Beitrag zur Energiewende

Hepstedt will Sonne anzapfen

Mit einer eigenen Fotovoltaikanlage will die Gemeinde Hepstedt zur Energiewende und zum Klimaschutz beitragen. 20.000 Euro stehen dafür bereit, ein Fachmann soll das Vorhaben jetzt durchrechnen.
26.02.2021, 06:00
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Von Johannes Heeg

Hepstedt. Die Gemeinde Hepstedt erwägt die Errichtung einer Fotovoltaikanlage und möchte damit zur Energiewende und zum Klimaschutz beitragen. Vorsorglich, wie es in der jüngsten Ratssitzung hieß, seien dafür 20.000 Euro in den Haushalt aufgenommen worden. Nun solle eine Fachfirma beauftragt werden, zu prüfen, ob ein Sonnenkraftwerk auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses wirtschaftlich zu betreiben wäre, so Ratsmitglied Jürgen Blanken. Über eine PV-Anlage auf einem kommunalen Gebäude – im Gespräch war auch mal das Feuerwehrhaus – wird in Hepstedt schon lange diskutiert. Zur Umsetzung war es nicht gekommen, weil immer wieder Zweifel an der Wirtschaftlichkeit aufgekommen waren. Nun wolle die Gemeinde einen ernsthaften Versuch wagen. Sollten die Prognosen der Experten ergeben, dass eine PV-Anlage eine „schwarze Null“ erwirtschaften könnte, wäre das für die Gemeinde in Ordnung, hieß es. Überlegt werden solle auch, ob und wo in Hepstedt eine öffentliche Ladesäule für Elektroautos Sinn ergäbe. Noch gibt es so etwas im Dorf nicht.

Beschlossen hat der Rat eine andere Investition: in die Transparenz der Arbeit von Politik und Verwaltung. 10.000 Euro stehen im aktuellen Haushalt für die Einführung eines Ratsinformationssystems für die Gemeinde Hepstedt. Die Vorarbeiten sollen in den nächsten Wochen und Monaten geleistet werden, damit der neue Gemeinderat ab November damit arbeiten könne. So ähnlich wie beim Landkreis Rotenburg sollen in dem System Bekanntmachungen, Einladungen zu Sitzungen, Sitzungsvorlagen, Protokolle, der Haushalt sowie Satzungen hinterlegt werden. Das solle einerseits den Ratsmitgliedern ein „papierloses Büro“ ermöglichen, die in den Sitzungen künftig nicht mehr in ihren Unterlagen blättern müssen, sondern die Dokumente in ihren iPads aufrufen. Zudem hätten dann auch die Bürger die Möglichkeit, öffentlich zugängliche Unterlagen einzusehen. Die Samtgemeinde Tarmstedt arbeitet bereits seit vielen Jahren an der Einführung eines Ratsinfosystems. Auch bei ihr soll es nach der Kommunalwahl so weit sein.

Die größte Investition der Gemeinde ist 2021 der geplante Endausbau der Straßen im Baugebiet Östlich-Buchenholz. 250.000 Euro sind dafür vorgesehen, zudem fließen 20.000 Euro in die Erweiterung der Straßenbeleuchtung. 30.000 Euro hat die Gemeinde eingeplant, um eine Ausgleichsfläche fürs Baugebiet anzukaufen. 40.000 Euro, die Hälfte davon steuern die Jagdgenossen bei, will die Gemeinde für die Reparatur von Wirtschaftswegen ausgeben. Hauptsächlich soll das Geld in den Heudamm, in den Ochsendamm und in einem im Dorf Brögamsstieg genannten Weg fließen. Diese Schlackewege liegen allesamt im westlichen Bereich der Gemarkung, sie weisen mehr oder weniger tiefe Löcher auf, verursacht durch große und schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge. An der Kirchtimker Straße soll der Fußweg repariert werden, der an einigen Stellen von Baumwurzeln hochgedrückt wird.

Für die vorgesehenen Investitionen in Höhe von 316.500 Euro muss die Gemeinde Hepstedt keine Kredite aufnehmen, sie bleibt damit schuldenfrei.

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