Gemeinderat Bülstedt Baugebiet macht Fortschritte

Der Bülstedter Gemeinderat hat den Bebauungsplan für ein neues wohngebiet beschlossen. Die Planungen für eine Kindergartenerweiterung kommen jedoch nicht vom Fleck.
10.05.2019, 17:46
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Heeg

Bülstedt. Mit dem neuen Baugebiet zwischen Schulstraße und Vorwerker Straße in Bülstedt geht es voran. Der Gemeinderat hat jetzt den Bebauungsplan „Im Lohfeld Nr. 1“ beschlossen, er wird nun sechs Wochen öffentlich ausgelegt, teilt Bürgermeister Jochen Albinger mit. Danach wolle die Gemeinde die Erschließungsarbeiten ausschreiben, um anschließend die Parzellierung der 16 000 Quadratmeter großen Fläche vorzunehmen.

Die Baugrundstücke, deren Zahl noch nicht feststeht, werden zwischen 700 und 1200 Quadratmeter groß sein. Maximal zwei Wohneinheiten dürfen auf jedem Grundstück errichtet werden. Pult- und Satteldächer seien erlaubt, nicht jedoch Häuser im „Toskana-Baustil“, sagt Albinger. Dieser Haustyp mit aufgesetztem, leicht zurückspringendem Obergeschoss passe nicht zum Ortsbild. „Die Dinger wirken zu klotzig“, so der Bürgermeister. Die ersten Häuser würden wohl im Frühjahr 2020 errichtet werden können.

Wenig Fortschritte gibt es hingegen bei der Kindergartenerweiterung. Die Einrichtung sei ab September voll belegt, weswegen ein eigens gebildeter Arbeitskreis seit Monaten überlegt, wie das Platzangebot der „Rappelkiste“ vergrößert werden könnte. „Die Sache ist bei Bestandsbauten doch komplizierter als gedacht“, sagt Bürgermeister Albinger. Nun liege eine elf Seiten umfassende Ideensammlung des Arbeitskreises vor, in dem Vertreter der Kita, der Elternschaft und des Gemeinderates sitzen. Das Papier solle überarbeitet und konkretisiert werden, damit es als Grundlage für einen Architekten-Vorentwurf dienen könne. „Wir werden drei Architekten ansprechen“, so Albinger.

Im Oktober war im Gemeinderat von einem 70 Quadratmeter großen Anbau ans bestehende Gebäude die Rede. Es sollte Platz bieten für einen Gruppenraum mit 50 Quadratmetern sowie einen Wickelraum mit Toilette und einen separaten Toilettenraum. „Unser Ziel“, so der Albinger damals, „sind zwei vollwertige Kita-Gruppen für je 20 bis 25 Kinder.“

Die Nachfrage war nicht immer so groß. Noch Anfang 2017 sah es so aus, als würden dem damaligen Spielkreis die Kinder ausgehen. Fürs neue Kindergartenjahr waren zeitweise gerade mal sechs Kinder angemeldet. Dann machte die Gemeinde aus der Einrichtung einen Kindergarten und erweiterte die Öffnungszeiten auf 8 bis 13 Uhr – der Zuspruch nahm zu, und schon bald wurde im Gemeinderat über eine Erweiterung nachgedacht. Fürs laufende Haushaltsjahr stehen für das Projekt 248 000 Euro im Haushalt der Gemeinde, die für die neuen Krippenplätze einen Zuschuss von 48 000 Euro eingeplant hat.

Eine ganz andere Größenordnung hat ein weiteres Projekt, das jetzt im Gemeinderat verhandelt wurde: Der alte Sportplatz an der Schulstraße hat diese Bezeichnung nicht mehr verdient. „Da wächst kaum noch Gras“, so Bürgermeister Albinger, „der trockene Hitzesommer hat ihm den Rest gegeben.“ Daher hat der Sportverein TSV Bülstedt/Vorwerk eine Sanierung beantragt, die laut Kostenvorschlag eines Fachbetriebs 4200 Euro kosten solle.

Das sei zu viel, hieß es im Gemeinderat, durch Eigenleistung des Vereins und auch von Ratsmitgliedern müsste das günstiger hinzukriegen sein, hieß es. Also einigte man sich auf einen Kompromiss: Ein Teil der Arbeiten wird vergeben, ein Teil werde in eigener Verantwortung erledigt. Ziel sei es, den Trainingsplatz, der auch von der Schule und von der Dorfjugend genutzt wird, zum Erntefest im September wieder bespielbar zu machen. In der kommenden Woche werde der Anfang gemacht, indem eine Bodenprobe genommen wird. Und ein neues Ballfangnetz für das in Richtung Friedhof stehende Tor hat der Gemeinderat ebenfalls bewilligt.

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