Ganztagsbetrieb in Tarmstedt geplant

7,5 Millionen Euro für Schulerweiterung

Der Umbau der Tarmstedter Grundschule für den Ganztagsbetrieb wird wohl wesentlich teurer als bisher angenommen. Neuerdings werden die Kosten auf 7,5 Millionen Euro geschätzt.
30.07.2021, 19:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Heeg
7,5 Millionen Euro für Schulerweiterung

Über die Erweiterung der Grundschule Tarmstedt ist erneut in einer nicht-öffentlichen Ausschusssitzung gesprochen worden.

CARMEN JASPERSEN

Tarmstedt. Der Umbau der Tarmstedter Grundschule für den Ganztagsbetrieb wird wohl wesentlich teurer als bisher angenommen. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, wurden die Kosten für Umbau und Erweiterung mit 7,5 Millionen Euro beziffert. Bislang sind Verwaltung und Politiker davon ausgegangen, dass die Samtgemeinde Tarmstedt gut fünf Millionen Euro in die Hand nehmen muss, um die Grundschule Tarmstedt fit für die Anforderungen der Zukunft zu machen.

Im April noch fünf Millionen

Das war jedenfalls der Stand im April, als sich der Schulausschuss, ebenfalls in vertraulicher Runde, erstmals mit einem Vorentwurf für die umfassende Modernisierung hin zu einer Ganztagsschule befasst hat. Damals lag eine Zeichnung auf dem Tisch, die im hauseigenen Bauamt gefertigt worden war. Sie enthielt eine Überraschung: Die Mensa, das Herzstück der Umgestaltung, sollte nämlich nicht auf dem Grundstück des Doktorhauses errichtet werden, wie es lange Zeit von der Verwaltung kommuniziert wurde, sondern genau auf der anderen Seite des Altbaus in Richtung Gartenstraße auf dem jetzigen Parkplatz.

An dieser Grundkonzeption hat sich nichts geändert, nachdem ein Architekturbüro aus Walsrode im Auftrag der Samtgemeinde aus der Zeichnung eine Vorplanung gemacht hat, die jetzt im Schulausschuss präsentiert wurde. Genau genommen waren es drei Varianten, die in der rund dreistündigen Zusammenkunft vorgestellt und diskutiert wurden. Und dazu gehörte eben auch eine aktualisierte Kostenschätzung, die sich auf 7,5 Millionen Euro beläuft.

"Andere Voraussetzungen"

Die Summe mag Schulamtsleiter Henning Aßmann zwar nicht bestätigen, und auf Details der Varianten wollte er auch nicht eingehen, schließlich sei die Sitzung ja nicht öffentlich gewesen. Er räumte aber ein, dass die Verwaltung nicht mehr mit Baukosten von fünf Millionen rechnet wie noch vor einigen Wochen: "Unsere bisherigen Kostenschätzung ist schon einige Jahre alt und beruhte auf anderen Voraussetzungen." Zum Beispiel sei die Ganztagsplanung "auf einem ganz anderen Stand als früher", zudem seien die Baukosten erheblich gestiegen. Der Öffentlichkeit vorstellen will die Samtgemeinde die Planungen, die nun noch weiter ausgearbeitet würden, am 14. Oktober in einer öffentlichen Sitzung des Schulausschusses.

Wo die Parkplätze für die Lehrer angelegt werden - ob auf dem Doktorhausgrundstück oder bei der Salemsgemeinde - ist laut Aßmann noch nicht entschieden. Bei der Salemsgemeinde sei noch keine Entscheidung gefallen.

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