Volleyball-Oberliga Damen

SG Karlshöfen/Gnarrenburg vorzeitig Herbstmeister

Sie sind spitze - und bleiben es auch: Mit zwei Siegen gegen die unmittelbaren Verfolger haben die Volleyballerinnen der SG Karlshöfen/Gnarrenburg ihre Tabellenführung verteidigt.
25.11.2019, 10:46
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann
SG Karlshöfen/Gnarrenburg vorzeitig Herbstmeister

Allen Grund zum Feiern: Amelie Vogel (Nummer 8) und die Oberliga-Volleyballerinnen der SG Karlshöfen-Gnarrenburg.

Guido Specht

Gnarrenburg. Laura Kullik legte mit all ihrer Erfahrung den fünften Matchball einfach nur kurz diagonal ins Feld – der Rest war purer Jubel. Im Anschluss an den 3:2-Sieg über den Dritten der Oberliga 2, SV Nienhagen, besiegten die Volleyballerinnen der SG Karlshöfen/Gnarrenburg auch noch den Zweiten Bremen 1860 mit 3:2 und sicherten sich somit bereits vorzeitig den Herbstmeistertitel.

SG Karlshöfen/Gnarrenburg – SV Nienhagen 3:2 (25:21, 19:25, 25:22, 22:25, 15:11): Die Gastgeberinnen landeten einen recht souveränen ersten Satzgewinn. In der zweiten Runde glich Gnarrenburgs Vivien Kullik mit einem Smash durch die Mitte zum 17:17 aus, ehe die Gäste dem Heimteam mit einem Aus-Ball sogar das 18:17 bescherten. Dann setzte sich der Gast jedoch vorentscheidend auf 24:19 ab, ehe Amelie Vogel mit einem Schmetterball ins Netz den Satzausgleich besiegelte.

Im dritten Abschnitt ging der Klassenprimus auch dank guter Angaben von Kathy Hahs mit 9:4 in Führung. Vivien Kullik drückte das Spielgerät in der Mitte einfach nur zum 12:6 nach unten. Nachdem der Dritte auf 9:12 herangekommen war, nahm SG-Trainer Alexander Maaser eine Auszeit. Vivien Kullik leitete mit einem starken Diagonalball auch eine Serie zum 17:10 ein. „Weiter alles raushauen“, gab Maaser seinen Schützlingen bei einer Auszeit beim Stande von 20:15 mit auf den Weg. Laura Kullik sorgte dann mit einem gelegten Ball nach außen für eine Beruhigung. Dafür erhielt sie sogar von ihrer Zwillingsschwester Vivien Kullik einen Kuss als Belohnung. Vivien Kullik selbst machte mit zwei Schmetterschlägen den Sack zu.

Nach einem ausgeglichenen Beginn des vierten Satzes geriet der Klassenbeste mit 6:9 ins Hintertreffen. Doch Kathy Hahs egalisierte mit einem fabelhaften Block zum 11:11. Bei einem 16:22-Rückstand zog Maaser mit seinem Time-out die Notbremse. Als Amelie Vogel mit einem Block den Abstand auf nur noch drei Punkte verringerte, schien sich das Blatt noch zu wenden. Sarah Groborz glich auch mit einer bärenstarken Angabe zum 22:22 aus. Das nicht immer sehr aufmerksame Schiedsrichtergespann übersah schließlich, dass eine Nienhagenerin ins Netz gerauscht war und gab den Punkt zum Satzeinstand.

„Das Ding holen wir uns“, vermittelte „Ali“ Maaser Zuversicht vor dem entscheidenden Tiebreak. Amelie Vogel legte den Ball auch geschickt in der Mitte zum 12:5 über den gegnerischen Block. Mit einer Netzangabe ermöglichten die Nienhagenerinnen ihrem Kontrahenten beim 14:7 sieben Matchbälle. Nachdem der Verfolger auf 9:14 herangekommen war, wollte Alexander Maaser dem Widersacher mit einer Auszeit den Rhythmus nehmen. „Wir müssen nur noch einen Punkt machen“, übte sich Maaser in Gelassenheit. Nach Laura Kulliks Punkt zum 15:11 nahm die volle Zuschauertribüne das „Spitzenreiter, Spitzenreiter hey, hey“ ihrer Mannschaft wohlwollend zur Kenntnis. „Zwischendurch hat bei uns die Präzision gefehlt“, sah Maaser dennoch Verbesserungsmöglichkeiten.

SG Karlshöfen/Gnarrenburg – Bremen 1860 3:2 (25:16, 25:17, 23:25, 21:25, 15:7): „Deutlich erschöpft und etwas nervös vor dem vermeintlich schwierigeren Spiel starteten wir überraschend gut mit einer Aufschlagserie von Laura Kullik ins Spiel“, berichtete SG-Spielerin Joanna Kullik. Auch dank einiger wichtiger Punkte von Amelie Vogel im Block sowie im Angriff holte der Erste den ersten Durchgang. In der zweiten Runde setzte Diana Grigat die SG-Angreiferinnen gut in Szene. Joanna und Vivien Kullik waren immer wieder mit ihrem Block erfolgreich. Nach einer 11:6-Führung brachte den Spitzenreiter ausgerechnet im dritten Satz eine Verletzung einer Bremerin aus dem Konzept.

Die Schwachhauserinnen warteten in der Folgezeit mit starken Aufschlägen auf und drehten den Spieß zu einem eigenen 16:12-Vorsprung um. Die Karlshöfenerinnen kämpften sich zwar noch einmal zurück, vermochten das 1:2 nach Sätzen aber nicht zu verhindern und kassierten sogar das 2:2. „Beflügelt durch unser lautes und unterstützendes Publikum holten wir dann noch einmal alles raus“, sagte Joanna Kullik. „Zwar hätten wir die beiden Tiebreaks vermeiden können. Wir haben aber gezeigt, was wir können und die Spitze so am Ende zu Recht verteidigt“, zog „Ali“ Maaser ein positives Fazit.

SG Karlshöfen/Gnarrenburg: Kosak, Grigat, Maijan, Elbrandt, Groborz, Hahs, Vivien Kullik, Laura Kullik, Joanna Kullik, Neumann, Suske, Vogel.

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