Erfolgreiche Bewerbung Fahrenhorster gewinnen Casting zu "Neues aus Büttenwarder"

Stuhr·Grönwohld. Und die Sieger kommen aus ... Fahrenhorst! Die sieben jungen Leute aus der Gemeinde Stuhr, die sich um eine Nebenrolle in der TV-Kultserie 'Neues aus Büttenwarder' beworben hatten, konnten jetzt stolz wie Oskar die Heimreise vom Casting antreten.
04.05.2010, 06:10
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Von Hauke Gruhn

Stuhr·Grönwohld. Und die Sieger kommen aus ... Fahrenhorst! Die sieben jungen Leute aus der Gemeinde Stuhr, die sich (wie berichtet) um eine Nebenrolle in der TV-Kultserie 'Neues aus Büttenwarder' beworben hatten, konnten jetzt stolz wie Oskar die Heimreise vom Casting antreten. Sie haben am Original-Drehort von 'Büttenwarder' im schleswig-holsteinischen Grönwohld nicht nur einen fabelhaften Eindruck von der Kulisse gewonnen, sondern offenbar auch einen ebenso fabelhaften Eindruck bei der Jury hinterlassen.

'Anscheinend haben wir uns zumindest nicht daneben benommen', untertreibt Gerrit Seevers. Er und seine sechs Mitstreiter hatten zwei Tage lang nach eigenem Bekunden 'jede Menge Spaß' beim Casting. Von ursprünglich mehr als 300 Bewerbern hatten die Fahrenhorster es mit ihrer Idee, sich von zwei alten Treckern auf Skiern durch einen Bach ziehen zu lassen, bis unter die Top 5 geschafft. Die auserwählten Teams mussten sich nun in Grönwohld einem wahrlich 'knallharten Wettbewerb' stellen.

Beim Treckerfahren im Slalomparcours hatten die Fahrenhorster natürlich Pluspunkte in Sachen Erfahrung. Schließlich kommen sie selbst 'vom Lande'. Und auch in der Disziplin Hühnerfangen machten sie laut Gerrit Seevers keine schlechte Figur. 'Da wurde am Ende aber nicht nur auf die Zeiten geachtet. Die wollten wohl vor allem sehen, wie sich die Teilnehmer insgesamt anstellen.' Für den 'Büttenwarder'- Wissenstest hatte sich Gerrit Seevers noch mal extra sämtliche Folgen der Serie um Jan Fedder und Peter Heinrich Brix ganz genau angeschaut. 'Die Fragen waren deshalb auch kein Problem', erzählt der Fahrenhorster. Zum Beispiel musste er wissen, wie der Hund von Bürgermeister Schönbiehl heißt - nämlich Harald.

Nicht so schnell vergessen werden Cord Evers, Michael Ahlers, Jonas Thomsen, Steffen Seevers, Michael Heider, Arne Hüneke und Gerrit Seevers vor allem das Zusammentreffen mit ihren 'Helden'. Jan Fedder, der in der Serie den nie um eine bauernschlaue Idee verlegenen Landwirt Kurt Brakelmann spielt, trafen sie am Drehort ebenso wie Sven Walser, der sonst besser als comicsüchtiger Stallknecht Kuno bekannt ist. 'Wir waren mit allen schnell per Du', erzählt Gerrit Seevers. 'Wobei Jan Fedder etwas zurückhaltender war und Sven Walser richtig locker - der hat wie in der Serie die ganze Zeit rumgealbert.' Beeindruckt haben die sieben Fahrenhorster die schauspielerischen Fähigkeiten von Fedder. 'Der kann von jetzt auf gleich auf den Bauern Brakelmann umschalten und wieder zurück - ein Vollprofi halt.' Ihre eigenen schauspielerischen Fähigkeiten schätzen die Fahrenhorster hingegen als eher'mäßig' ein. 'Da können wir natürlich nicht mithalten', gibt Gerrit Seevers zu. 'Aber in der Serie sollen wir ja wohl uns selbst spielen - das sollte klappen.'

Als Jan Fedder am Ende die Sieger krönte, in dem er auf der Bühne in der Scheune ein Büttenwarder-Ortsschild hinter dem Vertreter des Gewinner-Teams platzierte, gab es kein Halten mehr. 'Da sind dann sechs Irre auf mich losgestürmt', erinnert sich Gerrit Seevers. In der Folge mussten sie auch viele Radio-Interviews geben und mit den örtlichen Zeitungen sprechen.

Natürlich haben Gerrit Seevers und seine Freunde, die ihren alten Traktor Baujahr ?53 zum Casting mitbrachten und damit für ordentlich Aufsehen sorgten, aber auch die Hauptdrehorte im fiktiven Ort 'Büttenwarder' genau unter die Lupe genommen. 'Wir haben uns den Dorfkrug angeguckt', erzählt Gerrit Seevers. 'Der wirkt im Fernsehen viel größer. Dann haben wir das Haus vom Bürgermeister besucht und den Hof von Brakelmann.' Letzterer sehe tatsächlich genauso romantisch-heruntergekommen aus wie in der Serie, verrät der Fahrenhorster. 'Nur Brakelmanns Traktor stand nicht da, der gehört im wahren Leben nämlich dem Wirt des Gasthofs. Und statt Hühnern waren da Gänse.'

Jetzt fehlt nur noch der Bach

Die in Büttenwarder überaus beliebte Getränkekombination 'Lütt un Lütt' (Kööm und Bier) haben die Fahrenhorster Nachwuchsschauspieler vor Ort selbstredend auch verköstigt. 'Das schmeckt natürlich ähnlich wie bei uns - aber ,Lütt un Lütt? in Büttenwarder zu trinken, ist schon etwas Besonderes', hat Gerrit Seevers festgestellt. Die Stimmung unter den Casting-Kandidaten sei die beiden Tage über hervorragend gewesen. Und so habe es ihn besonders gefreut, dass Teilnehmerin Wencke mit ihrer Reitkuh Zora einen Sonderpreis gewonnen habe. Auch sie darf damit im Sommer wieder nach Büttenwarder zum Seriendreh.

Wie genau die Fahrenhorster dann in die Handlung eingebaut werden, ist noch offen. Autor Norbert Eberlein wird allerdings schon etwas kreativ sein müssen, denn: In 'Büttenwarder' gibt es weit und breit keinen Bach für Trecker-Wasserski. Trotzdem sind die sieben Fahrenhorster optimistisch: 'Wir wurden ja vor allem für unsere Idee ausgewählt, das hat uns auch Jan Fedder so gesagt. Deshalb findet sich da schon eine Lösung', ist sich Gerrit Seevers sicher. Ob im Sommer zum echten Dreh erneut der alte Trecker der Marke Hanomag den weiten Weg von Fahrenhorst nach Büttenwarder - pardon, Grönwohld - finden wird, steht derzeit noch in den Sternen. 'Unser Trecker läuft viel besser als der von Brakelmann', hat Gerrit Seevers festgestellt. 'Der andere ist schon etwas ausgelutscht.' Aber dafür, echte Kenner der Serie wissen es, kann Brakelmanns Trecker sprechen...

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