Mit „Legion der Donnergötter“ hat der Weyher Autor Mark Bredemeyer seine „Runenzeit“-Saga weitergesponnen Fans waren schon ganz heiß auf vierten Teil

Die Varusschlacht hat es Mark Bredemeyer schon sehr lange angetan – und die Frage, wie sich das historische Ereignis unter anderen Umständen hätte entwickeln können. Nun hat der Weyher Autor die Geschichte im vierten Teil seiner „Runenzeit“-Saga weitergesponnen – der von seinen Fans schon herbeigesehnt wurde.
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Fans waren schon ganz heiß auf vierten Teil
Von Annika Lütje

Die Varusschlacht hat es Mark Bredemeyer schon sehr lange angetan – und die Frage, wie sich das historische Ereignis unter anderen Umständen hätte entwickeln können. Nun hat der Weyher Autor die Geschichte im vierten Teil seiner „Runenzeit“-Saga weitergesponnen – der von seinen Fans schon herbeigesehnt wurde.

Wenn der Autor Mark Bredemeyer an seiner „Runenzeit“-Saga schreibt, braucht er inzwischen die ein oder andere Gedächtnisstütze. Immerhin ist vor Kurzem der bereits vierte Band mit dem Titel „Legion der Donnergötter“ erschienen. Und in dem dichten Geflecht aus historischen Fakten, Charakteren und Handlungssträngen kann man schon mal den Überblick verlieren – aber nur leicht. Denn „eigentlich habe ich die Handlung im Kopf“, so Bredemeyer, „nur manche Details muss ich dann doch nachschlagen.“ Mittlerweile haben sich einige recht umfangreiche Tabellen und Listen angesammelt, in denen ein paar Dutzend Charaktere und deren Geschichten archiviert sind.

Dabei sah es nach dem Erscheinen des dritten Bandes namens „Der Aufstieg des Arminius“ so aus, als sei die „Runenzeit“-Saga beendet. Doch die Mischung aus Historienroman und Fantasy ist noch lange nicht auserzählt. Das haben auch die vielen Leserbriefe, E-Mails und anderen Nachrichten von Bredemeyers Fans verdeutlicht. „Die waren schon ganz heiß auf den nächsten Teil“, sagt der Erichshofer.

In dieser Fortsetzung widmet sich der 43-jährige Autor ausführlich der Varusschlacht. „Jeder, der sich mit Geschichte etwas auskennt, wird da einiges erkennen“, sagt Bredemeyer. Denn er hält sich in „Runenzeit“ strikt an historische Fakten, die er penibel recherchiert und aufnimmt, wie er erzählt. Nur interpretiert er die Geschichte etwas um: „Ich statte meine Charaktere zum Beispiel mit Waffen aus, die es früher gar nicht gab. Und Zeitreisen waren da natürlich auch nicht möglich“, erklärt er augenzwinkernd. Auf diese Weise geht er ein historisches Mammutereignis mit der Frage an: Wie hätte es unter bestimmten neuen Voraussetzungen auch ablaufen können?

Eigentlich ist Mark Bredemeyer IT-Projektleiter – einen besonders kreativen Beruf hat er also nicht. „Aber gerade dieser Gegensatz fordert mich heraus. Ich muss mich auch mal anders auslasten“, sagt er. Das macht er nach Feierabend, an den Wochenenden oder wenn er Überstunden abbummelt. Und beim Schreiben geht er immer nach dem selben Ablauf vor: „Ich entscheide zuerst, in welchen Jahren der Teil spielen soll und schaue mir auf der Jahresscheibe die historischen Ereignisse zu dem Zeitpunkt an“, erzählt der Autor.

Entlang dieser Ereignisse entwickelt Bredemeyer seine Geschichte. Er verankert und verquickt an der Perlenschnur der Historie die einzelnen Geschichten der Charaktere und konstruiert sie so, dass sie sich wiederum zu den tatsächlichen historischen Ereignissen entwickeln. „Gerade bei der Varusschlacht ist der Ablauf sehr detailliert überliefert. Dadurch wurde mir bei diesem Teil die Feinplanung schon an die Hand gegeben“, so Bredemeyer.

Überhaupt hat es ihm die Varusschlacht besonders angetan. „Ich habe mir schon immer vorgestellt, wie das wohl war, als sozusagen eine Horde Barbaren drei hochgerüstete Legionen in den Untergrund getrieben haben – und das in nur drei Tagen. Das wollte ich schon lange mal weiterspinnen“, sagt der Erichshofer. Und das im Grunde seit seiner Schulzeit, denn so lange hat er bereits ein ausgeprägtes Faible für Geschichte. „Ich habe schon immer viel über Geschichte gelesen – auch Studien und Ausgrabungsergebnisse“, sagt er. Am liebsten mag er die Eisenzeit und das Römische Kaiserreich. „In der Hinsicht bietet ja auch unsere Region sehr viel. Diese Gegend hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich, wo fast über Jahrzehnte bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten“, fügt er hinzu.

Bevor nun Panik ausbricht, dass nach diesem vierten Teil der „Runenzeit“ tatsächlich mit der Saga Schluss sein könnte: „Der fünfte Teil ist schon fertig und geht bald an die Testleser. Das Manuskript muss noch überarbeitet werden, und es muss ein Cover entwickelt werden“, kündigt Mark Bredemeyer bereits einen weiteren Nachfolger verheißungsvoll an.

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