater blickt nach den ersten Stunden in der Arche Noah noch etwas verängstigt drein. Statt die neue Umgebung zu erkunden oder die Artgenossen in den benachbarten Käfigen zu begutachten, verkriecht er sich zunächst lieber in der nächsten Ecke.

Zu Annika Steppath hat er aber schon ein wenig Vertrauen gefasst, lässt sich von ihr auch auf den Arm nehmen und streicheln. 'Lenny ist ein liebes und verschmustes Tier', lautet ihr Eindruck von dem kastrierten Kater. Bislang hat Lenny ohne die Gesellschaft von Artgenossen bei seinen Menschen gelebt. Ob er sich mit anderen Katzen verträgt, kann die Tierpflegerin deshalb noch nicht sagen. Sie empfiehlt aber, ihn nicht in einem Haushalt mit kleinen Kindern zu halten.

Zu klein sollten die Kinder auch in Csabis neuem Heim nicht mehr sein. 'Ansonsten ist er aber ein richtiger Familienhund', sagt Tierheimleiter Stefan Kirchhoff zu dem mittelgroßen Mischling. Der zweieinhalbjährige Rüde, der bereits kastriert ist, kann nämlich auch noch etwas Erziehung gebrauchen.

Aus Ungarn nach Deutschland

Dass er die bislang noch nicht bekommen hat, hängt mit seiner Herkunft zusammen. Denn ursprünglich kommt Csabi aus dem Partnertierheim der Arche Noah in Ungarn. Dort lebte er fast seit seiner Geburt, bis er vor etwa zwei Monaten nach Brinkum kam. 'Er kennt nur das Leben im Tierheim', sagt Kirchhoff. Trotz seines Schicksals ist der Hund Menschen gegenüber aber durchaus aufgeschlossen, nur anfangs ist er etwas zurückhaltend. 'Er ist ein sehr freundliches Tier und verträgt sich auch gut mit Artgenossen', hat der Tierheimleiter beobachtet.

Fast nichts ist dagegen über die Vergangenheit eines noch namenlosen Nymphensittichs bekannt. 'Er ist einer Jugendwohngruppe zugeflogen', berichtet Annika Steppath. Da er dort nicht bleiben konnte, wurde er vor einigen Wochen ins Tierheim gebracht. Das Alter des Vogels können die Tierheimmitarbeiter schlecht schätzen. 'Eigentlich wissen wir nur, dass er männlich ist', sagt Steppath.

Im Moment lebt der etwas zurückhaltende Nymphensittich im Tierheim aus Mangel an Artgenossen alleine in einem Käfig. Das soll sich in seinem neuen Heim ändern. 'Er sollte zu anderen Nymphensittichen', sagt Steppath. Leben sollten die Vögel in einer entsprechend großen Voliere - ansonsten wären genügend Freiflugmöglichkeiten wichtig.

Wer Interesse hat, einem der Tiere ein neues Heim zu geben, sollte mit den Mitarbeitern des Tierheims Arche Noah, Rodendamm 10 in Stuhr-Brinkum, Kontakt aufnehmen. Telefonisch ist die Arche Noah von montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter 0421/890171 zu erreichen. Weitere Informationen zu den Tieren im Heim gibt es außerdem dienstags, mittwochs, freitags und sonnabends von 15 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr direkt vor Ort am Rodendamm. Dann ist auch eine erste Kontaktaufnahme mit dem eventuellen neuen Mitbewohner möglich.

 

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