Drei Menschen aus Stuhr erhalten Anruf Falsche Kriminalbeamte warnen vor angeblichen Einbrüchen

Die Anrufer geben sich als Polizisten aus, warnen vor Einbrüchen und wollen zur Sicherheit Wertgegenstände einsammeln. Solche Anrufe haben am Mittwoch auch Menschen in Stuhr bekommen.
04.01.2018, 13:53
Lesedauer: 2 Min
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Falsche Kriminalbeamte warnen vor angeblichen Einbrüchen
Von Claudia Ihmels

Stuhr. Als bei Klaus Wolf am Mittwoch gegen 21.30 Uhr das Telefon klingelte, traute er zunächst seinen Ohren nicht. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes in Hamburg aus, um dem 73-jährigen Varreler mitzuteilen, dass sein Haus auf einer Liste mit potenziellen Einbruchszielen auftaucht. Wolf wurde jedoch gleich misstrauisch. „Ich riet dem Anrufer, darüber doch besser auch mit der Polizei in Weyhe zu sprechen“, sagt er. Daraufhin sei das Gespräch schnell beendet gewesen. Den Anruf beim Weyher Kommissariat übernahm dann Wolf selbst – und es stellte sich heraus: Nicht nur bei ihm hatten sich mutmaßliche Betrüger telefonisch als Polizisten ausgegeben.

„Uns sind zwei weitere Sachverhalte aus Stuhr bekannt“, sagt Sandra Franke, Sprecherin der Polizeiinspektion Diepholz. Um 17 und um 18.45 Uhr hätten zwei weitere Stuhrer Bürger ähnliche Anrufe erhalten und daraufhin die Polizei verständigt. Die Masche der Anrufer ist den Beamten dabei durchaus bekannt, laut Franke kommen diese Trickdiebstähle zum Nachteil von meist älteren Menschen „immer mal wieder“ vor. Dabei gibt sich jemand am Telefon als Polizist aus und berichtet, in der Gegend komme es zu Einbrüchen. Zur Sicherheit würde die Polizei deshalb Wertsachen einsammeln.

Abgeholt würden die Sachen dann aber mitnichten von der Polizei. „Die Polizei würde das niemals so machen“, stellt Sandra Franke klar. Die Beamten würden höchstens persönlich vorbeikommen, dann aber auch keine Wertgegenstände mitnehmen. „Wir würden nur Tipps geben, wie man sein Haus und seine Wertgegenstände am besten sichert“, sagt die Polizeisprecherin. Klaus Wolf und die beiden weiteren Betroffenen hätten genau richtig reagiert, indem sie die Polizei verständigt haben.

Laut Franke ist die Dunkelziffer derjenigen, die Opfer eines solchen Trickbetrugs werden, „recht hoch“. Es gebe seitens der Polizei aber große Ermittlungsverfahren, um diese Taten aufzuklären. Außerdem würden die Beamten präventiv tätig sein. Zum Beispiel arbeite man mit Banken zusammen, um die Mitarbeiter zu sensibilisieren, wenn jemand eine größere Summe Geld abhebt. Auch bei Facebook würde die Polizei auf derartige Betrugsmaschen hinweisen, um so auch die Kinder und Enkelkinder der meist älteren Menschen zu erreichen, die dann wiederum ihre Eltern und Großeltern entsprechend warnen könnten.

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