Kreisliga-Trainer im Interview

Karlshöfen-Coach: „Jeder soll wissen, dass es bei uns schwer wird“

Ganz anders als noch in der Vorsaison präsentierte sich der TSV Karlshöfen in der abgebochenen Saison. Trainer Florian Mahnken blickt zurück.
11.04.2021, 18:08
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Karlshöfen-Coach: „Jeder soll wissen, dass es bei uns schwer wird“

Florian Mahnken, Trainer TSV Karlshöfen

Guido Specht

Herr Mahnken, halten Sie den Saisonabbruch in der Kreisliga Rotenburg für die richtige Entscheidung?

Florian Mahnken: Ob es die richtige Entscheidung ist, weiß ich nicht. Es handelt sich aber auf jeden Fall um ein wirksames Mittel, die Ansteckungsgefahr im Hinblick auf die Corona-Pandemie zu verringern. Die vielen Tests, die wir für eine Fortsetzung der Saison für die Spieler und das Umfeld benötigt hätten, wären auch nicht zu bezahlen gewesen.

Angesichts Ihres ordentlichen Saisonstarts hätten Sie aber gerne weitergemacht, oder?

Ja, auf jeden Fall. Wir hatten schließlich einen guten Lauf. Alle haben hervorragend im Training mitgezogen, alle hatten Lust. Wir haben unsere beiden Siege auch nicht umsonst geholt. Deshalb ist der Saisonabbruch für uns auch besonders schade.

Bleiben Sie dem Team als Trainer erhalten?

Ich mache jetzt erst einmal gleichberechtigt mit Harald Grabau so lange weiter, bis wir wieder mit dem Training beginnen können. Dann sehen wir mal weiter. Seit Harald und ich hauptverantwortliche Trainer sind, ruht alles. Wann und wie es mit der neuen Saison weitergeht, weiß ja auch noch niemand.

Bleibt das Team zusammen?

Ja, davon gehe ich aus. Bislang hat sich nur unser Torwart Timo Flathmann von der Mannschaft verabschiedet. Timo hat dabei aber mit offenen Karten gespielt. Er will noch einmal in einer höheren Klasse angreifen und schließt sich dem FC Hansa Schwanewede in der Bezirksliga 3 an. Das soll er machen.

Haben Sie bereits einen Ersatz für Timo Flathmann?

Ja, wir haben mit Patrick Lorenz noch einen weiteren Torhüter, der Timo auch bereits ersetzt hat, wenn der verletzt war. Außerdem gibt es da noch unseren Standby-Keeper Adrian Mahler, der bei der Berufsfeuerwehr in Bremen arbeitet und in Oldenburg wohnt. Der kann jederzeit einspringen, wenn Not am Mann ist.

Wie fällt Ihre Bilanz für die zugegebenermaßen nur sehr kurze Saison aus?

Wir sind sehr zufrieden, zumal wir uns nach einer schwierigen Serie, bei der uns nur der vorzeitige Saisonabbruch vor dem Abstieg bewahrt hat, nur den Klassenerhalt als Ziel gesetzt hatten. Wir waren sogar ganz nah dran, dem Titelfavoriten SV Anderlingen bei unserer 2:3-Niederlage bei uns zu Hause auf dem Flutlichtplatz einen Punkt abzuknöpfen.

Existiert die berüchtigte Heimstärke des TSV Karlshöfen noch?

Da wollen wir auf jeden Fall wieder hin. Viele Jahre war den Gegnern vorher bewusst, dass sie bei uns schon sehr darum kämpfen müssen, die Punkte einzufahren. Zwischenzeitlich war es dann aber nicht mehr so. Da wollen wir aber auf jeden Fall wieder hin zurück. Jeder Gegner soll wissen, dass es bei uns schwerer wird, die Punkte mitzunehmen als anderswo.

Das Gespräch führte Karsten Hollmann

Info

Zur Person

Florian Mahnken (37) war vor der Saison nach einem halben Jahr als Coach beim SV Anderlingen als Co-Trainer zu seinem Stammverein TSV Karlshöfen in der Fußball-Kreisliga Rotenburg zurückgekehrt. Im Oktober löste der Industriemechaniker dann gemeinsam mit Harald Grabau Stephan Ehlers als Übungsleiter ab. Mahnken hatte seine fußballerische Laufbahn auch im Alter von fünf Jahren beim TSV Karlshöfen begonnen.

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