Festival in der Kirche

Harte Klänge mit klassischer Anmut

Am 16. November steigt die vierte Auflage des Musik-Festivals „Rock den Georg“ in der Sottrumer Kirche. Das Ensemble Wildes Blech begleitet den Gitarristen Thomas Zwijsen und die Geigerin Wiki Krawczyk.
04.10.2019, 15:46
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Harte Klänge mit klassischer Anmut
Von Lars Köppler
Harte Klänge mit klassischer Anmut

Benjamin Faber und Ellen Cordes ziehen seit Jahren die Fäden für das Rockfestival in der Sottrumer Kirche.

Michael Galian

Was vor drei Jahren begann, hat sich im Sottrumer Veranstaltungskalender mittlerweile fest als Höhepunkt etabliert. „Rock den Georg“ heißt das Konzertformat, das Freunde von Rock und Klassik gleichermaßen begeistert und in die Sottrumer St.-Georg-Kirche lockt. Am Sonnabend, 16. November, steigt die vierte Auflage in dem Gotteshaus. Neben dem Ensemble Wildes Blech unter der Leitung von Benjamin Faber wollen der in Spanien lebende Gitarrist Thomas Zwijsen und seine Partnerin Wiki Krawczyk an der Geige auf der Bühne für Furore sorgen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr und wird von der Jacobs-Stiftung gesponsert.

Es war schon eine ungewöhnliche Idee, die Gitarrist Benjamin Faber und Musiklehrer Ralf Linders im Jahr 2016 ausgebrütet haben. Die Hits von weltweit erfolgreichen Bands wie Deep Purple, Rammstein oder Iron Maiden sind den Fans von Hardrock und Heavy Metal als harte Klänge wohl bekannt, doch wie hören sich diese Songs mit Tuba, Posaune und Trompete an? Um diese Frage zu beantworten, gründete das Duo das Ensemble Wildes Blech mit anfangs 20 Spielern. Beim Sottrumer Musikfestival „Rock den Georg“ sammelte die mittlerweile auf 40 Musiker angewachsene Formation ein erstes Erfolgserlebnis auf der Bühne vor Publikum.

Außergewöhnliche Mischung

Dass der Funke in dem ehrwürdigen Gotteshaus auf die Zuhörer überspringt, dafür sollen das von Benjamin Faber geführte Ensemble und das Duo sorgen, das auch international schon den Durchbruch geschafft hat. „Er ist schon eine Weile im Geschäft und hat auf Youtube ungefähr 370 Videos“, sagt Faber über den Niederländer Thomas Zwijsen, der besonders gerne die Musik von Iron Maiden interpretiert. Der Gitarrist bekommt derweil Unterstützung von Wiki Krawczyk, die mit ihrem feinen Geigenspiel für die klassischen Klänge sorgt. Die Videotitel in der Liste verraten, dass er verschiedene bekannte Rock- und Metalsongs der 80er- und 90er-Jahre auf seiner Gitarre spielt. Iron Maiden, Kiss und Black Sabbath gehören zu den Interpreten, deren Werke er auf seinem klassischen Instrument spielt.

Harte Klänge an einem Ort der Stille und inneren Einkehr – dass dies kein Widerspruch sein muss, haben die „Erfinder“ des speziellen Festivals bereits eindrucksvoll bewiesen. Geboten wird an dem Abend eine außergewöhnliche Mischung von bekannten Hits der Rockmusik in einer klassischen Variante. Die rund 40 Blechblasinstrumentalisten werden das Duo bei dem abendlichen Kirchenkonzert, das etwa zwei Stunden dauern wird, mit ihrer Lungenkraft unterstützen. Wie üblich beim Festival „Rock den Georg“ spielen die Ensembles ihre eigenen Sets, aber auch gemeinsame Stücke.

Bewegte musikalische Vergangenheit

Benjamin Faber und Ralf Linders werden derweil von Ellen Cordes unterstützt. Sie zieht im Hintergrund die Strippen und ist auch für die Sponsorensuche zuständig. Die beiden Frontmänner von Wildes Blech haben indes selbst eine bewegte musikalische Vergangenheit und gehören zu den Routiniers in der Branche. So hat Benjamin Faber an der Hochschule für Künste in Bremen im Studiengang Musikerziehung die Fächer Gitarre und Gesang studiert.

Ralf Linders hat derweil am Konservatorium in Osnabrück studiert und unterrichtet nicht nur die volle Bandbreite der Blechblasinstrumente von der Tuba bis zur Trompete, sondern auch noch Didgeridoo und arbeitet außerdem mit Klangschalen und Gongs.

Der Eintritt für das Sottrumer Musik-Festival „Rock den Georg“, das vom Ottersberger Toningenieur Christian Mayntz live mitgeschnitten wird, kostet zwölf Euro. Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von zehn Euro ab sofort bei der Buchhandlung Froben in Sottrum und Ottersberg. „Wir werden einen Top-Sound in der Kirche haben“, verspricht Benjamin Faber ein Konzerterlebnis der besonderen Art.

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