Feuerwehrhaus Groß Mackenstedt saniert "Ein helles und freundliches Haus"

Stuhr. Wenn in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses in Groß Mackenstedt Bier ausgeschenkt wird, dann muss etwas Besonderes los sein. War es auch. Am Mittwochabend feierten die Brandbekämpfer den Abschluss der Umbau- und Sanierungsarbeiten an ihrem Haus.
09.04.2010, 05:20
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Von Markus Tönnishoff

Stuhr. Wenn in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses in Groß Mackenstedt Bier ausgeschenkt wird, dann muss etwas Besonderes los sein. War es auch. Am Mittwochabend feierten die Brandbekämpfer den Abschluss der Umbau- und Sanierungsarbeiten an ihrem Haus. Etwa 200 Feuerwehrleute, Politiker, Nachbarn und andere Gäste sorgten für ordentlich Rummel.

Die Feuerwehrautos mussten am Mittwochabend ihr angestammtes Terrain in der Halle verlassen und vor dem Haus Position beziehen. Drinnen hatten die Feuerwehrleute Tische und Stühle aufgebaut, damit die Gäste sich nicht die Beine in den Bauch stehen mussten. Zehn Monate wurde am und im Haus gewerkelt. Jetzt hat das Haus eine Küche und, mindestens genau so wichtig, Umkleideräume, die abgetrennt hinter der Fahrzeughalle liegen.

Vorher mussten sich die Feuerwehrleute in der Halle zwischen ihren Fahrzeugen umziehen. Auch die Werkstatt haben die Bauarbeiter vergrößert, und in der ersten Etage gibt es nun einen Lagerraum. Außerdem haben die Bauarbeiter eine behindertengerechte Toilette eingebaut. 'Wir sind jetzt freudestrahlend wieder in unser Haus eingezogen', freute sich Ortsbrandmeister Michael Kalusche in seiner Ansprache. 'Es sind keine Wünsche offen geblieben. Die Werkstatt ist so groß, das sich der Gerätewart voll entfalten kann.' Während der Bauarbeiten hätten viele Feuerwehrleute Tränen in den Augen gehabt, als sie das Gerippe des Hauses gesehen hätten.

Tränen in den Augen hatten sicher auch einige Zuhörer, als Kalusche auf scherzhafte Art und Weise sein inniges Verhältnis zur Feuerwehr darstellte: 'Lieber dem Lockruf der Sirene folgen als den Anweisungen des Hausdrachens', rief er unter großem Gejohle aus. 'Die Form des Hauses ist zwar gleich geblieben, doch es ist jetzt wie neu', sagte Stuhrs Bürgermeister Cord Bockhop. Er dankte den Ratsmitgliedern, die sich trotz knapper Finanzmittel für den Umbau des Hauses entschieden hätten.

'Ich freue mich, dass wir in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Haus umbauen konnten.' Viele Feuerwehrleute hätten sich sicherlich ein ganz neues Haus gewünscht, aber da das Gebäude erst 1977 errichtet wurde, sei ein Neubau nicht in Frage gekommen. 'Es ist jetzt eine helles und freundlicheres Haus geworden.' Der Standort des Hauses sei zudem optimal, um auch bei Unfällen auf der Autobahn in der Nähe auch schnell zur Stelle zu sein. Gleichzeitig dankte Bockhop den Nachbarn dafür, dass sie den bei den Arbeiten entstandenen Lärm toleriert hätten. Kreisbrandmeister Carsten Schlung sah in seiner Rede die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr durch den Umbau langfristig gesichert.

Im Juni des vergangenen Jahres waren die Bauarbeiter an- und die Feuerwehr ausgerückt: Während der Bauzeit nutzen die Brandbekämpfer nämlich das Gebäude einer alten Waschstraße am 3-K-Weg im Groß Mackenstedter Gewerbegebiet als Domizil. 'Dort hatten wir zwar viel Platz, jedoch mussten die Einsatzwagen immer hintereinander stehen', erklärte Hennig Sittauer, Pressesprecher der Stuhrer Wehr. Zudem sei es manchmal aufgrund des dortigen starken Verkehrs etwas problematisch gewesen, zu den Einsätzen zu fahren.

Im Mai des vergangenen Jahres hatte sich der Stuhrer Rat dann dafür ausgesprochen, das Feuerwehrhaus in Groß Mackenstedt umzubauen und zu sanieren. Etwa 720000 Euro hat sich die Gemeinde das Vorhaben insgesamt kosten lassen. Die Pläne und Zeichnungen für den Umbau stammen von der Gemeinde-Architektin Karola Lindner.

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