Zehn Jahre nach dem Reaktorunfall Fukushima Mahnwache für die Atom-Opfer

Zum zehnten Mal wollen Atomkraftgegnerinnen und -gegner in Bülstedt mit einer Mahnwache der Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima gedenken. Sie treffen sich am Montag, 15. März, von 18 bis 18.30 Uhr.
09.03.2021, 11:00
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Von Johannes Heeg

Bülstedt. Es ist nun schon das zehnte Mal, dass Atomkraftgegnerinnen und -gegner in Bülstedt mit einer Mahnwache der Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima gedenken wollen. Sie treffen sich dazu am kommenden Montag, 15. März, von 18 bis 18.30 Uhr in Bülstedt an der Kreuzung Dorfstraße/Lange Straße. Angesichts der Pandemielage müssen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Masken tragen und einen Abstand von 1,50 Meter zueinander während der gesamten Veranstaltung einhalten, so Anne Christoph, Sprecherin von „BüEnBü“, was für Bündnis Energiewende Bülstedt und umzu steht.

Die Atomkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima jährt sich am 11. März 2021 zum zehnten Mal. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen seien bis heute "von immensem Ausmaß", sagt Anne Christoph. Neben zahlreichen Todesfällen, erhöhten Krebsraten, erhöhten Embryoschädigungen und Fehlgeburten kämpften die Opfer von Fukushima immer noch um Entschädigungen und um die soziale Anerkennung ihres Leids. Dasselbe betreffe die Opfer von Tschernobyl, für die das auch nach 35 Jahren noch Thema sei. „Deshalb wollen wir wie jedes Jahr auf die unkalkulierbaren Gefahren aufmerksam machen, die von dem alltäglichen Betrieb von Atomkraftwerken immer noch Tag für Tag ausgehen. Momentan laufen noch sechs inzwischen marode und völlig veraltete AKW in Deutschland. Erst Ende 2022 werden alle stillgelegt sein."

Außerdem möchte die Bülstedter Bürgerinitiative auf die "immer noch ungeklärte, aber Tag für Tag weiter anwachsende und Millionen Jahre strahlende Müllentsorgung hinweisen". Diese werde mit "horrenden Kosten für die Steuerzahler" verbunden sein. Deshalb fordere das Bündnis den sofortigen Ausstieg aus dem Betrieb der verbliebenen AKW in Deutschland und weltweit. "Selbstverständlich dürften auch keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden, so Christoph. Außerdem fordert die Bülstedter Initiative ein transparenteres Verfahren für die Atommüll-Endlagerung auf wissenschaftlicher Basis von wirklich unabhängigen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen.

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