Rund 100 Stuhrer zu Gast im französischen Ecommoy Ein Besuch im Zeichen der Freundschaft

Stuhr. Wird aus den Stuhrer Städtepartnerschaften mit dem französischen Ecommoy und dem polnischen Ostrzeszów bald eine Dreiecksbeziehung? Vielleicht ja, denn wie berichtet, sind am Wochenende auch drei Polen mit den rund 100 Stuhrern nach Frankreich gereist, um dort den 40. Jahrestag des Kennenlernens zu feiern.
25.05.2010, 16:54
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Von Claudia Gilbers

Stuhr. Wird aus den Stuhrer Städtepartnerschaften mit dem französischen Ecommoy und dem polnischen Ostrzeszów bald eine Dreiecksbeziehung? Vielleicht ja, denn wie berichtet, sind am Wochenende auch drei Polen mit den rund 100 Stuhrern nach Frankreich gereist, um dort den 40. Jahrestag des Kennenlernens zu feiern. Und den Polen gefiel es bei den französischen Gastgebern offenbar genauso gut wie den Deutschen - laut Stuhrs Bürgermeister Cord Bockhop will man in Ostrzeszów nun nämlich prüfen, ob eine Partnerschaft mit Ecommoy möglich ist.

Dabei schien der Besuch anfangs unter keinem guten Stern zu stehen. Denn die beiden Busse, in denen die Stuhrer und ihre polnischen Begleiter am Freitag hauptsächlich anreisten, standen vor allem rund um Paris etwa fünf Stunden im Stau. Und obwohl die Gruppe schon am frühen Morgen in Stuhr abgefahren war, erreichte sie Ecommoy erst nach 17 Stunden gegen Mitternacht. 'Unsere Gastgeber mussten vier bis fünf Stunden auf uns warten', sagt Bockhop, der auch zu der Reisegruppe gehörte. Nach dem Start habe es aber nur noch besser werden können, so der Bürgermeister. Und er wurde nicht enttäuscht: 'Es wurde sogar vorzüglich, und am nächsten Morgen waren schon alle hellauf begeistert.' Die Stimmung während des Aufenthalts sei fantastisch gewesen.

Ähnlich sieht das auch Mitfahrerin Iris Rose. Die deutsche Delegation habe mit den französischen Freunden bei herrlichem Wetter 40 Jahre Freundschaft gefeiert. 'Das festliche Programm und die herzliche Gastfreundschaft haben alle für die lange Anreise entschädigt', sagt sie. Es habe bewegende Begegnungen mit den Pionieren der Freundschaft gegeben, aber auch die Jugend habe maßgeblich zum Gelingen dieses Austausches beigetragen. 'Das lässt für die Zukunft der Beziehungen hoffen', freut sich Iris Rose. Erstmals mitgereist sei zum Beispiel die Jazz-Combo der KGS Brinkum, die das Programm mit ihren flotten Rhythmen bereichert habe.

Apropos Programm, das bestand vor allem aus Besuchen in den Partnerschaftsgemeinden des Canton d'Ecommoy - die Organisation der Kommune entspricht laut Bockhop in etwa der der deutschen Samtgemeinden. 'Die Bürgermeister haben sich viel Zeit für uns genommen', sagt der Stuhrer Verwaltungschef, der sich auch aus städtebaulicher Sicht Anregungen mitgenommen hat. Denn ihm hat gefallen, dass auch die kleinen Orte allesamt einen zentralen Charakter haben. Auch Iris Rose ist noch immer begeistert von den Empfängen in den Rathäusern. Die Präsentationen hätten ein Bild davon vermittelt, wie beeindruckend sich die Orte entwickelt haben.

Höhepunkt des Besuchs war aber ein großes Fest am Sonntagabend, bei dem auch die Freundschaftsverträge zwischen Stuhr und Ecommoy noch einmal erneuert wurden. Bezeugt wurde die erneute Vertragsunterzeichnung von den drei Polen, darunter der stellvertretende Bürgermeister von Ostrzeszów. Bürgermeister Cord Bockhop betonte in seiner Rede, wie wichtig für Deutschland gerade die Aussöhnung mit Frankreich und Polen ist. Durch die Partnerschaften würden Vorurteile abgebaut, sodass man sich gar nicht mehr vorstellen könnte, gegen diese Länder einmal Krieg geführt zu haben. Bockhop nannte 'Frieden, Freiheit und Völkerverständigung' als die entscheidenden Stichworte.

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