Volleyball-Oberliga der Damen

Karlshöfens Kampf wird belohnt

Neun Sätze in fünf Stunden: Die Volleyballerinnen der SG Karlshöfen/Gnarrenburg mussten schon alles aus sich herausholen. Doch die Mühen wurden mit zwei Siegen belohnt.
23.09.2019, 12:39
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann
Karlshöfens Kampf wird belohnt

Was für ein Jubel nach dem verwandelten Matchball: Vivien Kullik (Zweite von rechts) schreit ihre ganze Freude heraus.

Guido Specht

Gnarrenburg. Die Volleyballerinnen der SG Karlshöfen/Gnarrenburg haben viel Zeit in ihren ersten Heimspieltag in der Oberliga 2 investiert. Der Aufwand wurde allerdings belohnt. Nach insgesamt knapp fünf Stunden rangen die Gastgeberinnen den VfL Wolfsburg sowie den Turn-Klubb Hannover in neun Sätzen in die Knie und behielten somit ihre weiße Weste in der noch jungen Saison.

SG Karlshöfen/Gnarrenburg – VfL Wolfsburg 3:1 (25:20, 21:25, 25:17, 26:24): Die Schützlinge von Trainer Alexander Maaser fanden schnell ins Spiel und bauten sich sowohl durch gut platzierte Aufschläge von Diana Grigat als auch dank einer sicheren Annahme eine 15:9-Führung auf. Besonders Vivien Kullik präsentierte sich hier als Punktegarant. Die Hausdamen ließen sich auch nicht dadurch aus der Ruhe bringen, dass Wolfsburg sich steigerte. Die Karlshöfenerinnen gaben ihren Vorsprung bis zum Satzgewinn nicht mehr ab. Der zweite Durchgang verlief bis zum 15:14 ausgeglichen. Die Wolfsburgerinnen übten nun durch ihre Aufschläge deutlich mehr Druck aus, sodass die meisten Ballwechsel hart umkämpft waren.

„Durch einige Fehler in der Absprache und zu ungenauen Pässen zog Wolfsburg davon und gewann den zweiten Satz mit 25:21“, berichtete SG-Akteurin Joanna Kullik. Im dritten Durchgang erspielte sich das Heimteam eine 13:10-Führung. „Wir haben uns da in der Feldabwehr mit Lena Neumann als Libero wacher gezeigt und konnten trotz Problemen, am gegnerischen Block vorbeizukommen, mehr Bälle für uns entscheiden“, teilte Kullik nach der Partie mit. Über ein 19:15 fuhren die Gnarrenburgerinnen den Satz letztlich souverän ein.

Im vierten Abschnitt gerieten die SG-Damen wegen großer Probleme in der Annahme zunächst mit 8:13 ins Hintertreffen und liefen diesem Rückstand bis zum 19:20 hinterher. „Wolfsburg stellte einen sehr starken Block, der uns zunehmend Probleme bereitete, direkte Punkte zu machen“, teilte Joanna Kullik mit. Ihr Team habe dann aber Nervenstärke bewiesen und mit guter Stimmung und Siegeswillen den Spieß während eines umkämpften Satzendes umgedreht. Es war ein Spiel auf Messers Schneide, sodass die Entscheidung erst in der Verlängerung des Satzes fiel.

SG Karlshöfen/Gnarrenburg – TK Hannover 3:2 (25:18, 25:22, 20:25, 21:25, 15:12): Die etwas überraschende 10:6-Führung der SG-Volleyballerinnen im ersten Durchgang resultierte aus einer besseren Absprache auf dem Feld. Diana Grigat hatte so die Möglichkeit, ihre Angreiferinnen variabel einzusetzen. Die SG schraubte ihren Vorsprung im weiteren Verlauf auf 21:13 in die Höhe.

„Amelie Vogel hat als Mittelangreiferin sowohl starke Aktionen im Angriff als auch im Block gezeigt. Wir hielten den Vorsprung und blieben konzentriert bis zum Satzgewinn“, stellte Joanna Kullik erfreut fest. Auch in der zweiten Runde erarbeitete sich die Heimsechs eine frühe Führung. Sarah Groborz erzielte viele Punkte im Außenangriff. Doch Hannover blieb nach einem 14:12 dicht dran. „Deshalb mussten wir weiterhin viel Arbeit in die Feldabwehr stecken, in der ich viele Bälle holte“, so Kullik. Über ein 22:19 ging ihre Mannschaft nach Sätzen mit 2:0 in Führung.

Nach einem 13:12 mussten die Gastgeberinnen den dritten Abschnitt dann aber wegen Schwierigkeiten in der Annahme abgeben. Auch im vierten Satz schienen die Chancen, den Sack zuzumachen, dank einer starken Angabenserie von Vivien Kullik zunächst sehr gut zu sein. Doch nach einem 10:6 folgten lange Ballwechsel. Der Gast glich zum 20:20 aus und wendete das Blatt dann komplett. Im fünften Durchgang gingen Iris Elbrandt und Co. mit einem 8:3 zum Seitenwechsel.

„Gerade vor heimischer Kulisse und zahlreichen Fans wollten wir uns den Sieg nicht nehmen lassen“, gab Joanna Kullik zu bedenken. Alexander Maaser zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen und machte vom gesamten Kader ohne Qualitätseinbruch Gebrauch. „Den Tiebreak empfand ich aber als unnötig, da wir gerade in den ersten beiden Sätzen die dominierende Mannschaft waren“, versicherte Maaser.

SG Karlshöfen/Gnarrenburg: Neumann, Vivien Kullik, Koch, Sylvia Dammann-Kullik, Hahs, Groborz, Kosak, Grigat, Vogel, Elbrandt, Joanna Kullik.

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