Prellball Eine große Familie

Das Team Niedersachsen gewinnt in Sottrum den Deutschlandpokal der Prellballjugend. Die Nachbarn aus Bremen belegen den zweiten Rang.
16.06.2019, 18:38
Lesedauer: 2 Min
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Eine große Familie
Von Florian Cordes

Sottrum. So mancher Prellballer wird vom Deutschlandpokal der Jugend 2019 nicht nur schöne Erinnerungen mit nach Hause gebracht haben – sondern auch angeschlagene Stimmbänder. Denn während der beiden Turniertage in Sottrum wurde sehr viel und vor allem lautstark angefeuert. In der Halle am Bullenworth herrschte eine prächtige Stimmung.

Besonders während der vier Endspiele war der Lärmpegel extrem hoch. Kein Wunder: Es ging ja auch um viel. Schließlich ist der Deutschlandpokal für die jungen Sportler einer der Höhepunkt der Saison. Hitzig war die Atmosphäre aber keineswegs. Viel mehr bewiesen die Prellballer, dass sie eine große Familie sind. Besonders groß war der Jubel in diesem Jahr beim Team Niedersachsen. Denn die Prellballer aus dem zweitgrößten Bundesland Deutschlands setzten sich deutlich in der Länderwertung vor Bremen und Westfalen durch. Die Niedersachsen lösten die Bremer ab, die sich 2018 den großen Silberpokal geschnappt hatten.

„Mission erfüllt.“ Mit diesen beiden Worten fasste Volker Heinze, Prellball-Chef des TV Sottrum, das Wochenende zusammen. In zweierlei Hinsicht wurde eine Mission erfüllt: Zum einen war da der sportliche Erfolg des gastgebenden Bundeslandes und zum anderen wusste der TVS wieder einmal als Ausrichter eines bundesweit bedeutenden Prellballturniers zu überzeugen. „Wir haben von vielen Seiten nur Lob erhalten“, sagte Volker Heinze. Doch auch er verteilte Lob – und zwar an die vier Mannschaften, die für Niedersachsen den Titel gewonnen haben. Die männliche Jugend 11 bis 14 sowie die weibliche Jugend 15 bis 18 steuerte zum sehr guten Gesamtergebnis des neuen Deutschlandpokalgewinners jeweils den Turniersieg in ihrer Altersklasse bei. Die weibliche Jugend 11 bis 14 sowie die männliche Jugend 15 bis 18 wurden jeweils Dritter. „Vor allem der dritte Platz der jüngeren Mädels hat mich überrascht. Mit Rang sechs haben wir eher gerechnet“, sagte Heinze. „Und dass die älteren Mädchen ihr Turnier gewonnen haben, war einfach phänomenal.“ Und ein wenig Anteil am Gesamtsieg Niedersachsen hatte auch Volker Heinze. Denn bei der männlichen Jugend 11 bis 14 ist er Landestrainer.

Geprägt war das Turnier aber nicht nur vom sportlichen Erfolg des Gastgebers. In Sottrum zeigte sich, dass zwischen den Prellballern eine große Solidarität herrscht – oder fast schon dicke Freundschaften. Nach gefühlt jedem Spiel umarmten sich die jungen Sportler. Und es wurde sich gegenseitig unterstützt. Der Landesturnverband Sachsen war mit einer verhältnismäßig kleinen Delegation nach Norddeutschland gefahren. „Als die männliche Jugend 11 bis 14 gegen uns im Finale stand, haben sich Sportler aus drei anderen Verbänden dazu entschieden, sich hinter die Spielfeldhälfte der Sachsen zu stellen und sie lautstark anzufeuern. Das ist einfach toll“, freute sich Heinze über das gute Verhältnis zwischen den einzelnen Verbänden.

Die große Unterstützung sollte den Sachsen aber nicht helfen: Das Heinze-Team setzte sich in dem Finale knapp mit 29:27 durch. Einen spannenden Verlauf sollte auch das zweite Endspiel mit niedersächsischer Beteiligung nehmen: In diesem traf das Gastgeberteam auf das Rheinland. Beim Abpfiff stand es 31:29 für Niedersachsen. „Wir können wirklich super zufrieden sein“, meinte Heinze. „Unsere Gäste sind dem Organisationsteam sehr dankbar. Die Kleinigkeiten, die ein gutes Turnier von einem sehr guten unterscheiden, haben über das gesamte Wochenende gestimmt.“

So schön das Wochenende aber auch für Heinze und Co. gewesen ist: Ein wenig froh war er dann doch, als der letzte Ballwechsel gespielt und alle Sieger geehrt wurden. Denn anstrengend waren sie, die beiden Tage – und das machte sich an den Stimmbändern von so manchem jungen Prellballer ebenfalls bemerkbar.

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