Kindergarten kostet viel Geld Kirchtimke plagen hohe Personalkosten

Der Kirchtimker Gemeinderat kann den Haushalt 2020 erst nächstes Jahr verabschieden: Es gibt Probleme mit den Personalkosten der Gemeinde, die besonders im Kindergarten anfallen, so Bürgermeister Tibke.
11.12.2019, 20:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Kessels

Kirchtimke. Es war ein hartes Stück Arbeit für Bürgermeister Frank Tibke und Harald Grall, den Vorsitzenden des Finanzausschusses: Vier Stunden saßen sie vor einer Woche bei Sandra Hammer, der Kämmerin der Samtgemeinde, im Tarmstedter Rathaus, um den Kirchtimker Haushalt für das nächste Jahr aufzustellen. „Wir haben den Entwurf nicht durchgekriegt“, musste Frank Tibke jetzt in der Gemeinderatssitzung berichten. Es gebe Probleme mit den Personalkosten der Gemeinde, die besonders im Kindergarten anfallen. „Hohe Qualität hat eben ihren Preis“, so Tibke. Harald Grall ergänzte, im Haushaltsentwurf überträfen die Ausgaben die Einnahmen, deshalb müsse die Gemeinde auch in den nächsten Jahren Kürzungen vornehmen. Noch werde nach Lösungen gesucht, deshalb könne der Haushalt erst in der nächsten Ratssitzung verabschiedet werden.

Ein wenig mit den Gemeindefinanzen befasste der Rat sich aber doch. Das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises hat inzwischen den Jahresabschluss für 2015 geprüft, und der fiel recht erfreulich aus: Der Ergebnishaushalt, der die laufenden Kosten der Gemeinde enthält, endet nicht, wie ursprünglich gedacht, mit einem Defizit von 17 000 Euro, sondern mit 48 000 Euro Überschuss. Im Finanzhaushalt stehen 364 000 Euro mehr Auszahlungen als Einzahlungen für Investitionen, allerdings verringern sich dadurch auch die liquiden Mittel, also die für Investitionen auf die hohe Kante gelegten Rücklagen, um 274 000 auf 329 000 Euro. Der Rat entlastete den Bürgermeister einstimmig – dies betraf genau genommen Frank Tibkes Vorgänger Armin Springwald, der 2015 noch im Amt war.

Da die Haushaltsberatungen vertagt worden waren, blieb genug Zeit für den bebilderten Bericht der Verwaltung. Frank Tibke erklärte, erstmals seit der Sanierung der Hepstedter Straße seien dort Tempomessungen gemacht worden. Die Ergebnisse würden noch geprüft. Im nächsten Frühjahr soll die Messtafel in der Hemeler Straße in Ostertimke am Ortsausgang aufgestellt werden, weil dort die Anwohner Tempo 30 fordern.

In der vorigen Sitzung hatten sich viele Anwohner der Wentelstraße besorgt gezeigt, weil dort die beladenen Lastwagen der Hamburger Baufirma durchfahren sollen, die auf dem Schießstand von Rhadereistedt einen Erdwall baut. Die Bauarbeiten und der Lkw-Verkehr haben inzwischen begonnen, und Frank Tibke berichtete, er habe sich bei allen Anwohnern erkundigt mit dem Ergebnis, dass ihre Sorgen weitgehend unbegründet waren. Die Lastwagen führen fast Schneckentempo, sei ihm gesagt worden. Allerdings wurde an zwei Stellen der Seitenstreifen der Straße kaputt gefahren. Die Schäden würden behoben, man stehe in einem guten Dialog mit dem Verein, der den Schießstand betreibe.

Am 19. November fand zum zweiten Mal das Treffen aller Vereine der beiden Dörfer im Dorfgemeinschaftshaus von Kirchtimke statt, wieder mit guter Beteiligung. Künftig wird der Tag vor Buß- und Bettag der feste Termin sein. Für nächstes Jahr wird die Gemeinde einen Veranstaltungskalender herausgeben.

Am Lärmschutzwall des Baugebiets Gers Weiden sollen 30 Parkplätze angelegt werden. Der Planer hatte dazu geraten, es bei der Sandfläche zu belassen. Nach Klagen von Bauherren, die sich in dem Sand festgefahren haben, soll nun eine provisorische Schotterschicht aufgetragen werden. Später werden die Parkplätze gepflastert. Der Wirtschaftsweg im Schierk in Ostertimke wurde für 7500 Euro saniert, die Hälfte davon steuerte die Jagdgenossenschaft bei.

Eine private Spende ist der Weihnachtsbaum in der Ortsmitte von Ostertimke neben der Ortstafel. Bisher habe es immer nur einen recht kleinen Baum am Kindergarten gegeben, sagte Frank Tibke, und der liege ein wenig abseits. „Jetzt sieht man auch, wenn man durch Ostertimke fährt, dass bald Weihnachten ist.“

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