Jugendhaus Trafo macht in Bilder und Sprechblasen auf die Gefahren von Alkohol aufmerksam Foto-Story mit offenem Ende

Weyhe-Kirchweyhe. In den Nachrichten hört man immer wieder von Jugendlichen, die völlig alkoholisiert in Krankenhäuser eingeliefert werden. Keineswegs nur ein Problem der Großstädte. Auch in den Gemeinden feiern die Jugendlichen ab und an zu ausgelassen. Um die Teenager über die Gefahren des Alkoholkonsums aufzuklären, präsentierte das Kirchweyher Jugendhaus Trafo jetzt eine Foto-Story, die zusammen mit den Besuchern des Hauses erarbeitet worden ist.
11.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Robert Müller

Weyhe-Kirchweyhe. In den Nachrichten hört man immer wieder von Jugendlichen, die völlig alkoholisiert in Krankenhäuser eingeliefert werden. Keineswegs nur ein Problem der Großstädte. Auch in den Gemeinden feiern die Jugendlichen ab und an zu ausgelassen. Um die Teenager über die Gefahren des Alkoholkonsums aufzuklären, präsentierte das Kirchweyher Jugendhaus Trafo jetzt eine Foto-Story, die zusammen mit den Besuchern des Hauses erarbeitet worden ist.

Protagonist der Geschichte ist der 14-jährige John. Er findet es cool, sich bei jeder Party hemmungslos zu betrinken, auch wenn seine Freunde das meist gar nicht so lustig finden. Doch John lässt sich auch nicht vom Alkohol abbringen, als seine Freunde schon nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Am Ende landet John auf der Intensivstation, und die Eltern sind verzweifelt, weil sei nicht wissen, wie sie ihren Sohn wieder auf den rechten Weg kriegen sollen.

Hier endet die Geschichte ganz bewusst mit offenem Ende. "Wir wollen den Jugendlichen nicht mit erhobenem Zeigefinger drohen, sondern viel mehr zur Diskussion anregen", sagen die beiden Sozialpädagogen Manuela Hain und Jan Pfingsten vom Jugendhaus Trafo. Ziel sei es, dass die Hausbesucher auf die Betreuer zugehen und die offene Diskussion zu dem Thema suchen. "Wir hören schon von solchen Fällen unter den Jugendlichen und sprechen die Beteiligten auch darauf an", erklärt Pfingsten. Mit der Foto-Story soll aber auch schon im Vorfeld eine bessere Aufklärung bei den Jugendlichen erreicht werden.

Thema entstand per Abstimmung

Entstanden ist das Projekt aus der Überlegung, die Jugendlichen aktiv in ein Projekt mit einzubinden. "Jeder ist freiwillig hier, wir können und wollen ja niemandem irgendetwas aufdrücken", so Pfingsten. Also haben die Pädagogen überlegt, dass die Kinder am besten über ein Medium zu erreichen sind. "Wir haben uns dann für die Foto-Storys aus diversen Jugendzeitschriften entschieden, da diese von den Besuchern immer gerne gelesen werden", so Manuela Hain. Das Thema Alkoholmissbrauch stand keinesfalls von Anfang an fest. In einer offenen Abstimmung stimmten die Jugendlichen schließlich für das Thema ab. "Das Thema Mobbing beispielsweise landete auf Platz zwei", so die Pädagogen. Die Jugendlichen arrangierten im Anschluss die Szenen selbst und standen auch vor der Kamera Modell. Einige ließen in den Entstehungsprozess auch eigene Erfahrungen mit einfließen. "Wir wollen die Jugendlichen sensibilisieren, auch einmal auf die anderen aufzupassen, wenn diese zu viel getrunken

haben", so Pfingsten.

Die Betreuer zeigten sich mit dem Ergebnis der Foto-Story auf jeden Fall zufrieden. "Zwar gab es immer wieder kleine Probleme bei der Entstehung, aber im Großen und Ganzen verlief alles glatt", so die beiden Sozialpädagogen. Die Jugendlichen selber können sich die Foto-Story ab Beginn der Woche im Jugendhaus Trafo anschauen und darüber diskutieren.

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