Ehrenamtsmesse in Stuhr

Freiwilliges Engagement gesucht

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, muss zunächst das passende Betätigungsfeld finden. Hilfe dabei gab es am Sonnabend bei einer Messe in Brinkum.
22.10.2017, 19:23
Lesedauer: 3 Min
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Von Femke Liebich
Freiwilliges Engagement gesucht

Auch Michael Lampe kann sich ein Ehrenamt vorstellen. Deshalb informierte er sich bei Tanja Eickhorst vom Sozialverband Deutschland.

UDO MEISSNER

Stuhr-Brinkum. Ob es eine Beschäftigung mit Kindern und Senioren, für den Naturschutzbund, im Sportverein oder mit Flüchtlingen ist – wer sich in der Gemeinde Stuhr ehrenamtlich engagieren möchte, findet eine große Vielfalt an Möglichkeiten vor. Einen Überblick über die unterschiedlichen gemeinnützigen Organisationen, die sich jederzeit über Unterstützung freuen, lieferte am Sonnabend die dritte Messe für das Ehrenamt in der Mensa der KGS Brinkum.

26 Institutionen waren der Einladung der Stuhrer Freiwilligenagentur Mach mit gefolgt und präsentierten sich mit einem eigenen Stand. „Ich denke, dass wir den Interessierten eine abwechslungsreiche Mischung bieten. Für jeden Geschmack müsste etwas dabei sein“, berichtete Gabriele Parke von der Freiwilligenagentur. So waren unter anderem die Deutsche-Lebens-Rettungsgesellschaft, das Flüchtlingsnetz Stuhr, der FTSV Jahn Brinkum, die Stuhrer Nachtwanderer, die Mehrgenerationenhäuser in Brinkum und Fahrenhorst sowie das Büffelstübchen und Release mit dabei.

„Ich habe heute schon sehr nette Gespräche geführt. Die Besucher, die hier sind, möchten sich gerne ehrenamtlich einbringen“, berichtete Daniela Gräf, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Brinkum erfreut. „Wir suchen aktuell vor allem Unterstützung für unseren Fahrdienst sowie für das Sprechcafé und unseren neuen Handy-Workshop für Senioren“, ergänzte sie.

Konkrete Anfragen konnten Viola Dahnken und Rita Hüneke vom Heimatverein Heiligenrode zwar nicht verbuchen, aber dennoch waren die beiden mit ihrer Premiere auf der Ehrenamtsmesse zufrieden. „Ich sehe die Veranstaltung zugleich als gute Gelegenheit, um mit anderen Vereinen ins Gespräch zu kommen und in den Austausch zu treten. Wir können schließlich alle nur voneinander lernen“, sagte die Vorsitzende des Heimatvereins. Ihren Stand hatten die beiden Frauen – ihrem Verein entsprechend – sehr liebevoll und einladend mit einem kleinen Tisch und einem Stuhl sowie frischen Blumen und einem gehäkelten Deckchen dekoriert.

Die Vernetzung der Einrichtungen untereinander ist auch für Gabriele Parke ein wichtiges Thema. „Zahlenmäßig hätten wir uns sicherlich ein paar mehr Besucher gewünscht, aber die Stimmung unter den Ausstellern ist sehr gut, da sie auch untereinander ins Gespräch gekommen sind“, teilte sie mit. Gleichzeitig beobachtete sie bei den Interessierten einen zunehmenden Trend hinsichtlich der angebotenen Kurzzeitprojekte. „Viele Frauen und Männer – die meisten haben gerade das Rentenalter erreicht – möchten sich gerne ehrenamtlich engagierten, aber nicht unbedingt langfristig verpflichten“, berichtete sie aus Erfahrung. Aus diesem Grund bietet die Freiwilligenagentur Stuhr immer wieder kurzzeitige Projekte über maximal vier Wochen an. „Gerade jetzt zur Weihnachtszeit werden in den Grundschulen Engagierte gesucht, die beim Backen von Weihnachtsplätzchen helfen“, so Parke. Aber auch der Bedarf an Schwimmbegleitern und Unterstützern bei Fahrradprüfungen sei nach wie vor vorhanden.

„Wir freuen uns natürlich über jeden Interessierten, aber es wäre auch schön, wenn wir für gewisse Aufgaben junge Leute motivieren könnten“, sagte Anke Kirchmann von der Stuhrer Freiwilligenagentur. „Hier sind wir noch auf der Suche nach einem Erfolgsrezept“, ergänzte sie.

Zu den wenigen noch Berufstätigen, die sich in der Mensa umschauten, zählten Ramona Ksienzyk aus Syke und Nicole Garbers aus Brinkum. „Ich habe zwar nicht viel Zeit, möchte mich aber trotzdem gerne engagieren – am liebsten mit Kindern“, sagte die Sykerin, die bereits ein nettes Gespräch am Stand des Mehrgenerationenhauses geführt hatte. „Ich bin schon ehrenamtlich im Sportverein tätig und wollte mal schauen, was hier noch im Bereich Naturschutz angeboten wird“, erklärte Nicole Garbers.

Wer sich noch nicht sicher war, welcher Ehrenamt-Typ er ist, der war beim gleichnamigen Vortrag von Renate Kößling genau richtig. „Der Vortrag wurde sehr gut angenommen. Diese Art von Rahmenprogramm werden wir in zwei Jahren bei der nächsten Messe sicherlich wieder aufgreifen. Vielleicht wird es dann auch einen musikalischen Beitrag geben, schließlich haben wir in Stuhr viele Chöre“, überlegte Parke.

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