Bülstedter Rat tagt im Feuerwehrhaus Neuer Anlauf für Kita-Erweiterung

Der Bülstedter Kindergarten soll erweitert werden. Der Gemeinderat befasst sich an diesem Donnerstag ein weiteres Mal mit dem Raumprogramm.
29.08.2019, 06:00
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Von Johannes Heeg

Bülstedt. Erneut muss sich der Bülstedter Gemeinderat mit der geplanten Erweiterung des örtlichen Kindergartens befassen. „Wir müssen uns auf ein vernünftiges Konzept einigen, bevor wir uns ein weiteres Mal auf die Suche nach einem Architekten begeben“, so Bürgermeister Jochen Albinger. Drei Planer haben bereits einen Rückzieher gemacht. In der öffentlichen Ratssitzung an diesem Donnerstag, 29. August, 20 Uhr, im Bülstedter Feuerwehrhaus werde es vordringlich ums Raumprogramm gehen. Albinger schwebt vor, die Kita an der Schulstraße so auszubauen, dass künftig 25 Kinder über drei Jahre und zehn Kinder unter drei Jahre betreut werden können. Für Krippenkinder gebe es Baukosten-Zuschüsse vom Land in Höhe von 12 000 Euro je Platz – insgesamt also 120 000 Euro.

Derzeit seien alle 25 Plätze belegt. „Wir mussten kein Kind abweisen“, so Albinger. Er wisse aber von zwei Kindern, die in Wilstedt angemeldet worden seien. Für Entlastung in der Bülstedter Einrichtung sorgt derweil ein Bürocontainer, den die Gemeinde für 3500 Euro gebraucht gekauft hat. Er steht auf dem Schulgelände und dient seit 1. August als Domizil fürs Personal. Der frei gewordene Büroraum im Kindergarten wird nun übergangsweise als Ruheraum für die Krippenkinder genutzt. Die Frage ist nun, wie lange diese Übergangszeit dauert. 250 000 Euro stehen im Haushalt der Gemeinde für die Erweiterung der Kita zur Verfügung. Ein eigens gebildeter Arbeitskreis, dem neben drei Ratsmitgliedern und Vertretern der Elternschaft auch die Leiterin angehört, hat, wie berichtet, einen elf Seiten umfassenden „Wunschzettel“ vorgelegt, der drei Optionen enthält: eine Erweiterung um zehn Plätze für über Dreijährige, ein Anbau für 25 weitere altersgemischte Plätze sowie drittens eine Erweiterung um eine reine Krippengruppe mit zehn Plätzen. Aus einem der Vorschläge solle ein Architekt einen konkreten Vorschlag erarbeiten, über den der Gemeinderat dann final entscheidet. Die Zeit dränge ein wenig, so Albinger, denn im Dorf seien einige Häuser gebaut worden, in die Familien mit kleinen Kindern zögen. Auch eine Gebraucht-Immobilie werde derzeit für eine Familie umgebaut und renoviert.

Sollte am Donnerstag vom Rat ein tragfähiges Raumkonzept verabschiedet werden, würde die Gemeinde erneut mehrere Architekten ansprechen, so Albinger. Eine Fertigstellung des Anbaus zum 1. August 2020 wäre „dann noch zu machen“, glaubt der Bürgermeister.

Knifflig ist auch das Thema Regenwasser. Bei Starkregen werde stellenweise die Straße überschwemmt, sodass bei einem Anlieger der Dorfstraße die Diele unter Wasser steht. Ein anderer Problembereich ist die Kreuzung bei der Kranfirma Bäsmann, wo zwei Regenwasserkanäle zusammenlaufen. „Dort haben wir eine Kamerabefahrung in Auftrag gegeben“, so Albinger. Abhilfe geschaffen werden müsse auch im Bereich der Bücherzelle an der Langen Straße. Dort müsse ein zu dünnes Rohr durch ein dickeres ersetzt werden.

Weiter gediehen ist das neue Baugebiet „Lohfeld 1“ an der Schulstraße. Das hat die Auslegungsphase hinter sich, sodass der Gemeinderat den Bebauungsplan als Satzung beschließen könnte. Die Erschließung, die über eine neue Straße erfolgt, sei bereits ausgeschrieben. Die Grundstücke werden zwischen 750 und 1200 Quadratmeter groß, die Aufteilung und damit auch die Anzahl der Baugrundstücke stehe aber noch nicht fest. Mit dem Verkauf der Flächen könne laut Albinger im Frühjahr 2020 begonnen werden.


Die öffentliche Sitzung des Bülstedter Gemeinderates an diesem Donnerstag, 29. August, beginnt um 20 Uhr im Bülsted ter Feuerwehrhaus. Wie immer können Einwohner Fragen an den Bürgermeister richten.

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