Ermittlungen in Rotenburg

Obduktion ergibt: Vierjähriger ist in der Wümme ertrunken

Der in Rotenburg tot in der Wümme gefundene Junge ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft ertrunken. Die Mutter stehe wegen Totschlags unter Verdacht.
10.11.2020, 12:38
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Von Irene Niehaus
Obduktion ergibt: Vierjähriger ist in der Wümme ertrunken

Der Vierjährige, der vergangene Woche tot aus der Wümme geborgen wurde, ist laut Staatsanwaltschaft Verden ertrunken. Die Mutter hat sich nach Angaben der Behörde noch nicht zu den Umständen geäußert (Symbolfoto).

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der in Rotenburg tot in der Wümme gefundene Junge ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Verden ertrunken. Diese Todesursache habe die Obduktion des Vierjährigen ergeben, sagte Oberstaatsanwalt Marcus Röske. Die Ermittlungen wegen Totschlags gegen die 40-jährige Mutter liefen weiter. Das Geschehen vom vergangenen Donnerstagabend sei immer noch unklar. Die Mutter befinde sich weiterhin in einem psychiatrischen Krankenhaus. Sie habe sich noch nicht geäußert, so Röske. Warum der Junge behandlungsbedürftig war und die Mutter mit ihrem Kind das Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg verließ, dazu wollte der Oberstaatsanwalt am Dienstagvormittag keine Angaben machen.

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Die Geschehnisse hätten viele Mitarbeitende des Diakonieklinikums bewegt, teilte Matthias Richter, Unternehmenssprecher des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg, am Dienstag mit. „Die Geschäftsführung und Betriebsleitung sprechen den Angehörigen ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.“ Nähere Informationen möchte Richter jedoch nicht preisgeben: „Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Gründen des Datenschutzes und zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte keine Auskünfte über unsere Patienten geben.“

Die 40-jährige Frau war vor fünf Tagen mit ihrem Sohn in der Klinik gewesen, hatte das Krankenhaus aber abends mit dem Kind verlassen. Das Diakonieklinikum alarmierte die Polizei, die mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften die Mutter suchte. Sie trafen sie schließlich allein im Stadtzentrum an. In der Nacht zu Freitag dann barg die Feuerwehr den Vierjährigen tot aus dem Fluss.

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