Geflügelpest nachgewiesen Stallpflicht im gesamten Landkreis Rotenburg

Freilaufende Hühner, das darf es ab 31. Januar im Kreis Rotebnburg vorerst nicht mehr geben: Aufgrund der sich ausbreitenden Geflügelpest hat das Veterinäramt die „Aufstallung“ sämtlichen Geflügels angeordnet.
27.01.2022, 19:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Johannes Heeg

Landkreis Rotenburg. Aufgrund der sich ausbreitenden Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, hat das Veterinäramt des Landkreises Rotenburg die „Aufstallung“ sämtlichen Geflügels im gesamten Kreisgebiet angeordnet. Das Aufstallungsgebot tritt am Montag, 31. Januar, in Kraft, heißt es in einer Mitteilung.

Aviäre Influenza, umgangssprachlich auch Vogelgrippe oder Geflügelpest genannt, ist eine durch Viren ausgelöste „anzeigepflichtige“ Infektionskrankheit von wilden Wasservögeln. Sie kann bei infizierten Vögeln zu schweren Erkrankungen und massenhaftem Verenden führen. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) schätze in seiner aktuellen Bewertung vom 10. Januar das Risiko einer Einschleppung der Geflügelpest in Geflügelhaltungen als hoch ein. In Wildvogelfunden in den umgebenden Landkreisen und jetzt bei einer Wildgans im Landkreis Rotenburg konnte das Virus nachgewiesen werden.

Hühner, Truthühner, Perlhühner, Enten, Gänse, Wachteln, Fasane, Rebhühner und Laufvögel sind daher ab kommenden Montag, 31. Januar, ausschließlich in geschlossenen Ställen unterzubringen. Sofern nicht möglich, könne ein Schutz auch durch eine dichte Abdeckung des Auslaufs, beispielsweise mittels überstehendem Dach oder einer Plane sowie einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenabgrenzung erfolgen.

Durch sogenannte Biosicherheitsmaßahmen könne der Eintrag des Virus in das eigene Geflügel minimiert werden. Als Tränke darf kein Oberflächenwasser genutzt werden, Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden und die Fütterung darf nur an Stellen erfolgen, die für Wildvögel nicht zugänglich sind. Dringend zu empfehlen sei ein Wechsel der Schuhe, um die Geflügelpest nicht buchstäblich in den Stall zu tragen.

Weitere Informationen sowie die Allgemeinverfügung können auf der Website des Landkreises unter www.lk-row.de/gefluegelpest abgerufen werden. Auffällige Tierverluste in Geflügelbeständen sind dem Veterinäramt Rotenburg unter der Telefonnummer 04261/ 983 23 66 oder 04261/ 983 23 58 sowie per E-Mail (veterinaeramt.row@lk-row.de) zu melden. Unabhängig von der Geflügelpest müssen auch kleine Hobbyhalter ihre Geflügelhaltung beim Veterinäramt und der niedersächsischen Tierseuchenkasse registrieren lassen.

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