Nachwuchsband Vanol

Die Überadrenalierten

Wieso ihr jüngst herausgekommener Song "Überadrenaliert" heißt, kann die Band Vanol leicht erklären. Zu ihrer Entstehungsgeschichte und Namensfindung können die jungen Weyher auch einiges erzählen.
21.06.2018, 18:36
Lesedauer: 2 Min
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Von Elfi Bultjer
Die Überadrenalierten

Sechs Freunde, alles KGS- und Rothaus-Schüler: Die Jungs von Vanol haben gerade ihre Songs und zu einem sogar ein Video aufgenommen.

Sebi Berens

Weyhe. „Überadrenaliert“ ist nicht nur ein neues Wort im Vokabular von sieben Weyher Jungen, es ist auch der Titel ihrer ersten eigenen Maxi-CD und des ersten Tracks der CD. Vanol haben sich die jungen Musiker genannt. Der Bandname wurde aus den Anfangsbuchstaben der Originalbesetzung gebildet, der Gründungsmitglieder von 2015. „Als wir in der zweiten Klasse waren, hatten wir die Idee, zusammen Musik zu machen“, verrät der Zwölfjährige Ole alias Henk, sein Künstlername. Er ist verantwortlich für Texte, das Keyboard und immer öfter auch für den Sound und die sogenannten Samples.

Sein gleichaltriger Freund aus der Grundschulzeit nennt sich And_You und ist einer von zwei Sängern der Band. Damals saßen sie oft gemeinsam in einem Imbiss, sagt er zur Historie. „Ich habe darüber einen Text geschrieben. Das war der erste Songtext für uns“, erzählt Henk.

Wenige Jahre später stießen mit dem elfjährigen Lukas ein zweiter Sänger und dem zwölfjährigen Niklas ein neuer Schlagzeuger hinzu. Der Eifer, mit dem die Band bei den Großeltern von Niklas probte, beeindruckte auch ihre Eltern. „Als die Eltern der Jungen mitbekamen, wie regelmäßig sie seit sechs Monaten zusammen übten, entschieden sie, dass da jetzt etwas unternommen werden muss“, sagt Elmar Schmidt, ihr Lehrer bei der Musikschule Rothaus. Um dem Hobby der Jungen eine anständige Grundlage zu geben, wurden sie am Weyher Standort der Musikschule angemeldet, und Schmidt nahm sich der Band an. Seit 2016 üben die Freunde bei Rothaus, bekommen zusätzlich Unterricht an ihren Instrumenten und ergänzten die Band noch mit dem zwöfljährigen Kian an der Gitarre und dem elfjährigen Noah als Bassist.

Wie viel Arbeit vom Schreiben eines Songs bis zum fertigen Lied als Download oder für den Verkauf einer CD nötig ist, überraschte die Freunde aber doch. „Für das erste Lied haben wir vom Text bis zur fertigen Aufnahme etwa eineinhalb Jahre gebraucht. Das zweite ging dann schon deutlich schneller“, erzählt Henk. Für den Text des ersten Songs für die CD brauchte er eine Woche. „Henk kam mit dem Text und dem Refrain für das Lied an, bei dem Rest habe ich dann geholfen“, berichtet Schmidt. Die CD selber wurde in den Räumen der Musikschule aufgenommen – allen Beteiligten zufolge in mühseliger Kleinarbeit.

Das Wort „Überadrenaliert“, Titel des ersten auch mit Video veröffentlichten Songs von Vanol, ist das Ergebnis eines späten Probentermins in der Musikschule. „Wir hatten immer erst so spät abends Probe. Dadurch waren wir dermaßen überdreht, dass mir dazu das Wort überadrenaliert eingefallen ist. Darauf habe ich dann den Text für den Song geschrieben“, verrät Henk. Zwei Remixe und die beiden Lieder „Kein Bock“ und „Jump and Run“ wurden danach noch für die CD aufgenommen. Seit gut einem Monat ist diese nun online erhältlich.

Den ersten Auftritt mit ihren bereits fünf neuen Stücken wird Vanol am kommenden Mittwoch, 27. Juni, beim „School‘s Out Concert“ ab 20 Uhr im Jugendhaus Trafo an der Kirchweyher Straße haben. Davor gibt es noch einen Auftritt auf dem Sommerfest der Musikschule Rothaus in Barrien. Kleinere Auftritte hatten sie bereits zwei Mal bei den Fünf-Minuten Wettbewerben ihrer Schule, der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste und dem Rothaus-Sommerfest 2017 in Weyhe. Für die Zukunft der Band sind sich die Mitglieder einig: „Der Spaß steht im Vordergrund“. Eventuell großen Erfolg zu haben und berühmt zu werden, ist ein Traum, der bei den sechs Jungen derzeit keine Priorität hat.

Und ein weiterer Punkt steht für die Band fest: Die Texte der Songs werden weiter auf Deutsch geschrieben. „Ich bleibe bei Deutsch. Ich muss ja mit meinen Texten nicht noch mehr Menschen erreichen. In Deutschland leben genug“, sagt der Texter der Band überzeugt.


Mehr über die Band, ihre CD und ihr Video im Internet auf www.vanol.de.

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