DIE WOCHE Konzepte müssen her

In die Diskussion um die Zukunft des Brinkumer Ortskerns kommt Bewegung. Allen Beteiligten ist inzwischen klar, dass es ein "Weiter-so" nicht geben darf. Brinkum steht gerade im Hinblick auf junge Familien, die sich niederlassen wollen, im Wettbewerb. Das Briseck-Gebiet, für sich betrachtet, ist dabei eine Erfolgsgeschichte. Ebenso Brinkum-Nord als Gewerbegebiet. Auch die Ortsumgehung ist im Nachhinein betrachtet sinnvoll, kaum vorzustellen, wie verstopft Brinkum sonst allmorgendlich und -abendlich wäre.
09.07.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von HAUKE GRUHN

In die Diskussion um die Zukunft des Brinkumer Ortskerns kommt Bewegung. Allen Beteiligten ist inzwischen klar, dass es ein "Weiter-so" nicht geben darf. Brinkum steht gerade im Hinblick auf junge Familien, die sich niederlassen wollen, im Wettbewerb. Das Briseck-Gebiet, für sich betrachtet, ist dabei eine Erfolgsgeschichte. Ebenso Brinkum-Nord als Gewerbegebiet. Auch die Ortsumgehung ist im Nachhinein betrachtet sinnvoll, kaum vorzustellen, wie verstopft Brinkum sonst allmorgendlich und -abendlich wäre.

Aber der Ortskern, zu dem neben dem direkten ZOB-Umfeld sicher auch die Syker und Teile der Bassumer und Bremer Straße zu rechnen sind, hat über die Jahre unter der Entwicklung ringsherum gelitten. Ein Marktplatz mit großzügigen Einkaufsflächen in Steinwurfnähe nach Kirchweyher Vorbild ist das, was sich viele wünschen. Eine Konzentration von Geschäften, die ein "Einkaufserlebnis" entstehen lassen, das die Kunden heute verlangen.

Doch Brinkum ist nicht Kirchweyhe. Selbst beim Abriss einiger umstehender Gebäude wäre das ZOB-Areal für Kirchweyher Dimensionen schlichtweg zu klein. Brinkum hat auch nicht die verkehrstechnischen Voraussetzungen wie der Weyher Ortsteil, der sich vom Eisenbahnerdorf zum semi-urbanen Zentrum entwickelt hat. Der Marktplatz in Kirchweyhe profitiert von der Erfolgsgeschichte des Weyher Theaters und von der Bahnanbindung in direkter Nähe, was beides zusammenhängt. Zudem konnte frei geplant werden, es musste nicht im Gebäudebestand herumgedoktert werden.

Brinkum hat mit der Syker, Bremer und Bassumer Straße wichtige Verkehrsadern, die durch das Ortszentrum fließen. Es dürfte viel Kreativität gefragt sein, das in Einklang zu bringen mit einem Einkaufsviertel in ZOB-Nähe. Aber Lösungen hier auszuschließen, wäre verfrüht. Denkverbote sollte es auf keinen Fall geben .

Brinkum leidet zurzeit nicht unter übermäßigem Leerstand, das ist richtig. Aber sollte es nicht gelingen, frischen Wind in den Ortskern zu bringen, ist das nur eine Frage der Zeit. Sich mit einem Geschäft selbstständig zu machen, ist immer ein Risiko. Dem muss die Aussicht gegenüberstehen, mittel- und langfristig am Markt bestehen zu können. Das wiederum geht nicht ohne Konzepte. Und die müssen her, so schnell wie möglich.

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