Sudweyher Autor Marten Steppat

Ein vorerst letztes Mal nach Kumono

Aller guten Dinge sind drei: Der Sudweyher Autor Marten Steppat hat nun den letzten Teil seiner Kumono-Saga veröffentlicht. Ein generelles Ende dieses Universums soll das aber nicht sein.
14.03.2018, 17:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Stephen Kraut

Weyhe-Sudweyhe. Ein wenig länger als für die ersten beiden Teile hat Marten Steppat schon gebraucht, doch nun ist es geschafft: Mit "Die Schlüssel der Macht" findet seine Trilogie rund um das Leben auf dem Planeten Kumono ein Ende. Zurücklehnen will sich der Sudweyher deshalb aber nicht, "ich habe noch einige Ideen", verrät er schmunzelnd.

Bei Gnomen und Feen denken wohl die meisten Menschen an eine Fantasy-Geschichte, bei Steppat jedoch geht es dabei rein um die Technik. "In der Zukunft haben Menschen den Planeten Kumono besiedelt", berichtet der Autor. "Es ist ein Paradies." Doch eine Katastrophe zerstört alle Technik, so auch die Maschinen, die die fantastisch anmutenden Namen tragen. Steppats Geschichte setzt 100 Jahre nach diesem Einschnitt an, die Menschen haben die technischen Hilfsmittel weitgehend vergessen. Doch dann geraten sie wieder in Kontakt damit. "Im dritten Buch geht es nun primär um die Macht – ihre Ablehnung und ihr Missbrauch", verrät Steppat. Denn verschiedene Gruppen versuchen, die technischen Geräte unter ihre Kontrolle zu bringen. Und auch die Künstliche Intelligenz selbst ist ein wichtiger Faktor. "Insgesamt beschäftigen sich die Bücher aber auch mit der Frage, was geschieht, wenn jemand in der schönen, perfekten Welt nicht mitspielt", fügt er hinzu.

Nachdem die ersten beiden Bücher relativ schnell geschrieben waren, benötigte Steppat für das dritte etwas mehr Zeit. "Im Prinzip habe ich das Buch dreimal geschrieben", räumt er schmunzelnd ein. Der Grund: "Die Charaktere waren nicht zufrieden, wie sich die Geschichte entwickelt hat." Nun aber ist das Werk fertig und Steppat wie auch die Charaktere sind zufrieden. Ein Grund, nun wieder mit dem Schreiben aufzuhören, ist das für ihn aber noch lange nicht. "Da wird noch einiges kommen", verspricht er. Die Trilogie sei nun zwar abgeschlossen, aber auch im Universum von Kumono sollen noch Handlungen angesiedelt werden. "Eine Idee ist, dass eine Geschichte auf dem Raumschiff spielt, das die Menschen nach Kumono gebracht hat, zur Zeit, bevor sie auf dem Planeten gelandet sind", sagt Steppat. Wichtig sei ihm aber, dass alle Erzählungen abgeschlossen sind.

Geschrieben hat der Sudweyher nach eigenen Angaben schon seit der Kindheit, und auch in seiner sonstigsten Tätigkeit ist er nicht so weit davon entfernt, wie er berichtet. "Ich bin Hypnose-Coach. Da arbeitet man auch mit Worten und Visionen", betont er. Das Schreiben ist trotzdem ein wichtiger Bestandteil, auch neben der Fertigstellung seiner Trilogie hat er immer wieder auch an anderen Projekten geschrieben. "Ich arbeite noch an einem Fantasy-Buch, dort wird es dann Zauberer geben", verrät er schon einmal. Darüber hinaus verfasst er immer wieder Kurzgeschichten. Eine Art Ideenkollision mit der Kumono-Saga gab es dabei nie, so Steppat. "Die Geschichte habe ich schon seit etwa zehn Jahren im Kopf, das hat ganz gut funktioniert", betont er.

Die Leser seiner Bücher haben ihm da bislang recht gegeben. "Ich habe zu 100 Prozent positives Feedback erhalten", berichtet Steppat. Trotzdem oder gerade deshalb sei bei der Veröffentlichung des dritten Teils auch Lampenfieber hinzugekommen. "Ich hoffe, den Menschen gefällt das Ende", sagt er. Dass ihnen der Anfang zumindest gefiel, davon hatte Steppat sich bei einer Lesung in der Wassermühle Sudweyhe auch selbst überzeugen können. "Ich habe daraus ein Hörspiel gemacht, also die Stimmen imitiert und auch einige Gegenstände mitgebracht", berichtet er. So etwas könnte er sich für die Zukunft auch noch einmal vorstellen

Das erste Buch erschien 2015, inhaltlich ist Steppat mit den ersten Werken aber immer noch zufrieden. Allerdings: "Ich habe das erste noch einmal neu aufgelegt", berichtet er. "Aber dabei ging es nur um die Formatierung und das Cover, das mir etwas zu dunkel war." An dem Motiven auf den Büchern hat sich nichts verändert; das erste Werk ziert noch immer eine Raupe, auf dem zweiten Teil ist es ein Schmetterling. Die Idee ist laut Steppat auch auf dem dritten Buch weitergeführt, was es aber genau mit dem Bild auf sich hat, werde nicht direkt deutlich, räumt der Autor ein. Und verrät: "Das kommt erst im Laufe der Geschichte."


Steppats Kurzgeschichten sind auch im Internet z
u finden. Unter der Adresse www.martensteppat.de gibt es außerdem weitere Informationen zu seinen bisherigen Büchern.

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