Feuriger Frauenabend

Fröhliche Närrinnen, heiße Männer

Einmal im Jahr lassen es die Frauen in Augustendorf richtig krachen: beim Feurigen Frauenabend. Auch dieses Jahr feierten die Damen ausgelassen und fröhlich bis weit nach Mitternacht.
13.03.2019, 18:01
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Christa Neckermann
Fröhliche Närrinnen, heiße Männer

Die Herren der Schöpfung legten sich voll ins Zeug, um den Damen in Augustendorf einen echten "Feurigen Frauenabend" zu bieten.

Christa Neckermann

Augustendorf. Was braucht frau, um sich so richtig zu amüsieren? Das Erfolgsrezept für den „Feurigen Frauenabend“ des Augustendorfer Karneval-Vereins lautet dafür: gute Gesellschaft, etwas Nettes zu trinken, ein paar heiße Männer und das alles gut gemixt. Schon stimmt die Stimmung.

So drängten sich auch diesmal wieder die fröhlichen Närrinnen der Moorregion in der Augustendorfer Gaststätte Zum Huvenhoop.

Zum zehnten Mal feierten sie ausgelassen in dem bereits seit einem Jahr vollständig ausverkauften Saal. Bei Weinbrand-Cola oder Korn-Fanta kamen die Frauen schnell in Schwung. Egal, ob es die „Dreamboys“ aus Glinde waren, die vor den Mädels (fast) alle Hüllen fallen ließen, oder die feschen Becks-Bier-Boys, die im schmucken Seemanns-Outfit zu der Musik von „Das Boot“ auf die Bühne kamen – jeder Mann, der auf die Bühne kam und größer als 1,50 Meter war, wurde akustisch überwältigend begrüßt. Und die Frauen bewiesen wieder einmal ihre Fähigkeit zum Multitasking: Während sich die Männer auf der Bühne präsentierten, schnackten sie noch mal schnell die neuesten Geschichten mit ihren Freundinnen durch.

Die Herren der Schöpfung hatten sich einiges einfallen lassen, um mit ihren Darbietungen bei den Mädels zwischen 18 und 88 Eindruck zu hinterlassen: Gewagte Hebefiguren, Überschläge und andere Akrobatik rissen die Damen immer wieder zu wildem Beifall und heftigem Gejohle hin. Publikumsliebling Tobias Abel aus Bevern gab sich besonders viel Mühe, musste er doch nicht nur das weibliche Publikum, sondern auch Mutti und Oma überzeugen, die beide im Publikum saßen. Aber er entledigte sich seiner Aufgabe mit Bravour und erhielt nach seinen Stimmungsliedern den gewohnten lautstarken Applaus. Mehr noch: Wie alle Akteure vor und nach ihm musste Tobias Abel eine Zugabe geben, bevor ihm der Abgang von der Bühne gestattet wurde.

Und auf die wollten so einige: Das Elmona Männerballett, die gleich fünf Ballettstücke einstudiert hatten, zu jedem Stück in das passende Kostüm wechselten und eine sehenswerte „Männerschraube“ auf das Parkett zauberten.

Oder die Moorböcke aus Hüttenbusch, die erst auf „Flamingos“ angeritten kamen, um sich anschließend in bunten Boxer-Shorts und mit behaarten Beinen den Blicken der weiblichen Öffentlichkeit zu präsentieren.

Irgendwann galt offenbar die Faustregel bei den Frauen „je behaarter die Beine, desto wilder der Applaus“. Das galt für die Biberburschen aus Bevern ebenso wie für das Männerballett aus Hollen, die Beverner „Schampusschnecken“ oder die Dödels aus Alfstedt. Auch die HB-Männchen aus Bevern, die Black Mambas aus Oese und die Hamburger Dreamboys wurden mit lautem Applaus gefeiert. Das zeigte, dass sich die Frauen einer gewissen animalischen Sinnlichkeit nicht entziehen konnten.

Das Programm bot den Damen bis weit nach Mitternacht viel Unterhaltung, Jux und gute Laune. Der nächste Feurige Frauenabend in Augustendorf dürfte 2020 daher von vielen Frauen bereits fest in ihren Terminplan eingeplant worden sein.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+