Arbeitsgruppe erstellt Kategorisierung Ein Spielplatzkonzept für Sottrum

In der Gemeinde Sottrum soll ein Konzept erstellt werden, um Spielplätze den Anforderungen entsprechend zu gestalten oder auch zurückzubauen. Eine Arbeitsgruppe hat nun erste Ergebnisse präsentiert.
20.10.2021, 14:36
Lesedauer: 2 Min
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Ein Spielplatzkonzept für Sottrum
Von Marius Merle

Auch in Zeiten vielfältiger digitaler Unterhaltungstechnologien und einer hohen Anzahl von Spielgeräten in den eigenen Gärten sind öffentliche Spielplätze weiterhin beliebte Anlaufstellen für viele Familien. Damit Sottrum in diesem Bereich zukunftsfähig aufgestellt ist, soll ein Spielplatzkonzept für die Gemeinde entwickelt werden. Als ersten Schritt hat eine zuvor eingerichtet Arbeitsgruppe sämtliche Spielplätze in Sottrum und Stuckenborstel besichtigt und eine grundlegende Kategorisierung erarbeitet. Diese hat die Gruppe nun kürzlich dem Gemeinderat vorgestellt.

"Attraktive Spielplätze im Wohnumfeld schaffen hohe Wohnqualität für Familien mit Kindern. Durch
die gezielte Aufwertung vorhandener Spielplätze in Bestandssiedlungen im Generationenwechsel
soll die Verjüngung bestehender Nachbarschaften gefördert werden", beschreibt die Arbeitsgruppe in ihrer Präsentation den Gedanken hinter der Konzepterstellung. Als Standorte mit vorrangigem Handlungsbedarf werden jene an der Sauveterrer Straße und Am Osterfeld gesehen. Bei der Besichtigung der Spielplätze seien erste Ideen mit den Teilnehmern und teilweise mit Anwohnern ausgetauscht und mit dem Bauhofleiter Rahmenbedingungen wie etwa die regelmäßige Prüfung und Sichtkontrolle der Plätze und Aufwendungen im Bereich Unterhalt und Pflege diskutiert worden. Denn ein wesentlicher Bestandteil der Satzung soll es sein, dass Pflege und Unterhaltung der Spielplätze klarer geregelt werden.

Einteilung in drei Kategorien

Nach den Besichtigungen hat die Arbeitsgruppe aufgrund der hohen Anzahl für eine bessere Übersichtlichkeit eine Unterteilung aller Spielplätze in drei Kategorien angeregt: Schwerpunktspielplätze, kleine lokale Spielplätze und Umwidmungsplätze. Erstere sind jene, die stark frequentiert sind, für alle Altersgruppen geeignet und zentral in den Baugebieten liegen. Ausgestattet sein sollten sie mit mehreren Großspielgeräten, wie einer Seilbahn oder Rutsche, mit Schaukeln sowohl für Klein- wie auch für Schulkinder und mehreren Sitzgelegenheiten. Die kleinen lokalen Spielplätze, welche eher ruhiger gelegen sind und einen naturnahen Charakter haben sollten, benötigen einfache Spielgeräte, Gebüsche, Hügel oder Sandkuhlen als alternative Spielmöglichkeiten sowie eine Sitzgelegenheit.

Zur dritten Kategorie zählen die Umwidmungsplätze, zu denen es von der Arbeitsgruppe heißt: "Es soll eine Möglichkeit gefunden werden, Spielplätze für eine gewisse Zeit aus der Nutzung zu nehmen und dort alternative Verwendung der Flächen zu erlauben, sofern aktuell kein Bedarf aus dem näheren Umfeld existiert." Das heißt konkret: Spielplätze, die nur wenig genutzt werden, sollen zurückgebaut werden. Es entstehen Freiflächen, die als Begegnungsstätten von den Anwohnern genutzt werden könnten. Laut Planung könnte "mit geeignetem Saatgut eine Wiese (Blühwiese) oder Rasen hergestellt" werden.

Verwaltung ist am Zug

Die Ausführungen der Arbeitsgruppe beinhalten auch Vorschläge zur Pflege und Unterhaltung der Flächen je nach Kategorie. Während bei den Schwerpunktspielplätzen abgängige oder beschädigte Spielgeräte sofort ersetzt und häufige Mährarbeiten veranlasst werden sollen, erfolgen die Ersetzung von Geräten und die Mäharbeiten bei Spielplätzen der Kategorie zwei nur nach Bedarf.

Das erarbeitete Konzept zur Kategorisierung, Ausstattung und Pflege der Spielplätze soll nun von der Verwaltung berücksichtig werden, wenn diese eine Spielplatzrichtlinie erstellt. "Diese stellt zusätzlich den Verfahrensablauf dar und enthält eine Einteilung der Spielplätze", heißt es von der Verwaltung. Die erarbeitete Richtlinie wird dann im Fachausschuss vorgestellt und von der Politik beraten werden.

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