Bülstedt: Gebäude ist noch Baustelle

Kita-Kinder gehen alle in die Schule

Weil der Anbau am Bülstedter Kindergarten und auch der Altbau noch immer große Baustellen sind, werden die Bülstedter Kita-Kinder ab September in der benachbarten Schule betreut.
26.08.2021, 00:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Heeg

Bülstedt. Wenn am 1. September in Bülstedt das neue Kindergartenjahr beginnt, wird das Kita-Gebäude noch immer eine große Baustelle sein. Der im Frühjahr begonnene Anbau ist noch nicht fertig, und mittlerweile haben die Handwerker auch im Altbau deutliche Spuren hinterlassen. Installation, Wände, Decken, Fußböden – nichts ist fertig. Mit Kinderbetreuung wird das dort so schnell nichts, das bestätigt der stellvertretende Bürgermeister Stefan Grube auf Anfrage: "Vielleicht sind wir im November so weit." In seinem im Juli erstellten Bauzeitplan ist der Architekt etwas optimistischer, er sieht für Endreinigung und Umzug die letzte Septemberwoche vor.

"Betreuung ist sichergestellt"

Die Betreuung der Kinder sei dennoch sichergestellt, sagt Grube. Die Gemeinde nutze in der Übergangszeit Räume in der benachbarten Schule. "Das steht schon lange fest", meint er. Der Kita-Betrieb starte demnach wie geplant am 1. September. Unterdessen wird weiter am Kindergartengebäude gewerkelt. Herzstück des Anbaus ist ein 50 Quadratmeter großer Gruppenraum für Kinder über drei Jahre. Hinzu kommen ein Differenzierungsraum, eine Küche sowie zwei Badezimmer. Im Bestandsgebäude müssen einige Mauern weichen, damit dort künftig die Krippenkinder angemessen untergebracht und betreut werden können. Der Gruppenraum soll 37 Quadratmeter umfassen, er wird mit einer Leichtbauwand vom benachbarten Ruheraum abgetrennt. 470.000 Euro stehen für das Projekt im Haushaltsplan der Gemeinde. 

Veraltete Homepage

Wer sich auf der Homepage der Gemeinde Bülstedt über das Kindergarten-Projekt und überhaupt über das Betreuungsangebot der Kita informieren möchte, stellt schnell fest: Es gibt gar keinen richtigen Internetauftritt. Unter www.buelstedt.de findet sich eine Art Fragment mit Informationen zu Baugebieten, und unter "Kontakt" wird noch Jochen Albinger als Bürgermeister genannt, Telefonnummer inklusive, obwohl er bereits im März zurückgetreten ist. Fragt man ihn danach, verweist er auf seinen Nachfolger als Bürgermeister, Timo Knoop. Es gebe längst eine neue, professionell gestaltete Homepage, sagt Albinger. Sie habe 5000 Euro gekostet, sei bereits bezahlt und müsse nur noch vom neuen Bürgermeister freigegeben werden. Während Knoop seit seiner Wahl Anfragen unserer Redaktion unbeantwortet lässt, verweist sein Stellvertreter Stefan Grube beim Thema Homepage ebenfalls auf den amtierenden Bürgermeister: "Keine Ahnung, was mit der Homepage ist." Er habe sich darum nicht gekümmert, sagt aber zu, dass die Sache mit dem Internetauftritt "bis zur Wahl geklärt" wird.

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