50-jähriges Jubiläum

Festakt mit Freunden

Die Samtgemeinde Sottrum feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Auf die Enthüllung einer Bronzetafel am Sonnabend folgte einen Tag später ein Festakt mit zahlreichen Gäste im Forum des Gymnasiums.
30.06.2019, 17:02
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Festakt mit Freunden
Von Lars Köppler
Festakt mit Freunden

Hermann Holsten (von links), Klaus Dreyer und Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag sind von der Optik der neuen Bronzetafel zum Jubiläum der Samtgemeinde Sottrum durchaus angetan.

Björn Hake

Eine neue Bronzetafel schmückt seit Sonnabend das Foyer des Sottrumer Rathauses. „50 Jahre Samtgemeinde Sottrum“ steht in großen Lettern auf dem Blickfang, darunter stechen die Wappen der sieben Mitgliedsgemeinden dem Betrachter ins Auge. Der Enthüllung der ansehnlichen Tafel folgte am Sonntag ein großer Festakt im Forum des Sottrumer Gymnasiums, bei dem die Verwaltung sogar einen roten Teppich für ihre Gäste ausgerollt hatte. Denn was im Jahr 1969 mit der Vereinigung der Sottrumer Gemeinden zu einer Samtgemeinde begann, hat sich längst zu einem gut funktionierenden Miteinander entwickelt, aus der sogar externe und internationale Partnerschaften mit den Gemeinden Sauveterre (Frankreich) und Lubasz (Polen) entstanden sind. Da war es nur logisch, dass deren Bürgermeister Yves d'Amecourt und Marcin Filoda sich den Festakt nicht entgehen lassen wollten.

50 Jahre, das musste auch Achim Figgen erst mal verdauen, schließlich habe er dieses Lebensalter auch gerade erst erreicht, witzelte der Moderator, der das Publikum launig mit dem Wortspiel „Ich heiße Heinz Erhardt und sie herzlich willkommen“ in Anlehnung des deutschen Komikers begrüßte. Heiterkeit und Frohsinn waren Trumpf bei der Jubiläumsveranstaltung, zu der neben zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Sport und Verwaltung auch Staatssekretär Jörg Mielke und Marco Trips vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund erschienen waren. Aber auch die Vergangenheit spielte bei dem Rückblick auf das Erreichte eine tragende Rolle bei dem Festakt.

Mit einem Quiz lud Figgen die Gäste gleich zu Beginn auf eine Bilderreise durch die Samtgemeinde ein und testete sogleich deren Sottrum-Tauglichkeit. Teilweise kamen die Antworten wie aus der Pistole geschossen, knifflige Fälle musste der Moderator selber auflösen. Das historische Bilder-Potpourri reichte vom Ahauser Hof und den zahlreichen Schulen in den Mitgliedsgemeinden bis zur Gaststätte an der Bundesstraße 75 in Hassendorf. „Wolfgang, willst du noch mal Bürgermeister werden“, fragte er schelmisch an die Adresse von Hellweges Bürgermeister Wolfgang Harling, der die Alte Post in seinem Dorf nicht auf Anhieb erkannte.

Für Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag sei das Jubiläum ein Anlass, den vor 50 Jahren eingeschlagenen Weg „mit Stolz, Selbstbewusstsein und Kraft“ fortzuführen und hob besonders die im Jahr 1973 geschlossene Partnerschaft mit Sauveterre hervor, die bis heute halte und gelebt werde. Erhard Thies, langjähriger Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde Hellwege, nahm die Besucher in seinem Beitrag mit auf eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte in der Samtgemeinde Sottrum. Damals, im Juni 1969, habe Kurt Georg Kiesinger als dritter Bundeskanzler der Bundesrepublik das Land regiert. Heinrich Lübke fungierte als Bundespräsident, der Astronaut Neil Armstrong eroberte mit seinem Team in der Apollo 11 als erster Mensch den Mond und die Mini-Mode und das Kofferradio waren die Renner der damaligen Zeit, erklärte Thies, um dann den Bogen auf seine Kommune zu schlagen. Denn schließlich trafen sich in diesen Tagen auch 13 Männer in einem Sottrumer Gasthaus, um den Weg für die nicht bei allen Beteiligten unumstrittene Gründung der Samtgemeinde Sottrum zu ebnen.

Schließlich habe es vor 50 Jahren 16 selbstständige Gemeinden auf dem Gebiet der heutigen Samtgemeinde gegeben und nicht jeder habe diese Eigenständigkeit aufgeben wollen. Als Kompromiss verständigte man sich auf die Gründung einer Samtgemeinde, damit die einzelnen Gemeinden wichtige Themen wie beispielsweise den Haushalt unter eigener Regie behalten. Als Paradebeispiel und Herzstück des funktionierenden Bündnisses nannte Thies derweil die Entwicklung der Schullandschaft in der Samtgemeinde, die aus seiner Sicht „eine Erfolgsgeschichte“ sei.

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