Sudweyher Bahnhof

„Endlich passiert hier etwas“

Die Ideen des Vereins Sudweyher Bahnhof für den gleichnamigen Sanierungsfall kamen gut an beim Info-Tag am Sonnabend. Bedenken wurden abgebaut. Ein Problem muss aber noch angegangen werden.
02.04.2017, 18:44
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„Endlich passiert hier etwas“
Von Sebastian Kelm

Weyhe-Sudweyhe. „Endlich passiert hier etwas!“ Dies war der Tenor, der sich vernehmen ließ, wohin man auch hörte am Sonnabend beim alten Sudweyher Bahnhof. Etwa 300 Besucher waren zu dem außen recht schmucken, dafür von innen umso verfalleneren Gebäude gekommen, das wieder komplett hergerichtet und zum Kulturbahnhof umgestaltet werden soll. Was genau der eigens dazu gegründete Verein vorhat, war bei drei Vorträgen im nahen Feuerwehrhaus zu erfahren. Eine Gelegenheit, die rund 140 Interessierte nutzten.

Am Rande konnte die Vorsitzende Christine Burda vermelden, dass in der kommenden Woche der Eintrag von Sudweyher Bahnhof ins Vereinsregister vom Amtsgericht Walsrode bestätigt wird. Die Gemeinnützigkeit sei bereits vom Finanzamt bestätigt worden. Und noch eine Personenzahl konnte sie verkünden: Zu den neun Gründungsmitgliedern haben sich mittlerweile mehr als 50 Helfer gesellt.

Weitere Mitstreiter konnten bei dem Info-Tag gewonnen werden, berichtete Christine Burda. Einige wollten aber vorher wissen, was ihnen eine Mitgliedschaft eigentlich bringt. Als Gegenleistung fürs Anpacken bei der Sanierung soll es die Möglichkeit geben, den Bahnhof samt geplantem Gästezimmer später für Feste zu nutzen. „Und man trägt dazu bei, etwas Bleibendes zu schaffen“, setzt die Vereinsvorsitzende auch auf den Idealismus der Mitglieder. Der ist offenbar da: „Wenn das mit der Bereitschaft so weitergeht, wäre es optimal.“

Gemeldet hatte sich auch eine Dame, die früher schon mal ein ähnliches Projekt geplant hatte. Sie will sich jetzt laut Christine Burda mit einbringen – samt ihres umfangreichen Künstlernetzwerks.

Es sei aber auch Skepsis geäußert worden, ob der Betrieb wirklich nur mit Ehrenamtlichen aufrecht zu halten sein wird. Sie verwies da nur auf das Beispiel Alte Posthalterei in Syke. Das Café laufe auch so – und habe gar jeden Tag geöffnet. Einräumen musste sie, dass die Parkplatzsituation am Sudweyher Bahnhof noch ein Problem darstellt. Gäste müssten sich ebenso wie Besucher des SGL Fitness- und Gesundheitszentrums auf der anderen Seite der Raiffeisenstraße arrangieren.

Von sonstigen Anwohnern scheint kein Gegenwind zu drohen. Christine Burda erhielt von Nachbarn die Rückmeldung, es sei ein toller Tag gewesen, wenn es immer so werde, könne man sich damit anfreunden.

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