Stuhrer Gewerbemarkt fast ausgebucht Ein roter Teppich für die Besucher

Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff. Jürgen Schmidt ist zufrieden, wenn er sich den Planungsstand für den 13. Stuhrer Frühjahrs- und Gewerbemarkt anschaut. Von 130 Standplätzen sind nur noch neun frei.
21.01.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Ein roter Teppich für die Besucher
Von Claudia Ihmels

Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff. Jürgen Schmidt ist mehr als zufrieden, wenn er sich den Planungsstand für den 13. Stuhrer Frühjahrs- und Gewerbemarkt anschaut. Von den 130 Standplätzen sind nämlich nur noch neun frei, verrät der Marktmeister und schiebt gleich noch eine weitere Neuigkeit hinterher:

Die Gewerbeschau am Wochenende 15. bis 17. April soll die letzte sein, die federführend von ihm organisiert wird. Einen jüngeren Nachfolger wünscht sich der 67-Jährige, denn: „Jüngere Leute gehen ganz anders an so eine Veranstaltung ran“, sagt Schmidt, der seinem Nachfolger aber gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen will.

Denn genauso wurde auch Schmidt in seinen Anfangszeiten als Marktmeister von seinem Vorgänger unterstützt. Der heißt Heinrich Waßmann und war 1989 auch der Gründer der seitdem alle drei Jahre in Brinkum stattfindenden Gewerbeschau. Waßmann habe sich ihn als Nachfolger ausgeschaut, weil er im Management tätig war und sich dadurch mit Organisation auskannte. Zunächst planten beide die Veranstaltungen gemeinsam, Schmidt konnte sich von Waßmann so noch die ein oder andere Sache abschauen. Die 13. Schau im April wird aber bereits die vierte Veranstaltung sein, für die Schmidt alleine verantwortlich ist.

Wobei – ganz alleine ist er dabei nicht: „Ich arbeite eng mit Rainer Mewe zusammen“, sagt Schmidt. Mewe ist stellvertretender Vorsitzender der Brinkumer Interessengemeinschaft (Big), die den Stuhrer Frühjahrs- und Gewerbemarkt zusammen mit der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (Isu) veranstaltet.

Alles an seinem Platz

Während Mewe vor allem für das Rahmenprogramm zuständig ist, kümmert sich Schmidt um so gut wie alles andere. Die Arbeit beginnt damit, dass er sich die Ausstellerliste der letzten Gewerbeschau vornimmt. „Ich schreibe sie dann an und frage, ob sie wieder teilnehmen möchten“, sagt er. Doch auch neue Geschäfte, die zwischenzeitlich dazu gekommen sind, würden Post von ihm bekommen. In diesem Jahr werde so zum Beispiel das Brinkumer Zweiradgeschäft Garmhausen erstmals auf der Gewerbeschau vertreten sein.

Mit der bloßen Anmeldung einer Firma, eines Vereins oder einer Institution ist es aber natürlich nicht getan. Auf kariertem Papier zeichnet Schmidt auf, wo welcher Stand in welcher Größe seinen Platz finden soll. Wenn es nicht passt, greift er zum Radiergummi und plant neu. Denn „wie beim letzten Mal“ gilt längst nicht für alle Aussteller. Das Unternehmerinnenforum Stuhr zum Beispiel habe 2013 einen kleineren Stand gehabt, berichtet Schmidt, nun werde es ein größerer sein. Die Unternehmerinnen würden sich dort als „komplettes Paket mit vielen Firmen unter einem Dach“ präsentieren.

Damit alle Aussteller Platz finden, werden auf dem Veranstaltungsgelände beim Schützenhaus an der Bassumer Straße vier große Zelte aufgebaut. „Mit einer Fläche von zusammen 3300 Quadratmetern. Das sind 150 Quadratmeter mehr als 2013“, sagt der Marktmeister. Auch die Zahl der Ausstellerzahl sei von 120 auf 130 gestiegen. „Wir haben mehr Nachfrage“, so Schmidt. 70 bis 80 Prozent der Aussteller würden aus Stuhr kommen, der Rest aus der Umgebung. „Ich freue mich zum Beispiel sehr, dass die Segelschule Schlick aus Lembruch dabei ist“, sagt er.

Der Marktmeister rechnet an allen Veranstaltungstagen mit insgesamt bis zu 20 000 Besuchern. Denn so viele seien bei den vorherigen Gewerbeschauen bei gutem Wetter da gewesen. Der Eintritt wird auch dieses Mal frei sein. Erstmals will Schmidt in den Zelten aber einen roten Teppich für die Besucher auslegen lassen. Dadurch soll ein Besucherrundgang entstehen. „Das habe ich auf der Gewerbeschau in Bassum gesehen. Es sah sehr ansprechend und hochwertig aus“, so Schmidt.

"Vieles ist noch in der Schwebe"

Ein Zelt wird allerdings etwas aus dem Rahmen fallen – das Catering-Zelt, das vom A1-Hotel betrieben wird. „Dort wird auch die Bühne stehen“, kündigt der Marktmeister an. Was sich dort abspielen wird, ist aber noch nicht komplett spruchreif. „Vieles ist noch in der Schwebe“, sagt Rainer Mewe. Es werde aber wieder ein Frühschoppen, vermutlich mit dem Brinkumer Shantychor, und eine After-Work-Party für die Aussteller und ihre Gäste geben. Laut Mewe will die Kreissparkasse wieder ihr Vereinsquiz veranstalten.

Bei Marktmeister Schmidt laufen derweil täglich Anfragen auf, ob ein Stand nicht doch noch einen Meter größer werden könnte, oder ab wann im April aufgebaut werden kann. „Die Organisation ist ein ganz schöner Aufwand“, gibt er zu, hofft aber dennoch, dass schnell ein Nachfolger für ihn gefunden wird. „Ich könnte mir auch den einen oder anderen gut vorstellen“, sagt er, will aber noch keine Namen nennen. Auf denjenigen würde aber nicht nur die Organisation der Gewerbeschau zukommen. Denn Schmidt verrät, dass auch die Organisation der Oldtimershow und des Schweinemarktes in diesem Jahr zum letzten Mal in seinen Händen liegen soll.

Der Stuhrer Frühjahrs- und Gewerbemarkt wird am Freitag, 15. April, um 13 Uhr eröffnet. Bis 19 Uhr kann die Gewerbeschau besichtigt werden. Am Sonnabend, 16. April, ist das Ausstellungsgelände an der Bassumer Straße in Brinkum von 11 bis 19 Uhr geöffnet, am Sonntag, 17. April, von 11 bis 18 Uhr.

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