Prellball Der Pott soll wieder nach Sottrum

Vor vier Jahren hatte der TV Sottrum zum dritten Mal den Deutschlandpokal ausgerichtet. In wenigen Tagen findet das Turnier zum vierten Mal an der Wieste statt.
07.06.2019, 16:59
Lesedauer: 3 Min
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Der Pott soll wieder nach Sottrum
Von Florian Cordes

Geübt sind sie darin, große Turniere auf die Beine zu stellen. Doch viel Arbeit kommt dennoch jedes Mal auf sie zu. Die Prellballer des TV Sottrum richten auch in diesem Jahr wieder ein bundesweit bedeutendes Turnier in der Sporthalle am Bullenworth aus. Die besten Nachwuchs-Prellballer der Bundesrepublik spielen am 15. und 16. Juni um den Deutschlandpokal. Es ist nach 1989, 2008 und 2015 bereits das vierte Mal, dass an der Wieste um diese Trophäe gespielt wird.

Aus diesem Grund weiß Sottrums Prellball-Chef Volker Heinze auch nur zu genau, was hinter seinem Organisationsteam liegt und was noch auf ihn und seine Mitstreiter zukommt. Zwar haben Heinze und Co. schon so manch großes Turnier blitzsauber über die Bühne gebracht – darunter auch verschiedene Deutsche Meisterschaften –, „doch der Deutschlandpokal ist die Königsdisziplin des Organisierens“, findet Heinze.

Einer der Gründe für die viele Arbeit im Vorfeld und während des Turniers ist die große Teilnehmerzahl. „Derzeit liegt der Meldungsstand bei rund 270 Teilnehmern“, sagt Heinze. Wenn die vielen Prellballer, Trainer und Fans nach Sottrum kommen, sind dies aber keine Vereinsmeisterschaften. Denn beim Deutschlandpokal der Jugend treffen die Auswahlteams der Landesverbände in vier Altersklassen aufeinander. Der Titelverteidiger hat in diesem Jahr mit die kürzeste Anreise und ist zudem der Verband aus dem kleinsten Bundesland: 2018 schnappte sich Bremen in Meinerzhagen die Trophäe.

Während des Pressetermins, bei dem Volker Heinze die Details über die kommende Auflage des Deutschlandpokals preisgibt, lässt er durchblicken, dass ihm der Erfolg der Bremer nicht so wirklich schmeckte – eigentlich wollte er es auch gar nicht verstecken. „Menschlich verstehen wir uns gut mit den Bremern, aber sportlich gibt es da doch eine gewisse Rivalität. Wir verlieren ohnehin nicht gerne, aber gegen Bremen noch weniger“, beschreibt Heinze das Verhältnis zum Nachbarn aus der Großstadt mit einem Augenzwinkern. Im nächsten Atemzug schiebt er gleich hinterher, mit welchem Ziel der Niedersächsische Turnerbund in das Turnier geht: „Wir wollen den Pokal wieder nach Hause holen – also nach Niedersachsen.“

Ein gutes Omen dürfte schon einmal der Austragungsort sein: Denn vor vier Jahren waren es die Niedersachsen, die es sich in Sottrum auf dem obersten Podestplatz gemütlich machen durften. Damals zog Niedersachsen in allen Altersklassen mit seinen Auswahlteams ins Endspiel ein. Gelingt das dem Verband des zweitgrößten Bundeslandes auch in diesem Jahr, stehen die Chancen nicht schlecht, den Bremern den Titel abzuluchsen. Denn je besser ein Team in den jeweiligen Altersklassen platziert ist, desto eine größere Anzahl an Punkten sammelt es für den gesamten Landesverband. Alle Zähler fließen dann in die Länderwertung ein. In diesem Jahr sind neun Landesverbände dabei, wobei Berlin, Sachsen und Schwaben nur in jeweils drei Altersklassen eine Mannschaft ins Rennen schicken. Dementsprechend gehen diese Landesverbände schon einmal mit einem kleinen Handicap an den Start.

Als Favoriten gelten hingegen Niedersachsen und Bremen. „Aber es ist mitnichten so, dass es ein Kopf-an-Rennen zwischen den beiden Landesverbänden wird“, sagt Heinze. Unter anderem schicke auch der Verband aus Westfalen gute Prellballer gen Norden. Und Sottrums Prellball-Chef Volker Heinze versichert, dass alle Teilnehmer diese Fahrt liebend gerne auf sich nehmen: „Der Deutschlandpokal ist bei den jungen Sportlern der beliebteste Wettbewerb. Denn zwischen vielen Aktiven sind echte Freundschaften entstanden.“

Doch wenn am Sonnabend, 15. Juni, um 9 Uhr die Vorrundenspiele beginnen, werden die guten Verhältnisse eine gewisse Zeit ruhen müssen. Schließlich reisen alle Sportler nach Sottrum, um den Pokal mit nach Hause zu nehmen. Die Endspiele sollen am Sonntag um 13 Uhr angepfiffen werden. Auch einige Spieler des ausrichtenden Vereins hoffen darauf, bei diesen Partien auf dem Feld zu stehen: Gleich zwölf junge Prellballer des TVS wurden von den Landestrainern nominiert. In der weiblichen Jugend 11 bis 14 ist Michelle Ziegler dabei. Mattis Müller, Marlon Köhler und Mika Hüsing sollen in der männlichen Jugend 11 bis 14 unter ihrem Landestrainer Volker Heinze zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wollen Laura Ehlert, Daria Trompeter Melanie Seitz, Tabea Ehlert (alle weibliche Jugend 15 bis 18) sowie Genrich Schmidt, Malte Müller, Johannes Mahncken und Mikelis Mahncken (alle männliche Jugend 15 bis 18) möglichst viele Punkte für Niedersachsen einsammeln. Denn die Sottrumer haben einen großen Wunsch: Nicht nur organisatorisch soll der Deutschlandpokal für den Gastgeber wieder ein voller Erfolg werden.

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