Lehrerparkplätze auf Stelling-Grundstück

Bürgermeister Holle soll diskret verhandeln

Lehrerparkplätze auf dem Stelling-Grundstück der Salemsgemeinde - darüber soll Tarmstedts Verwaltungschef Frank Holle jetzt offiziell mit der Kirchengemeinde verhandeln. Und zwar diskret.
05.05.2021, 21:00
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Von Johannes Heeg
Bürgermeister Holle soll diskret verhandeln

Das Grundstück Hauptstraße 8 in Tarmstedt gehört der Salemsgemeinde. Sie bekommt jetzt eine offizielle Anfrage der Samtgemeinde, die darauf Parkplätze anlegen will.

Johannes Heeg

Tarmstedt. Im Rahmen seiner Bemühungen, ein Grundstück der Salemsgemeinde als Lehrerparkplatz für die Grundschule nutzen zu dürfen, wird Samtgemeindebürgermeister Frank Holle jetzt offiziell bei Pastor Martin Rothfuchs vorstellig. Am Dienstag hat der Samtgemeindeausschuss ihm das Mandat erteilt, eine konkrete Anfrage an die Kirchengemeinde zu richten.

Die Salemsgemeinde ist vor Jahren über eine Erbschaft Eigentümerin des Grundstücks Hauptstraße Nummer 8 geworden. Ein Teil davon, vielleicht 800 bis 1000 Quadratmeter, könnte die Samtgemeinde gebrauchen, um darauf Parkplätze für die Grundschule einzurichten, die erweitert und zur Ganztagsschule entwickelt werden soll. Weil die Mensa auf dem jetzigen Lehrerparkplatz errichtet werden soll, kam in der Verwaltung die Idee auf, die Stellplätze auf das Grundstück des Doktorhauses (Hauptstraße 4) zu verlagern, das abgerissen werden müsste. Weil über dieses Thema in Tarmstedt seit Wochen zum Teil sehr emotional diskutiert wird, hat Holle vor einigen Tagen als Alternative das Kirchengrundstück ins Spiel gebracht. Allerdings ohne offizielle Abstimmung mit der Salemsgemeinde, die sich dadurch unter Druck gesetzt fühlt.

Der Samtgemeindeausschuss hat Holle am Dienstag beauftragt, „unverzüglich“ mit den zuständigen Gremien der Salemsgemeinde in „diskrete und vertrauensvolle Verhandlungen über die Möglichkeiten der Nutzung des betreffenden Grundstücks (ehemals Stelling) einzutreten“. An den Kosten des Abrisses des darauf stehenden „baufälligen Hauses“ könnte sich die Samtgemeinde angemessen beteiligen.

Auf die Frage, ob denn schon mal eine Tiefgarage unter der künftigen Mensa erörtert worden sei, sagt Holle: „Nein, darüber haben wir noch nicht nachgedacht.“ Zwar räumte er ein, dass damit sowohl die Konflikte rund ums Doktorhaus als auch ums Stelling-Haus keine Rolle mehr spielen würden. Dafür würde der Schulbau, der mit fünf Millionen Euro im Haushalt steht, deutlich teurer. Holle: „Eine Tiefgarage macht mindestens 30 Prozent der Baukosten aus, wahrscheinlich noch viel mehr.“

Unabhängig von der Parkplatzfrage werde an der Schulentwicklung gearbeitet. Der Ganztagsbetrieb solle zum Schuljahr 2023/24 starten.

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