Börse der Aquarienfreunde in Sudweyhe Etliche Ideen aus den Becken gefischt

Ihr Hobby scheint sich zunehmender Beliebtheit zu erfreuen. Dafür spricht jedenfalls die Besucherzahl bei der jüngsten Zierfischbörse der Aquarienfreunde Weyhe.
18.03.2018, 17:22
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Von Femke Liebich

Weyhe-Sudweyhe. Zufriedene Aussteller, Züchter und Interessierte – so lautet das durchweg positive Fazit der Aquarienfreunde Weyhe zur Zierfischbörse, die am Sonntag erneut in der Aula der Grundschule Sudweyhe stattfand. Insgesamt rund 500 Besucher nutzten die Gelegenheit, um neue Fische für das heimische Aquarium zu ergattern, sich von sechs Ausstellern beraten zu lassen und um aus den 50 Verkaufsbecken neue Anregungen zu fischen.

„So gut ist es wirklich lange nicht gelaufen. Ich komme gar nicht zum Luft holen. Die ersten Stunden war ich nur mit Fische fangen und verkaufen beschäftigt“, berichtete Renate Husmann von den Aquarienfreunden. Die stellvertretende Vorsitzende hatte erneut ihre Garnelen im Angebot, von denen bis zur Mittagszeit bereits zwei Arten komplett ausverkauft waren.

Neben dem Verkauf steht bei der Zierfischbörse zugleich der Austausch der Züchter untereinander im Vordergrund. „Wir kommen hier gerne her, weil wir schon öfters nützliche Tipps bekommen haben“, sagte Carola Richter aus Kirchweyhe. Zusammen mit ihrer 14-jährigen Tochter ist sie vor fünf Jahren unter die Aquarianer gegangen. „Nachdem wir in unserem Becken bislang vor allem Guppys gehalten haben, haben wir jetzt noch ein paar Platys dazugekauft“, erzählten sie. Zudem ließen sie sich von Renate Husmann bezüglich ihrer Schnecken-Problematik beraten. „Die vermehren sich bei uns enorm. Aber bevor wir zu schneckenfressenden Schnecken greifen, werden wir es jetzt erstmal mit weniger Füttern versuchen“, freute sich Carola Richter über einen wertvollen Hinweis.

Für Fabian Burdorf und seine Eltern war es der erste Besuch bei einer Zierfischbörse. „Bis jetzt haben wir unsere mehr als 40 Fische fast ausschließlich in der Zoohandlung gekauft“, berichtete der 13-Jährige aus Bassum. Auf der Börse statte er sich nun mit neuen Pflanzen aus. „Die Züchter sind alle sehr nett, und ich habe auch schöne Fische gesehen, die vielleicht auch etwas für unser Becken wären – wenn wir wieder etwas mehr Platz haben“, ergänzte er.

Für Michael Albers war die Zierfischbörse ebenfalls eine Premiere. Der Hobbyzüchter ist erst vor einer Woche in den Verein der Aquarienfreunde Weyhe eingetreten und war nun bereits mit einem eigenen Becken und sieben Roten Zebra-Buntbarschen vertreten. „Ich züchte seit mehr als 15 Jahren, und bislang hat mir immer der Austausch mit Gleichgesinnten gefehlt. Das soll sich jetzt ändern“, sagte er hoffnungsvoll. Aufmerksam auf den Verein ist er laut eigener Aussage auf der vergangenen Zierfischbörse im Herbst geworden. Anschließend habe er einen Vortrag besucht und so Kontakt mit den Aquarienfreunden aufgenommen.

„Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch und für uns ist die Zierfischbörse eben immer eine gute Gelegenheit, um Kontakt zu Interessierten aufzunehmen“, sagte Renate Husmann, die sich stets für das Zuchtverhalten ihrer Käufer interessiert. „Manche freuen sich schon, wenn ich ihnen die wichtige Bedeutung von Pflanzen nahe lege. Diese erfüllen schließlich nicht nur einen optischen Aspekt, sondern werden von den Fischen gleichzeitig als Rückzugsort genutzt.“

Die Besucher konnten sich auch dieses Mal wieder über ein breites Spektrum bekannter und weniger bekannter Tiere freuen. Die Vielfalt reichte von Smaragdplattbarschen über Herzblut-Platys und Guppy-Millionenfische bis hin zu Panzer-, Antennen-und Harnischwelsen sowie Kampffischen. Garnelen und Krebse rundeten das abwechslungsreiche Angebot ab.

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