Kindergartenanbau in Bülstedt Suche nach Architekturbüro geht weiter

Die Gemeinde Bülstedt hat den Auftrag für Kindergartenanbau bislang noch nicht vergeben. Die Suche nach einem Architekturbüro dauert an.
28.06.2019, 16:29
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Von Johannes Kessels

Bülstedt. Zwei Architekten haben abgewinkt, das Angebot eines dritten erscheint der Gemeinde ungenügend. Deshalb ist noch nicht klar, wie der Kindergarten in Bülstedt erweitert werden soll und welcher Architekt den Bau entwirft. Das erfuhr der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung von Bürgermeister Jochen Albinger.

Ein Arbeitskreis für den Kindergarten hatte drei Varianten genannt: Es könnten zehn neue Plätze für Über-Dreijährige entstehen oder eine altersgemischte Gruppe mit 25 Plätzen oder eine zehnköpfige Krippengruppe. Kosten soll die Erweiterung 250 000 Euro.

Über das Bauamt der Samtgemeinde als Vergabestelle habe man drei Architektenbüros angefragt, berichtete Bürgermeister Jochen Albinger in der Ratssitzung. Zwei hätten wegen zu großer Auslastung abgesagt, ein drittes Büro habe ein Angebot abgegeben. „Das haben wir nicht ganz für gut befunden“, sagte Albinger. Die Gründe dafür nannte Michael Schulze: Die Vorgaben aus der Ausschreibung seien nicht eingehalten worden. Die Kosten seien zu hoch angesetzt, unter anderem sei ein „Umbauzuschlag“ von 30 Prozent angesetzt worden. Das sei nicht akzeptabel, man wisse ja noch gar nicht, wie viele Umbauten am alten Gebäudeteil für die Vergrößerung nötig würden. Auch solle die Erweiterung Ende 2020 bezugsfertig sein, der Architekt nenne aber einen Termin Ende 2021. „Das sind zweieinhalb Jahre; ein Einfamilienhaus ist in einem Jahr geplant und gebaut“, meinte Michael Schulze. Befinden über die Auftragsvergabe müsse die Samtgemeinde, die solle mal zehn weitere Architekten um Angebote bitten.

Jochen Albinger hat sich bereits bei der Kommunalaufsicht des Landkreises erkundigt mit dem Ergebnis, dass die Gemeinde das eingegangene Angebot nicht annehmen muss. Jetzt sei die Frage, ob noch einmal nachverhandelt werden oder gleich ein anderer Architekt beauftragt werden solle. Man solle zweigleisig fahren, schlug Timo Knoop vor: Mit dem Architekten verhandeln und sich nach anderen Büros umsehen. Dabei könne die Gemeinde sich auch noch einmal an die beiden wenden, die abgesagt hatten - vielleicht hätten die ja im Herbst mehr Zeit. Dann werde er die Samtgemeinde bitten, eine neue Liste von Architekturbüros anzufertigen, sagte Jochen Albinger.

In der Fragestunde vor der Sitzung fragte die Kindergartenleiterin Lara Grube, ob das Außengelände des Kindergartens besser abgesichert werden könne. Es sei kein öffentlicher Spielplatz, trotzdem würden oft nachmittags oder abends Spielgeräte umgeworfen. „Wir müssen ständig morgens die Holzpferde wieder aufstellen“, sagte sie. Jetzt soll der Kindergartenbereich abgeschlossen werden, kündigte Jochen Albinger an. Der öffentliche Spielplatz sei gleich nebenan, und es gebe dort auch genügend Spielgeräte.

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