Flugplatz Westertimke Zuwachs für Segelflug-Flotte

Die Airbus Segelfluggemeinschaft Bremen geht ab März auch mit einer restaurierten ASK 23 in Westertimke an den Start.
23.01.2020, 20:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Irene Niehaus

Westertimke/Tarmstedt. Als in diesen Tagen ein Segelflugzeug über Westertimke und Tarmstedt kreiste, wunderten sich Menschen am Boden. Denn so früh startet die Airbus Segelfluggemeinschaft Bremen eigentlich nicht in die Saison. Schlechtes Wetter, keine Zeit – erst im März geht es normalerweise so richtig los. Die Freizeitsportler hatten einen besonderen Grund, schon jetzt abzuheben. Sie haben ihr neues Schulflugzeug eingeweiht, eine ASK 23.

Sie gehört der Segelfluggemeinschaft seit Langem. Als sie nach Westertimke kam, war sie jedoch in einem schlechten Zustand. Der Rumpf war stark beschädigt. Der erste Besitzer, ein Verein im Schwarzwald, hatte das Flugzeug nicht behalten wollen, zu aufwendig erschien ihm die Reparatur. Vor sieben Jahren dann erwarben die Segelflieger aus Lemwerder die kaputte Maschine und begannen, sie zu reparieren. Mit der Verschmelzung des Lemwerder Vereins mit den Tarmstedtern zog die angeschlagene ASK 23 nach Westertimke. Die Piloten wussten, die Reparatur würde lange dauern, wenn sie alles selbst machen würden. „Das geht nicht eben auf die Schnelle“, sagt Ralf-Michael Hubert, Mitglied in der Airbus Segelfluggemeinschaft Bremen. „Wir wollten uns Zeit lassen und sorgfältig Schritt für Schritt vorgehen“, ergänzt Lars Hagemann, neben Rolf Struckmeyer einer der beiden ersten Vorsitzenden des Vereins.

Sorgfalt war während der Restaurierungsphase das bestimmende Thema. „Ein Flugzeug, dem sich später Menschen anvertrauen, wird ja nicht in einer Bastelbude von Leuten mit Halbwissen repariert“, weiß der Technische Leiter des Vereins, Nicolas Breuss. „Ausgebildete Werkstattleiter führen die Arbeiten durch oder beaufsichtigen sie. Sogar die Werkstatt als solche muss zugelassen sein.“ Überwacht worden sei der aufwendige Wiederaufbau des Flugzeuges zudem von einem Prüfer des Luftfahrtbundesamtes, teilen die Segelflieger mit. Er habe die Maschine lange und gründlich unter die Lupe genommen, bevor sie zum ersten Mal abheben durfte. Gleich am ersten Tag nutzten acht Vereinsmitglieder die Chance, den Flottenzugang Probe zu fliegen.

Mit Beginn der regulären Segelflugsaison Ende März soll die ASK 23 vor allem in der Ausbildung eingesetzt werden. Das Flugzeug sei die einsitzige Version des Schulungsdoppelsitzers ASK 21, erklärt Vereinsmitglied Ralf-Michael Hubert. „Es ist dem Doppelsitzer weitgehend ähnlich. Auf dem Doppelsitzer machen Schülerinnen ihre ersten Flüge, zunächst etwa 50 bis 70 Flüge mit Fluglehrer, dann allein.“ Danach folge die Umschulung auf einsitzige Maschinen. „Wir sind froh, mit der ASK 23 nahtlos an die in ihren Flugeigenschaften sehr gutmütige ASK 21 anschließen zu können.“

Wer Interesse am Segelfliegen hat und ausprobieren möchte, ob der Sport das Richtige für sie oder ihn ist, kann ab April einen Schnupperkursus am Flugplatz Westertimke/Tarmstedt absolvieren. Dieser besteht aus sechs Flügen im Schulungsdoppelsitzer, einer theoretischen Einführung sowie einer Teilnahme am Flugbetrieb und kostet 90 Euro. Kontaktaufnahme per E-Mail an info@sfg-bremen.de.

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